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Forschungsprojekte zu Open Educational Resources gestartet

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert im Rahmen seines Programms „digitale Medien in der beruflichen Bildung“ Forschungsprojekte zum Thema Open Educational Resources (OER). Welche Infrastrukturen (z.B. E-Plattformen) für freie Lernmedien in Deutschland geschaffen werden müssen, untersucht eine Machbarkeitsstudie des Deutschen Bildungsservers. Ein weiteres Projekt, „Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten“ von Wikimedia Deutschland, beschäftigt sich mit Fragen der Qualitätssicherung.

Als „Chance für die Neugestaltung der Bildung in der EU“, wie es die Europäische Kommission formuliert, sind Open Educational Resources (OER) mit hohen Erwartungen an die Zukunft des europäischen Bildungsraums verknüpft. OER sind Lehr-Lernmaterialien, die oft in digitaler Form frei zugänglich sind. Offene Lizenzen machen es möglich, die Materialen weiterzuentwickeln und an den jeweiligen Bedarf der Lernenden anzupassen. Insofern bergen sie das Potential, den Zugang zu Bildung zu erleichtern. Auf der anderen Seite werfen die Verbreitung von OER und die zunehmende Digitalisierung des Lernens drängende Fragen auf: Wie findet man OER? Was müssen Lehrende bei der Nutzung und beim Teilen solcher Materialien mit offener Lizenz beachteten? Wie können Qualitätsstandards sichergestellt werden?

Einen Überblick über häufige Fragen, die Grundlagen und rechtlichen Rahmenbedingungen gibt ein kürzlich erschienenes Whitepaper zu OER in der Weiterbildung/ Erwachsenenbildung, das von einer Gruppe von Stiftungen und Think Tanks herausgegeben wurde. Auch auf bildungspolitischer Ebene rücken OER zunehmend in den Fokus: Nachdem eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Anfang 2015 in einem Bericht den Aufbau und die Weiterentwicklung von E-Plattformen für freie Lernmaterialien empfohlen hatte, hat das BMBF nun Forschungsprojekte zu OER in Auftrag gegeben.

So prüft ein Projekt des Deutschen Bildungsservers beim DIPF im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, wie geeignete digitale Infrastrukturen für OER aussehen könnten. Expertinnen und Experten aus der Forschung, Bildungspraxis und –administration sowie Medienbetreiber gehen dabei der Frage nach, wie solche Plattformen zum Teilen von Lernmaterialien technisch beschaffen sein müssen. Nicht zuletzt sollen bereichsübergreifende Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet werden.

Mit einem Mapping, oder „Kartographieren“, des Angebots freier Lernmaterialien wurde Wikimedia Deutschland beauftragt. Dabei stehen bislang ungeklärte Aspekte wie Qualitätssicherung, Lizenzen und Geschäftsmodelle für OER im Mittelpunkt. Nach einer ersten Analyse des Ist-Zustandes werden in einer Dialogphase in Interviews, Gesprächsrunden sowie in Online-Diskussionen Lösungsansätze zu bestehenden Herausforderungen erarbeitet. Aus der abschließenden Synthesephase soll schließlich Anfang 2016 ein Praxisrahmen hervorgehen, der konkrete Ansatzpunkte für die Zukunft von OER beinhaltet.

Beide Projekte werden im Rahmen des Programms digitale Medien in der beruflichen Bildung des BMBF gefördert.

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