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Integration von Migrantinnen und Migranten durch Sport

In den letzten Jahren gab es ein wachsendes Interesse daran, Sport zu nützen, um die Integration von Migrantinnen und Migranten und Asylsuchenden zu unterstützen. Ian Atkinson betrachtet in seinem Blog, wie Sport als "Universalsprache" die Integration fördern kann.

Sports and Integration.

In den letzten Jahren gab es ein wachsendes Interesse daran, Sport zu nützen, um die Integration von Migrantinnen und Migranten und Asylsuchenden zu unterstützen. Das sieht man an einer Reihe von Initiativen und Programmen in den Mitgliedsstaaten, egal ob diese von Betreuungsorganisationen für Migrantinnen und Migranten und Asylsuchende organisiert und geleitet werden, oder von Organisationen örtlicher Gemeinden, von Sportorganisationen, oder von Vertretern spezieller Sportarten. Die potenziellen Vorteile solcher Ansätze sind klar. In vielerlei Hinsicht stellt Sport eine „Universalsprache“ dar, die soziale, kulturelle, und nationale Grenzen überwindet. Des Weiteren bietet Sport einen einzigartigen Weg, Neuankömmlinge und ihre Gastgemeinden zusammenzubringen.

Projekte mit dem Ziel, die Integration von Migrantinnen und Migranten und Asylsuchenden mithilfe von Sport zu unterstützen, sind ganz unterschiedlich – von Organisationen, die Sporttage mit einer Reihe verschiedener Aktivitäten innerhalb der örtlichen Gemeinde organisieren, bis hin zu strukturierteren Vorgehensweisen, wie der Gründung örtlicher Fußball-Ligas mit verschiedenen Teams, die sowohl aus Migrantinnen und Migranten als auch aus Einheimischen bestehen. Gleichermaßen haben einige grenzüberschreitende Projekte und Netzwerke in Europa, wovon viele von Programmen der Europäischen Kommission, wie Erasmus+, finanziert und organisiert werden, die Nutzung des Sports auf diese Art und Weise gefördert.

Ein Beispiel hierfür ist das European Sport Inclusion Network (ESPIN), bestehend aus Nichtregierungsorganisationen und großen Sportorganisationen aus sieben Mitgliedsstaaten, die eine Reihe von Leistungen erbracht haben, darunter ein sehr nützliches Handbuch über bewährte Methoden. Ein weiteres Beispiel ist MATCH, ein zweijähriges, grenzüberschreitendes EU-Sportprojekt, unterstützt vom Grundtvig Programm der Kommission. Hierbei geht es darum, diejenigen, die im Bereich Training und Organisation des Sports tätig sind, zusammenzubringen. Das soll zu einer Zusammenarbeit führen, bei der alle Beteiligten ihre Ideen teilen und gemeinsam neue Ansätze für die Eingliederung von Migrantinnen und Migranten entwickeln können.

MigrAtion und SporT – eine CHallenge für Sportvereine sowie für Trainerinnen und TrainerDas MATCH-Projekt war ein zweijähriges Lernpartnerschaftsprojekt von Grundtvig. Das zentrale Ziel des Projekts war es, einen Austausch zwischen Trainerinnen und Trainern und Sportorganisationen in verschiedenen Mitgliedsstaaten zu ermöglichen. Partner wurden zusammengebracht, um ihre Erfahrungen und Ideen bezüglich der Möglichkeit, Sport als Methode zur Integration zu nützen, miteinander zu teilen. Bei diesem Projekt sollte also Wissen darüber, wie Trainerinnen und Trainer und Sportorganisationen die Eingliederung besser unterstützen können, geteilt und verbreitet werden – einerseits durch grenzüberschreitende Partnerschaftstreffen und Studienreisen, andererseits durch Newsletters und Toolkits, die bewährte Methoden hervorhoben, sowie durch praktische Anleitungen für Sporttrainerinnen und Sporttrainer.

 

Ansätze wie die der Projekte MATCH und ESPIN zeigen nicht nur die potenziellen Vorteile auf, die entstehen, wenn Sport zur Unterstützung der Eingliederung genützt wird, sondern auch einige praktische Überlegungen darüber, wie dies erreicht werden kann. Diese, gemeinsam mit der steigenden Anzahl anderer Initiativen in diesem Bereich, sind daher wahrscheinlich interessant für alle Expertinnen und Experten, die im Bereich Sport und Integration tätig sind, wie auch für die Allgemeinheit in Europa.

Ian Atkinson ist stellvertretender Direktor bei Ecorys UK, wo er für die Beschäftigungs-und Arbeitsmarktpolitik, sowie für Forschungsarbeit zuständig ist. Sein Forschungshintergrund und seine Interessen sind, unter anderen, Interventionen hinsichtlich Beschäftigungsfähigkeit, soziale Eingliederung und ergebnisorientierte Zahlungsmechanismen.

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