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Blogg

Das Haus für nachhaltige Lebensmittel: berufs- und generationsübergreifendes Projekt für nachhaltige Lebensmittel

16/04/2020
av Roseline Le Squère
Språk: DE
Document available also in: EN FR

[Übersetzung (Französisch - Deutsch) : EPALE Frankreich]

 

Das Haus für nachhaltige Lebensmittel: berufs- und generationsübergreifendes Projekt für nachhaltige Lebensmittel

 

Schaffung eines alternativen Systems zur Lebensmittelversorgung

Das Projekt Mady&Co in der Südbretagne entstand aus dem Wunsch, nachhaltig zu denken und Umwelt, Gesundheit, Bildung zu verknüpfen.

Mady&Co steht für Maison d’alimentation durable interprofessionnelle et intergénérationnelle pour une alimentation durable (Haus für nachhaltige Lebensmittel: berufs- und generationsübergreifendes Projekt für nachhaltige Lebensmittel).

 

 

 

Ein Projekt, eine Gestalterin:

Hélène Bourguignon, seit 9 Jahren als Beraterin für Unternehmensgründungen tätig, begleitete den Aufbau kleiner Betriebe in der Boutique de Gestion (BGE) in der Region Lorient. Sie war auch Ausbilderin bei Unternehmensgründungen und Projektleiterin bei C2SOL (Kollektiv der Sozial- und Wirtschaftswirtschaft der Region Pays de Lorient).

 

 

Im Lebensmittelsektor, in dem sie die Gründung kleiner Betriebe begleitet hat, hat sie immer wieder die gleiche Beobachtung gemacht. Die Menschen wollen mit lokalen Produkten arbeiten, aber letztendlich kaufen sie von Großhändlern, die Dienstleistungen anbieten, die besser zu ihrer Organisation passen. Wenn man als Gründer eines kleinen Betriebs allein ist, ist es zu kompliziert, sich direkt an den Erzeuger  zu wenden.

Sie ist sich auch bewusst, dass sie es im Rahmen dieser Projekte zur Schaffung von Aktivitäten sehr oft mit Empfängern von sozialen Mindestleistungen zu tun hat. Diese Situation führt sehr oft zu einer Blockadehaltung bei den Banken, wenn die Gründer*innen Anschubfinanzierung für das zu gründende Unternehmen beantragt.

So wurde die Idee geboren: Wie können wir die Ansiedlung lokaler Lebensmittelbetriebe fördern und gleichzeitig berufliche Weiterentwicklung sichern? Und wie können wir das Betriebe im Lebensmittelbereich und die Logistik der kurzen Wege zusammenbringen, damit die Unternehmer lokale Produkte beziehen können?

Als Mutter von 2 Kindern unterstützt sie den (zunehmend geteilten) Wunsch, lokale Produkte anbieten zu können, doppelt. Sie gehört zu denen, die sich gesund und lokal ernähren wollen.

Mady&Co begann 2016 Gestalt anzunehmen, ausgehend von der Idee, gemeinsame Forschungslaboratorien einzurichten.

Heute ist es ein Konzept, das Unternehmern die Möglichkeit bietet, sich dank einer effizienten lokalen Lieferkette mit lokalen Qualitätsprodukten zu versorgen, was letztlich dem Verbraucher den Zugang zu diesen lokalen Produkten ermöglicht.

 

Nachhaltige Umwelterziehung und Ernährungs-/Gesundheitserziehung: der rote Faden des Mady&Co-Projekts

Nachhaltige Entwicklung liegt in der Verantwortung aller. Das Projekt MADY & Co hat zum Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren zu entwickeln, neue Verbindungen herzustellen und gemeinsam für nachhaltige Lebensmittel zu handeln.

 

 

Der Kultursektor verfügt über Medienbibliotheken, Museen und andere Räume zur Förderung der Kultur, der Sportsektor verfügt über Geräte, Sporthallen und Stadien, um aktiven Sport zu fördern; das Projekt MADY & Co schlägt daher vor, Räume und Instrumente zu schaffen, um nachhaltige Lebensmittel zu fördern und den Zugang zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln für alle zu ermöglichen!

 

Mady&Co auf der europäischen Agenda 2030!

Die Agenda 2030 ist „ein Aktionsplan für Menschen, unseren Planeten und Wohlstand“. Mady&Co ist außerdem:

  • Hochwertige Bildung
  • Menschenwürdige Arbeit und Beitrag zu einem günstigen Wirtschaftswachstum
  • Reduzierung der Ungleichheit
  • Verantwortungsvoller Konsum und verantwortungsvolle Produktion
  • Kampf gegen den Klimawandel
  • Frieden, Gerechtigkeit und effiziente Behörden

Dies wird durch die Einrichtung von Ausbildungsgeschäften, den Commerciaux apprenants, erreicht.

Das Projekt ist Teil des Bestrebens, die Verbraucher durch die Intervention von Fachleuten in diesen Räumen aufzuklären und zu sensibilisieren.

„Das erste Pilotprojekt ist ein dritter Standort, der modulare Räume mit Ausbildungsgeschäften und gemeinsamen Küchenlabors anbieten wird.“ Es werden Werkzeuge zur Verfügung gestellt. Aber auch Koch-Workshops: Vermeidung von Lebensmittelvergeudung zum Beispiel. Heute wird das Projekt in einer vorrangigen Vierteln (im politischen Sinne des Wortes) aufgebaut und profitiert bereits von Entwicklungen, die mit der Werte- und Aktivitätskette des Mady&Co-Projekts vereinbar sind (z.B. Zugang zu Kompostplätzen und Gemeinschaftsgärten). Ziel ist die Schaffung eines territorialen Netzes zur lokalen Versorgung und damit eine Vorbereitung anderer Räume in anderen Gebieten der Implantation, indem die Logistikkette entsprechend der bereits im Gebiet vorhandenen Möglichkeiten angepasst wird. Ziel ist es, die Zentren wieder zu beleben, die Nähe wieder herzustellen (Sanierung der lokalen Geschäfte).

 

Bildung und Ausbildung in den Bereichen nachhaltige Lebensmittel / gesunde Lebensmittel / nachhaltiges Lebensmittelunternehmertum

In Verbindung mit den Akteuren des Gebiets, Unternehmer beraten und ausbilden: 4 Mady&Co-Schulungen werden möglich sein:

- DECOUVERTE: für junge Menschen in Ausbildung oder Praktikum und Menschen in sozialer Integration, um Berufe und Interessen durch interprofessionelle und intergenerationelle Übertragung zu entdecken. Ziel ist es, Handwerks- und/oder Kaufmannsberufe wieder zu entdecken und die Entstehung neuer Berufsbilder mit hohem Beschäftigungspotenzial in diesen Branchen zu fördern.

- L’ INCUBATEUR: Um Unternehmensgründer/Unternehmer bei ihren Projekten zu begleiten.

- RUCHE: dabei helfen, den Einstieg zu finden, sich selbst zu testen und unternehmerische Kompetenzen zu entwickeln.


- SOLO: Zugang zu einer Reihe von À-la-carte-Tools, die von der Genossenschaft angeboten werden.

 

 

Wie sieht der Stand der Ausbildung in diesen Bereichen bis 2030 aus?

MADY & Co möchte Akteur dieses wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Übergangs sein mittels eines innovative Ausbildungskonzepts mit folgenden Zielen:

  • Revitalisierung der Zentren durch Unterstützung des lokalen Unternehmertums durch die Schaffung von Ausbildungsbetrieben in Stadtzentren und in vorrangigen Stadtteilen mit einer auf praktischer Ausbildung basierenden Pädagogik.
  • Schulung und Sensibilisierung von Fachleuten der Lebensmittelindustrie und Verbrauchern für die Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung, um damit Veränderungen im Sinne eines nachhaltigen und verantwortungsvollen Einkaufs und Konsums zu fördern und zu initiieren.
  • Junge Menschen, die derzeit auf Arbeitssuche sind, für diese Zukunftsberufe zu mobilisieren, indem Handwerksberufe (Metzgerei, Fischhändler, Restaurant...) in einem neuen Licht dargestellt werden, durch Ausbildungskurse, die den Menschen und die Ökologie mit einem kooperativeren, ethischen und humaneren Lernansatz in den Mittelpunkt des Projekts stellen.

 

 

 

 

Die Auswirkungen von Mady&Co auf das Gebiet der Südbretagne?

  • Es werden Werkzeuge und modulare Räume in dem Gebiet zur Verfügung gestellt, die das Lernen und die Lebensmittelbranche zugunsten einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Ernährung fördern.
  • Bereitstellung eines effizienten lokalen Logistiksystems, das die ökologischen Auswirkungen durch gemeinsame Nutzung von Räumen und Transport reduziert.
  • Erhaltung bis hin zu Erweiterung von landwirtschaftlichen Betrieben zu ermöglichen und die Umstellung von Betrieben auf den ökologischen Landbau zu fördern.
  • Eine Antwort zu geben auf das Thema Beschäftigung in der angespannten Lebensmittelbranche.

 

Kontakt: hello@madynco.fr

 

Dieser Artikel wurde von Roseline Le Squère, Koordinatorin von EPALE France zu den Themen Politik, Projekte und europäische Finanzierung, verfasst und veröffentlicht.

 

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