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EPALE

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Blogg

Weil Europa mehr als eine abstrakte Idee ist

19/11/2019
av Katrin Echtermeyer
Språk: DE

Lesedauer circa 4 Minuten - Lesen, liken und kommentieren!


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Katrin Echtermeyer

Als ich vor zwei Jahren bei der Wisamar Bildungsgesellschaft angefangen habe, hat mich vor allem die europäische Projektarbeit gelockt. Spannende Themen, Teamwork, Herausforderungen und ja, auch das Reisen. Was mir dabei nicht bewusst war: Wie sehr das Ganze mein Bild von Europa ändern würde. Wie sehr aus einer eher abstrakten Idee einer politischen, wirtschaftlichen, kulturellen Gemeinschaft ein sehr konkreter und unglaublich bereichernder Teil meines Alltags werden würde. Deshalb bin ich jetzt EPALE-Botschafterin geworden. Botschafterin für eine Plattform und dahinter für ein Programm, das solche Erfahrungen vielen Menschen ermöglicht, sie vervielfacht und weitergibt. Das ist die Kurzversion.

Der Sprung ins kalte Wasser

Die längere beginnt damit, dass ich an meinem ersten Arbeitstag bei Wisamar zu einem Auftakttreffen für ein Projekt nach Dänemark flog. Ich kannte die Wisamar bereits geraume Zeit, hatte Projekterfahrungen aus früheren Jobs und ein hervorragendes Briefing zum Projektmanagement unter Erasmus+ durch meine neuen Kolleg*innen bekommen. Aber ich hatte gehörigen Respekt vor der Aufgabe und dem, was mich erwarten würde. Doch dann passierte das, was ich seitdem in verschiedenen Projekten und Meetings erleben konnte: Es sitzen Menschen an einem Tisch zusammen mit der festen Absicht, etwas gemeinsam zu entwickeln. Und so unterschiedlich die Hintergründe, Blickwinkel, Herangehensweisen (und Sprachkenntnisse) der verschiedenen Partner oft auch sind – mit dem Verständnis füreinander gelingen auch die Kompromisse miteinander. In guten europäischen Partnerschaften (und zu meinem Glück habe ich bisher mehr solche als andere erlebt) findet sich immer ein gemeinsamer Nenner, der nicht zwangsläufig der kleinste ist. Oder es finden sich kreative, unerwartete Lösungen für Probleme. Dieses Gemeinsame und Verbindende in der Projektarbeit zu erleben, war und ist für mich ein echtes Aha-Erlebnis. Wir repräsentieren in den Projekten natürlich unsere Organisation und immer auch das Land, aus dem wir kommen („Und wie ist das in Deutschland?“), aber wir arbeiten an und für transnationale, europäische Ergebnisse.

Fremd und doch so nah

Und dann treffen wir uns natürlich auch einfach als Menschen. Ganz nebenbei, außerhalb der Meeting-Räume, erfährt man so unglaublich viel über das Leben in den verschiedenen europäischen Ländern. Man bekommt sehr viel intensivere Einblicke in die Stadt, in der ein Projekttreffen stattfindet, als das als Tourist*in in der Regel möglich ist. Nicht im Sinne von Sightseeing, dazu ist selten ausreichend Zeit. Aber in das Alltagsleben, in all die kleinen Details, die wir irgendwie alle kennen und bei denen sich überraschende Unterschiede, aber auch Ähnlichkeiten herausstellen. So unterschiedlich die Arbeitsbedingungen oft sind, so ähnlich sind die Themen, die uns umtreiben, und die Probleme, die uns beschäftigen. So unterschiedlich die Bildungs- und Betreuungssysteme oft sind, so ähnlich sind die Herausforderungen, denen wir uns als Eltern stellen müssen (ja, auch ich mit drei Kindern). So unterschiedlich die Sprachen, die Kulturen, das Essen ... auch sind, so ähnlich sind wir uns in der Neugier, sie kennenlernen (sprechen, hören, erleben, kosten) zu wollen.

Das Gefühl wirklicher Gemeinschaft

Ich denke, wer Europa so erleben kann (und Erasmus+ macht es vielen auf sehr unterschiedliche Weise möglich), wer Europäer*innen in ihrem Alltag begegnen kann, wer sich anderen Europäer*innen fachlich wie menschlich nahe fühlen kann, hat die Chance, die „europäische Gemeinschaft“ wirklich zu spüren. Das ist der Grund, weshalb ich EPALE-Botschafterin geworden bin: Um den Austausch, die Begegnung, das Miteinander von Menschen in Europa zu unterstützen, fachlich wie menschlich. EPALE ist ein sehr geeignetes Werkzeug („tool“ klingt irgendwie besser) dafür, denn es bietet in unserem Arbeitsbereich, der Erwachsenenbildung, auf ganz verschiedenen Ebenen Möglichkeiten, sich fachlich auszutauschen, sich zu begegnen, voneinander zu lernen und miteinander Ideen und Projekte zu entwickeln – online in den Blogs und Diskussionen, mit den Ressourcen und der Partnersuche. Und natürlich offline, im echten Leben, auf den verschiedenen Veranstaltungen von EPALE selbst oder von den vielen interessanten Akteur*innen, die auf EPALE unterwegs sind.


Lesen Sie hierzu auch die anderen Beiträge der Botschafter*innen von EPALE Deutschland.


Hier finden Sie weitere Beiträge von Katrin Echtermeyer:

Von vagen Ideen zu konkreten Projekten: Erasmus+ Kontaktseminare

New Start: Willkommen in Deutschland! Ein Wegweiser für Migranten - Ressource

New Start: Lehrerhandbuch für ein europäisches Training von Migranten und Flüchtlingen - Ressource


Bildrechte: EPALE Deutschland

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