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Das Projekt Erasmus+ zur nationalen Entwicklung des Europäischen Referenzrahmens für Qualitätssicherung in der Berufsbildung

29/05/2020
de Eszter KARVAZY
Limba: DE
Document available also in: HU EN

Auf Empfehlung der Europäischen Kommission nahmen das Europäische Parlament und der Rat am 18. Juni 2009 die Empfehlung zur Schaffung eines Europäischen Referenzrahmens für Qualitätssicherung in der Berufsbildung (European Quality Assurance Reference Framework, EQAVET) an. Die Empfehlung schlug eine Förderung der nationalen Einführung des EQAVET ab 2010 in einem neu entstehenden Netzwerk, dem Netzwerk des Europäischen Referenzrahmens für Qualitätssicherung in der Berufsbildung, vor, die in Kooperation mit den Nationalen Referenzpunkten für Qualitätssicherung in der Berufsbildung realisiert werden sollte.

Ungarn nimmt seit 2005 aktiv an der europäischen fachlichen Zusammenarbeit im Bereich Qualitätssicherung in der Berufsbildung teil. Unser Land ist heute einer der aktivsten Mitgliedsstaaten des EQAVET-Netzwerks. Die fachlichen Arbeitsbeziehungen und die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und dem EQAVET-Sekretariat sind vorbildlich. Ungarn nimmt seit 2007 ständig an der Arbeit der Leitenden Kommission sowie an den jährlichen Treffen und Arbeitsmeetings des Netzwerks und der nationalen Referenzpunkte, an der europäischen fachlichen Entwicklungsarbeit und an der Arbeit der Arbeitsgruppen teil, außerdem ist das Land stets bei den EQAVET-Veranstaltungen und -Konferenzen vertreten und nimmt auf ihnen eine aktive Rolle ein.

Ungarn ist auch unter den EU-Mitgliedsstaaten eines der ersten Länder, die bereits die Harmonisierung ihrer Qualitätssicherungssysteme in der Berufsausbildung mit dem EQAVET-Referenzrahmen realisiert haben.

Das Nationale Amt für Berufs- und Erwachsenenbildung hat bereits 2010 einen nationalen EQAVET-Referenzpunkt eingerichtet.

2015 schrieb die Europäische Kommission das erste Mal eine geschlossene Ausschreibung zur Förderung der Arbeit der nationalen Referenzpunkte aus. Das Amt bewirbt sich seit dem Start des Programms mit Erfolg um die Fördermittel.

Zu den allgemeinen Aufgaben des Referenzpunktes gehört die Einrichtung einer Experten-Arbeitsgruppe für das EQAVET-Netzwerk. Die Mitglieder der Experten-Arbeitsgruppe verwirklichen zusammen mit der Projektrealisierungsgruppe die mittlerweile 2 Jahreszyklen umfassenden Programmpläne. Die Arbeitsplanaufgaben beziehen sich zum einen auf den Jahresplan auf europäischer Ebene, zum anderen werden Entwicklungen auf der Grundlage des speziellen ungarischen Arbeitsumfelds realisiert.

Grundelemente jeder Ausschreibung sind die mit dem Projekt zusammenhängende fachliche Beratung und Begutachtung, die intensive Zusammenarbeit mit den Partnernetzwerken bzw. die Vertretung Ungarns auf internationalen Veranstaltungen.

Die wichtigsten Ergebnisse des das Jahr 2016 einleitenden Zyklus waren die Überprüfung des EQAVET+-Referenzrahmens und die Vorbereitung von dessen nationaler Adaption bzw. die Erarbeitung eines nationalen Prozesses zum EQAVET-Qualitätssicherungszertifikat (EQAVET labelling). Bei der Realisierung des Projekts erarbeitete die Experten-Arbeitsgruppe die Auslegung und Adaption des EQAVET+-Referenzrahmens an die ungarische berufliche Bildung bzw. die Methodik und das Verfahren zur nationalen EQAVET-Zertifizierung.

Während der Realisierungsphase von 2017 bis 2019 erfolgte auf der Basis der Ergebnisse des ersten Zyklus

das Testen des EQAVET+-Referenzrahmens in der Praxis im nationalen Umfeld. Während der Testphase konnten die Mitarbeiter von Berufsbildungszentren und ihrer Mitgliedinstitute an praktischen Schulungen teilnehmen, außerdem wurde das Fachmaterial mit dem Titel „Praktischer Leitfaden für Berufsbildungsinstitutionen zur Durchführung der Selbstevaluation gemäß dem EQAVET+-Referenzrahmen“ zusammengestellt.

Für die Einführung des EQAVET-Zertifizierungsverfahrens wurden die Leitfäden erstellt bzw. eine IT-Plattform wurde geschaffen, über welche das Zertifizierungsverfahren und dessen Bewertung erfolgen kann. 2019 nahmen zehn Erwachsenenbildungseinrichtungen am Zertifizierungsverfahren teil, um das System zu testen, welches die im Rahmen des EQAVET-Programms geschulten Experten realisiert hatten.

Als Ergebnis einer Miniforschung zum Thema Laufbahnverfolgung bzw. der darauf aufbauenden fachlichen Workshop-Arbeiten, die die Experten in den Berufsbildungsinstitutionen durchführten, wurde das Fachmaterial mit dem Titel „Empfehlung zur Methodik für die Laufbahnverfolgung auf institutioneller Ebene in der schulischen Berufsbildung“ erarbeitet.

Zur weiteren Förderung des EQAVET+-Rahmens wurde für die EQAVET-Nutzer im Rahmen der schulischen Bildung zur Verwendung als „Feedbackphase“ eine mehrtägige, aufeinander aufbauende Schulung ausgearbeitet und umgesetzt.

Die 2019 erreichten Ergebnisse führten zu weiteren Entwicklungen, die in der jetzigen Phase, welche bis zum 31. März 2021 dauert, realisiert werden.

Obwohl die einschneidenden Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus auch eine Umplanung des EQAVET-Programms erfordern, wurde mit einer regionalen Vortragsreihe mit dem Titel „Anwendung der Selbstevaluation und der externen Bewertung anhand des EQAVET-Referenzrahmens in den Berufsbildungsinstitutionen“ begonnen, die auch schon an fünf von sieben Orten stattgefunden hat. Veranstaltungsteilnehmer waren die Leiter der Berufsbildungsinstitutionen und die Experten im Bereich Qualitätsverbesserung, die einen Vortrag darüber hören konnten, welche Erwartungen man gemäß dem neuen Berufsbildungssystem im Bereich Qualitätsmanagement erfüllen muss.

Das vom deutschen EQAVET-Referenzpunkt veröffentlichte Material mit dem Titel „Qualitätsmanagement in der betrieblichen Ausbildung im deutschen dualen System“ wurde übersetzt und ist nun auf der Projektwebseite auf Ungarisch bzw. auf der europäischen E-Plattform für Erwachsenenbildung (EPALE) verfügbar. Das Fachmaterial wurde mit Vertretern des Ministeriums für Innovation und Technologie, der Ungarischen Handels- und Industriekammer, der Nationalen Landwirtschaftskammer und weiterer interessierter Parteien abgestimmt, um diejenigen guten Praktiken und Lösungen, die auch für das ungarische System übernommen werden können, zu identifizieren.

Über die weiteren Tätigkeiten erscheinen kontinuierlich Nachrichten auf der Webseite des Projekts bzw. auf der EPALE-Plattform.

A további tevékenységekről folyamatosan jelennek meg hírek a projekt honlapján, illetve az EPALE platformon.

 

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