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Resursă

ÖIBF- Studie: Befragung von Wiener Bildungseinrichtungen- Digitalisierung und Qualitätssicherung

Limba: DE

Postat de EPALE Österreich

Zielgruppe der Befragung waren zum einen Bildungseinrichtungen, die in der Weiterbildungsdatenbank des waff registriert sind, zum anderen alle vom waff anerkannten Bildungsträger (das sind Bildungsträger mit wien-cert, Cert NÖ, OÖ-EBQS, S-QS, Ö-Cert, öffentlich-rechtliche Einrichtungen und Einrichtungen, die direkt von gesetzlichen oder freiwilligen Interessensvertretungen geleitet werden.) Befragt wurden 181 Personen der Geschäftsführungs- bzw. Leitungsebene dieser Bildungseinrichtungen.

Die Literaturanalyse zeigt, dass für Bildungsanbieter erheblicher didaktischer, organisatorischer und technischer Gestaltungsbedarf für erfolgreiche und effektive Lehr- und Lernprozesse mit digitalen Angeboten besteht. Die an der Studie teilnehmenden Weiterbildungseinrichtungen geben mehrheitlich an, sich diesen Chancen und Herausforderungen „digitaler“ / multimedialer Elemente bei Weiterbildungsangeboten zu stellen. Der Ist-stand der Digitalisierung lässt sich wie folgt beschreiben: etwa ein Drittel der Bildungseinrichtungen gibt an, bereits über umfangreiche Erfahrungen bei der Verwendung von digitalen Medien und Methoden zu verfügen. Rund 40 Prozent der Bildungsträger sehen sich selbst allerdings noch in einer intensiven Experimentier- und Erprobungsphase. Zusammen gibt eine deutliche Mehrheit an, sich mit digitalen Medien und Methoden zu beschäftigen. Gründe gegen eine Digitalisierung sind hohe Kosten für Aufbau und Betrieb der digitalen Infrastruktur sowie andere Schwerpunkt im Angebotsportfolio.

Die befragten Weiterbildungsanbieter nennen mehrere mittelfristige Trends für die nächsten fünf Jahre: erwartet wird ein kräftiger Ausbau des Angebots zu digitalen Kompetenzen und zwar unabhängig, ob die Bildungseinrichtungen bereits ein bestehendes Angebot zu digitalen Kompetenzen haben. Wobei jedoch der Ausbau bei jenen Einrichtungen, die bereits ein entsprechendes Angebot haben, nochmals in stärkerem Ausmaß geplant wird. Nach Einschätzungen der Bildungseinrichtungen werden Angebote auf allen Niveaus in Zukunft wichtiger werden, wobei dies spezifisch für die beiden unteren Niveaus in einem etwas stärkeren Ausmaß zutrifft. Es wird vor allem erwartet, dass das mobile Lernen am Smartphone oder Tablet, das Lernen mit und am Computer ablösen könnte. Dazu kommt noch ein höherer Anteil an Virtualisierung, etwa in Form von virtuellen Seminaren (z.B. Webinare, virtuelle Klassenräume) oder webbasierten Selbstlernmodulen. Die Bildungseinrichtungen schätzen weiters, dass sich in Summe auf die Organisationsentwicklung ergeben. Veränderungen ergeben sich vor allem in Bezug auf die Bedeutung des Datenschutzes und des Medienrechtes sowie veränderter Anforderungen an die Lehrenden.

Unterschiede bzw. Schwerpunktsetzungen der Weiterbildungsangebote zeigen sich primär im angebotenen Niveau: die überwiegende Mehrheit der aktuellen Angebote zielt auf ein eher niedrigeres Anforderungsniveau ab (Angebote zu digitalen Kompetenzen auf grundlegendem bis selbständigen Niveau), hoch spezialisierte Angebote sind eher ein Nischenangebot. Dies wird auch für die nächsten fünf Jahre gesehen. Die Angebote richten sich in der Mehrheit an keine spezifischen Zielgruppen. In Bezug auf zukünftige Zielgruppen des Angebotes zu digitalen Kompetenzen wird erwartet, dass unverändert alle Personen angesprochen werden sollen, benachteiligte Gruppen jedoch wichtiger werden. Dies betrifft vor allem Personen mit niedrigem Bildungsniveau, ältere Personen sowie Personen mit geringen Deutschkenntnissen. Ein Rückgang der Angebote zu digitalen Kompetenzen wird nur vereinzelt erwartet.

Herausforderungen durch die Digitalisierung betreffen die Frage des Datenschutzes und der Datensicherheit, aber vor allem den professionellen Umgang mit der möglichen Reduktion der sozialen Beziehungskomponente bzw. Interaktion, die ja ein zentrales Merkmal von Präsenzlernen darstellt. Diese Veränderungen der bisherigen Lehr- Lernsituation hin zur Lernbegleitung stellt zudem vor allem die Trainer/innen neue pädagogisch- didaktische und technische Anforderungen, die auch den Umgang mit strukturell verändertem Vor- und Nachbetreuungsleistungen aufgrund der Flexibilisierung des Lernortes und der Lernzeiten beinhalten werden.

Die Befragung zeigt, dass die überwiegende Mehrheit externe Qualitätssicherungsverfahren einsetzt, v.a. wien-cert, ISO 9001, Cert- NÖ sowie OÖ-EBQS und ISO 29990. Dieser hohe Anteil ist angesichts der Zielgruppe der Befragung wenig überraschend, ist doch im Regelfall eine der hier erhobenen Zertifizierungen als Voraussetzung für die Aufnahme auf die taxative Liste des waff für anerkannte Bildungsträge. Zertifizierungen bei Bildungseinrichtungen tragen vor allem dazu bei Organisationsprozesse zu optimieren und organisatorische Strukturen transparent zu machen. Zusätzlich sind Zertifizierungen aus Sicht der Bildungsträger ein wichtiges Element, um neue Förderschienen zu erschließen und dadurch die Marktposition zu stärken. Hingegen werden Aspekte der Verbesserung der internen Kommunikation und der Steuerungsmöglichkeiten durch die Geschäftsführung eher als neutral bewertet. Dies gilt ebenso für die Verbesserung der Qualität der Lehr- / Lernprozesse, der Erhöhung der Zufriedenheit der Teilnehmer/innen und die Steigerung der Weiterbildungsaktivität des pädagogischen Personals. Im Vergleich der Zertifizierungen zeigt sich, dass mit wien-cert in verstärktem Maße neue Förderschienen erschlossen, die Marktposition gestärkt und eher neue Zielgruppen angesprochen werden.

Der Digi- Winner ist seit 2019 als neues Förderungsangebot in die ausdifferenzierte Wiener Förderlandschaft (z.B. waff, AK, AMS) speziell für berufliche Aus- und Weiterbildungen im Bereich Digitalisierung positioniert worden. Einem Drittel der befragten Weiterbildungsanbieten (bzw. konkreter bei den an der Erhebung teilnehmenden leitenden Personen) ist der Digi- Winner als Förderangebot ein halbes Jahr nach der Einführung bekannt. Bei den restlichen Weiterbildungsanbietern konnten nun im Zuge der Studie der Digi- Winner erstmalig vorgestellt werden.

Autorul(-ii) resursei: 
Norbert Lachmayr, Martin Mayerl (öibf)
Data publicării:
Marţi, 18 Februarie, 2020
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Tipul de resursă: 
Studii și rapoarte:
Țară:
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