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ESF-Bericht 2007-2013 weist positive Effekt von Bildung bei Ausgleich gesellschaftlicher Benachteiligungen nach

06/10/2015
de Ricarda Motschilnig
Limba: DE
Document available also in: EN

ForscherInnen gelangen zu einem überaus positiven Resümée und empfehlen, Lifelong Guidance künftig auszubauen und mehr in die Bildungsmaßnahmen zu integrieren.

Fast 300.000 Beratungskontakte und über 20.000 qualifizierte Personen binnen sechs Jahren belegen, dass es sich bei „ESF-Beschäftigung im Bereich Erwachsenenbildung“ um ein Förderprogramm mit weitreichenden Wirkungen handelte. Für die neue Förderperiode empfehlen die ForscherInnen des Institut für Höhere Studien (IHS), die Bildungsberatung noch stärker auf bildungsbenachteiligte Personen auszurichten. Zudem schlagen sie – angesichts der ermittelten Bedarfe für die Zukunft – einen Ausbau der Vorbereitungskurse für den Pflichtschulabschluss und der Basisbildungsangebote vor.

Bildung als Möglichkeit des Mittuns

Die AutorInnen heben im Synthesebericht vor allem die Umsetzung von Lifelong Guidance als Förderung der Hilfe zur Selbsthilfe hervor. Sie habe wesentlich zu einer verbesserten Situation von TeilnehmerInnen mit Multiproblemlagen beigetragen, den Abbau von Barrieren und die Integration von bildungsbenachteiligten Personen in das Bildungssystem und den Prozess des lebenslangen Lernens unterstützt.

Mit den Maßnahmen ist es in vielen Fällen gelungen, ausgleichend auf gesellschaftliche Benachteiligungen zu wirken. An den Qualifizierungsmaßnahmen haben überdurchschnittlich häufig Personen mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Elternhäusern teilgenommen und davon profitiert. "Für besonders von Exklusion bedrohte Personengruppen wie AsylwerberInnen, subsidiär Schutzberechtigte und anerkannte Flüchtlinge stellen die Qualifizierungsangebote im Rahmen des ESF eine der wenigen Möglichkeiten zur Teilhabe an Bildung dar“ beschreibt Gabriele Pessl, Mitautorin des Endberichts und IHS-Forscherin, eine Facette von Integration durch das ESF-Programm. Allerdings sind in diesem Zusammenhang gesetzliche Barrieren wie Beschäftigungsverbote und lange Asylverfahren zum einen sehr belastend, zum anderen erschweren sie die Integration." Im Bericht wird hierzu die kritische Einschätzung einer Zielgruppenexpertin anonym wiedergegeben: „Wenn die Gesellschaft so massiv diskriminieren will, ja, dann hilft aber Bildung nur sehr bedingt“.

Mehr als 20.000 KursteilnehmerInnen

Insgesamt haben 20.658 Personen an Qualifizierungsmaßnahmen während der Programmlaufzeit von sechs Jahren teilgenommen. 60% davon waren Frauen und 40% Männer. Im Laufe der Periode wurden einige dieser Maßnahmen nur mehr national finanziert, wodurch die Zahl der TeilnehmerInnen an den ESF-geförderten Angeboten abgenommen hatte.

"Die im Rahmen der Kursteilnahme erzielten Wirkungen sind beachtlich: Zum einen sind Wirkungen breit gefächert und reichen vom Erreichen der Qualifizierungsziele und Abschlüsse bis zu psychosozialen Wirkungen auf der Ebene des Selbstbewusstseins und der Ausweitung von Handlungsspielräumen. Zum anderen gelingt einem hohen Anteil der AbsolventInnen im Anschluss die Integration in (weiterführende) Ausbildung und in Beschäftigung" fasst Gabriele Pessl den Erfolg zusammen.

Niederschwellige Bildungsberatung

Im Vordergrund der Bildungsberatung im Rahmen der vergangenen ESF-Periode stand das Ziel, eine niederschwellige Bildungsinformation und Bildungsberatungsservices auf- und auszubauen und das in allen Bundesländern. Mehr als 295.000 Beratungen wurden durchgeführt. Umgesetzt wurde dieses Ziel durch Information, Beratung und Orientierung für Bildung und Beruf sowie mit Angeboten im Sinne von Lifelong Guidance.

Betrachtet man die soziodemographische Struktur zusammenfassend, dann ist der/dem BeraterIn dabei typischerweise eine Frau zwischen 25 und 44 Jahren als zu Beratende gegenüber gestanden. Bundesweit ließen sich nämlich zu 65% Frauen beraten und mit 44% waren die meisten Beratenen zwischen 25 und 44 Jahre alt.

In der bereits angelaufenen Förderperiode sollen die Netzwerke der Bildungsberatung in den Bundesländern noch mehr und vor allem zielgerichteter bildungsbenachteiligte Personen erreichen, empfehlen die ForscherInnen. Auch soll Lifelong Guidance im Rahmen der LLL-Prinzipien noch stärker mitgedacht werden. Als geeignete Maßnahme nennen sie bspw. die Einbindung der anbieterunabhängigen Bildungsberatungsnetzwerke in die Umsetzung von Bildungsmaßnahmen, wie etwas durch Übernahme von Nachbetreuungsaufgaben.

Weitere Informationen:

Redaktion, Text: CONEDU

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