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Praxisstudie: E-Learning unter der Gleichstellungsbrille

Durch den Lockdown mussten viele Bildungsanbieter ihre Präsenzangebote in den virtuellen Raum verlagern. Das Arbeitsmarktservice Österreich beleuchtet in einer Praxisstudie, welche Auswirkung die Umstellung auf weibliche Teilnehmende hatte.

 

Die Ergebnisse zeigen, dass der unterschiedliche Zugang von Männern und Frauen zu technischer Ausstattung kleiner wird, allerdings gibt es nach wie vor Differenzen, die z.B. mit der sozioökonomischen Situation der Frauen zusammenhängen. Interviews zeigten, dass bei Vorhandensein von z.B. Tablets oder Laptops im Haushalt diese in Bezug auf Homeoffice oder Weiterbildung vorwiegend von Männern genutzt werden. Die Herstellung einer ruhigen Lernumgebung ist insbesondere für Mütter von Kindern unter 14 Jahren häufig nicht möglich. Hinsichtlich digitaler Kompetenzen heben die AutorInnen hervor, dass 86% der befragten Frauen über sehr gute digitale Grundkompetenzen verfügen. 42% wünschen sich noch mehr digitale Weiterbildungen. Im Zuge der Lockdowns konnte mehr als die Hälfte ihre digitalen Skills ausbauen.

 

Besonders gering qualifizierte, lernungewohnte Frauen sowie Frauen mit Betreuungspflichten und Frauen mit eingeschränkten Sprachkenntnissen in Deutsch müssen stärker in die Gestaltung von digitalen Bildungsangeboten einbezogen werden, so die AutorInnen der Studie.

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Arbeitsmarktservice Österreich
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