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Handbuch und Methoden zu Verbraucherbildung für Erwachsene

Ein Handbuch und eine Methodenmappe bieten Infos und Anleitungen für die Erwachsenenbildung, um nachhaltigen Konsum zu thematisieren. (Lesezeit ca. 4 Minuten)

Ein Handbuch und eine Methodenmappe bieten Infos und Anleitungen für die Erwachsenenbildung, um nachhaltigen Konsum zu thematisieren. (Lesezeit ca. 4 Minuten)

Das Handbuch "Gute Wahl" und die Methodenmappe zu nachhaltigem Konsum in der Erwachsenenbildung sind Ergebnisse des EU-Sokrates-Projektes Consumer Education for Adults, für das aus Österreich die Umweltberatung, die Pädagogische Akademie des Bundes Wien und die Bundesarbeiterkammer mitgewirkt haben. Im Handbuch und der Methodenmappe finden ErwachsenenbildnerInnen Informationen, Anleitungen und Methodentipps für Bildungsangebote, die sich mit Themen der Nachhaltigkeit beschäftigen.

Infos zu aktivem BürgerInnentum und Konsumverhalten

Im Handbuch finden in der Erwachsenenbildung tätige Personen Informationen zu aktivem BürgerInnentum, KonsumentInnenpolitik und -KonsumentInnenpsychologie. Die AutorInnen des Werks erläutern, welche Rolle ErwachsenenbildnerInnen am Weg zu einer aktiven BürgerInnenschaft einnehmen und betonen die Bedeutung einer Entwicklung von Wissen, das alle Gruppen und Klassen der Gesellschaft berücksichtigt. Zusätzlich sei wichtig, so die AutorInnen, dass Lernende ihre eigene Rolle als KonsumentInnen kritisch reflektieren und Grundlagen für nachhaltigen Konsum wie z.B. wie man als KonsumentIn einen Einkauf plant, kennen lernen.

Tipps für die Kursplanung in der Erwachsenenbildung

In einem Kapitel zur Verbraucherbildung für Erwachsene erhalten ErwachsenenbildnerInnen Tipps zu Strategien für die Kursplanung. Indem sie z.B. bereits im Vorhinein überlegen, wer ihre TeilnehmerInnen sein können, beschäftigen sich ErwachsenenbildnerInnen mit Bedürfnissen und Interessen der Zielgruppe und können erste Schwerpunkte abschätzen. Anhand von Beispielen aus der Praxis, wie z.B. der Veranstaltung "Faires Essen für eine bessere Welt" demonstrieren die AutorInnen des Handbuchs den Aufbau eines Bildungsprogramms inkl. Zeitplan, Material, Inhalt, Evaluation und Reflexion des Lehrenden.

Gesundheitsverhalten reflektieren

In spezifischen Schwerpunkten finden ErwachsenenbildnerInnen Einstiege in Themenkomplexe wie z.B. "persönliche Gesundheit und soziale Fürsorge". Schlüsselfragen wie "Was verstehen wir unter Gesundheitsförderung?", "Wozu benötigen wir Leistungen der gesundheitlichen und sozialen Fürsorge?" oder "Was sind individuelle Gefahrenquellen für die Gesundheit?" sollen es den TeilnehmerInnen ermöglichen, das eigene Gesundheitsverhalten zu reflektieren. Anschließend sollen in Schlüsselaktivitäten erste Überlegungen zur Umsetzung von gesundheitsfördernden Maßnahmen im eigenen Lebensstil bewerkstelligt und Diskussionen mit anderen KurteilnehmerInnen zu Risiken und Nachteilen im eigenen Gesundheitsmanagement durchgeführt werden.

Den Wert von Lebensmitteln kennen und schätzen lernen

In der zur Verfügung gestellten Methodenmappe finden sich zahlreiche Methoden zu den Themen nachhaltiger Lebensstil, Lebensmittel, Textilien, Verbraucherbildung, Konsumverhalten, Wohnen und Kommunikation. In einer Methode zu Modul Lebensmittel findet sich z.B. das Rollenspiel "Bitter-süße Schokolade". Dabei nehmen die TeilnehmerInnen verschiedene Rollen wie z.B. HandelsvertreterIn, MilchlieferantIn oder KakaobauerIn ein und schätzen, wie viel von 40 Schokoladen-Stücken der jeweiligen Rolle auf dem Weltmarkt zustehen. Lehrende finden zusätzlich Informationen zur Entstehungsgeschichte von Schokolade und die Auflösung zum Rollenspiel.

Gemeinsam Ideen weiterentwickeln

In der Methode "Ideenkreis" stellen die Lehrenden eine übergeordnete Frage wie z.B. Wie könnte ein umweltgerechtes und sozial verträgliches Entsorgungskonzept für Textilien aussehen? Anschließend gliedern die Lehrenden gemeinsam mit den Lernenden die Frage in Teilfragen, wie z.B. Wie und durch wen wird gesammelt? Welche Kriterien für die Sortierung gibt es? Die TeilnehmerInnen notieren die Fragen auf einzelnen Formularen. Sie bearbeiten anschließend in Kleingruppen die Formulare und wechseln nach vier Minuten zum nächsten Formular mit einer anderen Teilfrage. So können die Ideen der Vorgruppe weiterentwickelt werden.

Durch Reflexion die Lebensqualität verbessern

Mithilfe der Methode der "Phantasiereise durch meine Wohnung" sollen die TeilnehmerInnen Aufmerksamkeit für Aspekte in der eigenen Wohnung entwickeln, die das eigene Wohlbefinden bzw. die Gesundheit stören können, wie z.B. Lärm oder Unordnung. Dafür schließen die Teilnehmenden die Augen und lassen sich von den Anweisungen der/des Lehrenden leiten. Anschließend erhalten sie ein Bild und können markieren, welche Wohnungsbereiche sie als Risiko- und Belastungsfaktoren wahrnehmen. Die Vorlagen zu den Anweisungen und dem Bild befinden sich ebenfalls in der Methodenmappe.

Das Handbuch sowie die Methodenmappe sind frei downloadbar. Sie wenden sich sowohl an in der Erwachsenenbildung tätige Personen, die für KonsumentInnen relevante Themen in ihre Kurse einbringen möchten als auch an ExpertInnen, die sich über geeignete Methoden in der Erwachsenenbildung sowie über die Planung und Durchführung von weiterbildenden Maßnahmen zur Umweltbildung informieren möchten.


Weitere Informationen:


Text/Author of original article in German: Jennifer Friedl/CONEDU Redaktion/Editing of original article in German: Lucia Paar/CONEDU Bilder/Pictures: Pixabay-Licence, Free-Photos, pixabay.com

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