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Wie geht „Bildung schnell online“: Ein Bausteinmodell

01/04/2020
door CONEDU Austria
Taal: DE
Document available also in: HR CS

Angesichts der aktuellen Corona-Krise sind viele ErwachsenenbildnerInnen gefordert, Bildungsveranstaltungen kurzfristig in den Online-Raum zu verlagern. Wie das gelingen kann, zeigt Birgit Aschemann in einem aktuellen Video von CONEDU. Sie präsentiert darin ein Bausteinmodell, das aus einer Online-Kursumgebung, Live-Treffen, Lernbausteinen und Kommunikationstools besteht. Dabei handelt es sich um eine pragmatische Lösung, um schnell online gehen zu können und Absagen von Bildungsveranstaltungen zu vermeiden. (Lesedauer: ca. 4 Minuten)

Video: CC BY 4.0 CONEDU, März 2020

Vier Elemente für eine Online-Veranstaltung

Das Modell besteht aus vier zentralen Elementen bzw. Funktionen, die mit wenigen Tools erfüllt werden können:

Zunächst braucht es eine Online-Kursumgebung, wo zentrale Informationen, Dokumente und Termine gesammelt sind. Diese soll einfach zu bedienen sein und jedenfalls den Upload und Download von Dateien ermöglichen. Beispiele hierfür sind das Lernmanagementsystem Moodle oder die Projektmanagement-Software Trello.

Live-Online-Treffen sind wichtig, damit sich die Lerngruppe kennenlernen und ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln kann. Auch vortragsähnliche Inputs lassen sich über ein solches Live-Treffen vermitteln. Als Tools eignen sich die Videokonferenzsysteme Zoom oder Jitsi.

Lernbausteine wie etwa Texte, Übungen, Videos oder Präsentationen sind oft für eine Präsenzveranstaltung bereits vorbereitet. Diese können in den Onlineraum hochgeladen, im Internet recherchiert oder neu erstellt werden – beispielsweise mit der Videosoftware loom oder als Gemeinschaftsprojekt mit Padlet oder Edupad.

Als Kanal für die rasche Kommunikation in der Gruppe bietet sich beispielsweise der sichere Messenger Signal an. Damit können sich Kleingruppen untereinander abstimmen oder unkompliziert direkt mit der Kursleitung in Kontakt treten.

Lehr-Lerneinheiten mit verschiedenen Elementen planen

Aus den vier Grundelementen können Lerneinheiten von unterschiedlicher Dauer und mit unterschiedlichen Zielsetzungen geplant werden.

Ein halbtägiges Online-Training kann beispielsweise mit einem Online-Kickoff in Form eines Live-Treffens beginnen, das die Gruppe zum Kennenlernen und zum Besprechen wichtiger Informationen nutzt. Das Technik-Intro wird hierbei bereits vorab durchgeführt, sodass Technisches und Inhaltliches getrennt sind. Danach folgt ein Impulsreferat durch Kursleitung und das selbständige Bearbeiten einer Aufgabe, wobei die Kursleitung bei Fragen individuell per Messenger berät. Die Ergebnisse werden auf der Online-Lernumgebung geteilt oder per Screensharing gezeigt. Am Schluss trifft sich die Gruppe noch einmal online für Diskussion, Transfer und Abschluss.

Bei einem eintägigen Online-Seminar empfiehlt es sich, drei Live-Treffen – anfangs, nach der Mittagspause und zum Abschluss – einzuplanen. Dazwischen arbeitet die Gruppe mit Lernbausteinen, Messenger App und auf der Kursplattform. Gerade bei langen Online-Sequenzen ist es wichtig, zwischendurch auch Einzelarbeiten einzuplanen, sodass die TeilnehmerInnen sich auch zurückzuziehen und individuell auf eine Aufgabe konzentrieren können.

Auch längere Lehrgänge können so durchgeführt werden, in denen sich gemeinsame Online-Lehrgangsphasen von ein bis zwei Tagen mit Selbstlernphasen abwechseln. In der Selbstlernphase arbeiten die TeilnehmerInnen eigenständig anhand von Aufgabenstellungen und dokumentieren ihre Ergebnisse auf der Kursplattform. Denkbar sind auch stärker konstruktivistische Settings, in denen TeilnehmerInnen ihre eigenen Projekte entwickeln.

Umstieg erfordert Mut und Experimentierfreude

Gerade, wenn der Umstieg auf Online-Bildungsveranstaltungen aufgrund eines aktuellen Bedarfs rasch erfolgen soll, ist Mut und Experimentierfreude nötig. Für Lehrende gilt es, sich nicht entmutigen zu lassen, sondern neue Räume zum gemeinsamen Lernen zu schaffen und kreativ zu planen.


Weitere Informationen:


Text/Author: Karin Kulmer/CONEDU
Redaktion/Editing of original article in German: Birgit Aschemann/CONEDU
Video: CC BY 4.0 CONEDU, März 2020

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