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Projekt des Museums von Warschau „Warschau für die mittlere Stufe“, oder Museumspädagogik im Dienste des Fremdsprachenunterrichts und des kulturellen Erfahrungsaustauschs.

25/10/2019
door Katarzyna Zak-Caplot
Taal: DE
Document available also in: PL EN

Wenn wir über zeitgenössische Museumspädagogik sprechen, fällt uns sofort der Begriff "partizipatives Museum" ein. "Partizipation" bedeutet im musealen Kontext (kurz "Miterleben") von Interpretationen, Erfahrungsaustausch und Vernetzung, um die Ausstellung gemeinsam zu erleben. In diesem Austausch von Gefühlen sowie kulturellen und historischen Erfahrungen sind die Parteien Besucher und das Museum und seine Mitarbeiter, einschließlich Pädagogen. Gleichzeitig ist die Teilnahme am Museum nicht nur die Interaktion des Besuchers mit den Elementen der Ausstellung, sondern auch die Interaktion der Besucher untereinander, vor allem aber die Vorbereitung des Besuchers auf eine völlig neue Rolle - die Rolle des Autors. Besucher werden durch eigenständige Aktionen und in Zusammenarbeit mit anderen Besuchern Mitgestalter der von der Institution präsentierten Inhalte (Simon N .: 2015, Museum Laboratory. Community, Warschau, Warsaw Museum 2015, S. 26).

            

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Dieses Projekt wurde in diesem Jahr mit einem Sonderpreis anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des European Language Label in Europa ausgezeichnet.

Der Besucher-Autor nutzt das Museum und seine Ausstellungen, um kreativ nach Antworten auf die Fragen zu suchen, die ihn beschäftigen. Zugleich knüpft er bewusst soziale Beziehungen mit Personen mit ähnlichen Interessen und Ansichten, schafft sich einen neuen Raum für Diskussionen und Erkundung dessen, was neu und unbekannt ist, und entwickelt dabei seine Kreativität.

Die obigen Prozesse wären jedoch ohne Kommunikation nicht möglich. Diese erlaubt es nämlich, Fragen zu stellen, Ansichten auszutauschen und soziale Bindungen zu knüpfen. Damit jedoch eine effektive Kommunikation gewährleistet ist, muss man Voraussetzungen für eine aktive Sprachinteraktion schaffen. Zu diesem Zweck hat das Muzeum Warszawy (dt. Museum von Warschau) das Projekt „Warschau für die mittlere Stufe“ vorbereitet.

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Die ANFÄNGE, oder wie man seine Leidenschaft in ein Projekt verwandelt

Das Projekt entstand durch die Kombination von zwei beruflichen Leidenschaften (der Arbeit in einer Museumsbibliothek und der jahrelangen Erfahrung im Fremdsprachenunterricht), privatem Interesse an allem, was anders und kulturell anders ist, und dem Wunsch, das unbegrenzte Potenzial der Sammlungen des Museums von Warschau und Möglichkeiten zu nutzen, welche diese Fremdsprachenlehrern und Sprachkursteilnehmern bieten könnten.

Das Museum von Warschau ist eine wunderschöne, historische Institution im Herzen der Warschauer Altstadt, deren Lagerhäusern sich über 230.000 Objekte befinden, die als Illustration und Anregung für die Diskussion über so ziemlich alle Themen dienen können, die sich ein Fremdsprachenlehrer erträumen kann.

Das außergewöhnliche, labyrinthartige Innere beherbergt 21 manchmal sichtbare und manchmal versteckte Themenräume, die dazu anregen, dort interessante Sprachkurse und Museumsspiele zu organisieren. Die Themenräume sind sehr oft an bestimmte lexikalische Themen angelehnt, die im Unterricht aller möglichen Sprachen vorkommen. Bei der Dauerausstellung „Warschauer Gegenstände“ findet man u. a. den „Kleidungsraum“, wo man einen Überblick über die Warschauer Mode seit dem Mittelalter erhält und wo auch eine interessante Sammlung von Galanterie und Utensilien findet; den „Warschauer Uhren-Raum“, wo jedes Exponat eine andere Uhrzeit anzeigt und dabei auf eine charakteristische Art und Weise tickt und schlägt; den „Warschauer Tafelsilber- und Plattierungsraum“, wo elegante Haushaltsgegenstände präsentiert werden und den „Porträtraum“, in dem man Bilder bekannter und anonymer Einwohner der Hauptstadt aus verschiedenen Zeiten, Ständen und Professionen finden kann. Einige Räume laden dazu ein, darin ausgewählte grammatikalische Themen. Der „Warschauer Ansichten-Raum“, „Postkartenraum“ und „Fotoraum“ laden dazu ein, Vergangenheitsformen zu nutzen, um die Hauptstadt von gestern mit der Hauptstadt von heute zu vergleichen, oder den Konjunktiv, um sich vorzustellen, wie Warschau aussehen könnte, wenn es nicht im Zweiten Weltkrieg zerstört worden wäre. Die gesamte Ausstellung wird durch die „Warschauer Daten“ ergänzt. Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von Modellen, Daten und Statistiken, die auf eine moderne und optisch attraktive Art und Weise dargestellt werden (das Erlernen von Numeralien unter dem Gewölbe eines wunderschönen mittelalterlichen Kellers hinterlässt bei den Kursteilnehmern einen bleibenden Eindruck).

Das Museum von Warschau hat auch neun Niederlassungen, darunter Bezirksmuseen wie das Muzeum Warszawskiej Pragi (dt. Museum von Warschau-Praga) oder das Muzeum Woli (dt. Museum von Warschau-Wola); Themenmuseen wie das Centrum Interpretacji Zabytku (dt. Zentrum für Denkmaldeutung), das Muzeum Farmacji (dt. Pharmaziemuseum) oder das Muzeum Drukarstwa (dt. Buchdruckmuseum), das historische Martyriummuseum in Palmiry oder die Altstadt-Barbakane. Jede der vielen Dauer- oder Wechselausstellungen, die sich dort befinden, verfügt über verschiedene Werkzeuge, die während des Unterrichts sehr nützlich sind. Dazu gehören: Multimediabildschirme, Kurzfilme, die an alte Wochenschauen angelehnt sind (diese eignen sich nicht nur für Übungen im Hörverstehen, sondern ermöglichen es die damaligen Realien kennenzulernen und darüber zu diskutieren) oder das Archiv der gesprochenen Geschichte (in dem es Aufnahmen von Menschen verschiedenen Alters mit unterschiedlichen Aussprachen und Sprachweisen gibt).

Eine Fundgrube an sprachlichem und historischem Wissen stellt die Bibliothek des Museums von Warschau dar, die in ihren Sammlungen Bücher über wahrscheinlich jeden Aspekt unserer Stadt enthält, und zwar nicht nur in polnischer Sprache. Dank der grundlegenden Revitalisierung, die sowohl das Museum als auch die Bibliothek in den Jahren 2013-2017 durchlaufen haben, ist das Projekt durch einen Raum mit einem multimedialen Whiteboard bereichert worden, um den Unterricht in Form eines Museumslesesaals durchführen zu können.

 

PROGRAMM vs. KOMPETENZEN

Bei der Erstellung des Lehrplans und der Festlegung des während des Unterrichts verwendeten Materials, d. h. bei der Festlegung der spezifischen Ziele, die ich durch das Projekt erreichen möchte, habe ich mich an den Europäischen Referenzrahmen für Sprachen gehalten und die Kompetenzen und Kommunikationsthemen ausgewählt, die in einer Museumsbibliothek realisiert werden können.

Zuerst habe ich mich auf die Entwicklung bestimmter Sprachkompetenzen konzentriert (das Fragen nach dem Weg, das Kaufen eines Tickets, das Ausleihen eines Buches, das Lesen und Verstehen der in der Ausstellung präsentierten Botschaften und Texte, der Diskussion über neu erlernte Fakten und neu gewonnene Erfahrungen und Eindrücke), die notwendig sind, um das Angebot nicht nur unseres Museums, sondern jedes polnischen Museums voll ausschöpfen zu können, denn das zweite, jedoch nicht zweitrangige Ziel des Projekts ist war es, Ausländer zu ermutigen, polnische und polnischsprachige Kultureinrichtungen zu besuchen und ihnen komfortable Bedingungen für den Unterricht und den Erfahrungsaustausch basierend auf einem Sicherheitsgefühl und Vertrauen zu schaffen.

Neben den wichtigsten Sprachkompetenzen können in dem Museum und der Bibliothek soziolinguistische und pragmatische Kompetenzen entwickelt werden. Da das Museum von Warschau ein solch breites Angebot bietet, können sich die Sprachkursteilnehmer in unterschiedlichen Rollenspielen versuchen. Sie können in die Rollen eines Besuchers, eines Lesers, eines Museumshop- oder Café- oder Kinokunden schlüpfen, der etwa über Warschau erfahren, die Zeit bei einer Vorführung eines konkreten Films verbringen oder ein schönes Souvenir aus der Hauptstadt kaufen möchte.

Aber Sprachkompetenzen sind nicht alles. Wenn ein Teilnehmer seiner Familie oder seinen Bekannten von seinen Eindrücken vom Aufenthalt in Warschau erzählen möchte, dann reichen Sprachkompetenzen, ungeachtet dessen, welche Sprache er spricht, nicht aus. Er muss etwas über diese Stadt wissen. Er muss auch wissen, wo er diese Informationen erhalten kann. Allgemeine Kompetenzen sind nicht nur unter dem Gesichtspunkt des Kommunikationsflusses und der Kommunikationstiefe wichtig, sondern auch wegen der Einbeziehung der Museumspädagogik, die den Schwerpunkt auf den Austausch von kulturellen und historischen Erfahrungen und den Aufbau von Gemeinschaften auf der Grundlage gemeinsamer Ideen legt.

Die Fähigkeit, Informationen in einer fremdsprachigen Umgebung zu erwerben, ist äußerst nützlich. Das Fehlen einer Strategie zur Informationsgewinnung ohne ausreichende Kenntnisse der Sprache der Umgebung, in der man lebt, kann nicht nur viel Stress, sondern auch viele Lebensprobleme verursachen.

Und schließlich, last but not least es braucht deklaratives Wissen und heuristische Kompetenzen. Es ist unmöglich, Sprache von Kultur zu trennen, und Kultur von Sprache. Die Einbettung der Sprache in die Kultur ermöglicht es, neue Zusammenhänge, Informationen und Reflexionen sowohl in der Muttersprache als auch in der Fremdsprache zu vermitteln. Was ist die Einbettung in die Kultur? – Darunter versteht man das Verweisen auf Literatur, Kunst, Brauchtum, Geschichte und die Verbindungen zur eigenen Kultur. Es gibt wahrscheinlich keine besseren Orte dafür als Museen und Bibliotheken.

 

ZUSAMMENARBEIT

Das Projekt „Warschau für die mittlere Stufe“ nahm seinen Anfang in der Zusammenarbeit zwischen dem Museum von Warschau mit dem Centrum Języka Polskiego i Kultury Polskiej dla Cudzoziemców POLONICUM Uniwersytetu Warszawskiego (dt. Zentrum für die polnische Sprache und die polnische Kultur für Ausländer POLONICUM der Universität Warschau), dem ich 2017 anbot, eine Reihe von Kursen vorzubereiten, die den Teilnehmern von Sommerkursen an der Universität Warschau varsavianische Themen näher bringen. Damals entstand auch die Idee, dass der Unterricht für Ausländer hauptsächlich auf Polnisch stattfinden sollte, wobei die Sprache jedoch an das entsprechende Niveau der Teilnehmer angepasst sein sollte.

In den folgenden Jahren lud das Museum von Warschau nicht nur seine Filialen: das Ośrodek Dokumentacji i Badań Korczakianum (dt. Dokumentations- und Forschungszentrum Korczakianum), das Museum von Warschau-Praga oder das Zentrum für Denkmaldeutung, sondern auch benachbarte Kultureinrichtungen mit Sitz in der Altstadt oder in deren unmittelbarer Umgebung: die Biblioteka Muzeum Literatury (dt. Bibliothek des Literaturmuseums), die Biblioteka Instytutu Historii PAN im. Prof. Janusza Tazbira (Prof.-Janusz-Tazbir-Bibliothek des Instituts für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften) und die Biblioteka Archiwum Głównego Akt Dawnych (Bibliothek des Hauptarchivs für alte Akten).

                    

ARTEN DER IM RAHMEN DES PROJEKTS UMGESETZTEN AKTIVITÄTEN

 

Unterricht nach dem CLIL-Bildungsansatz

Die Hauptaktivität des Projekts bildete zunächst der Museumsunterricht nach dem CLIL-Bildungsansatz. Die Vorbereitung des Unterrichtsszenarios war damals eine große Herausforderung, da das Museum von Gruppen sehr unterschiedlicher Größe und mit einem unterschiedlichen Sprachniveau besucht wurde, welches sich häufig von dem angegebenen unterschied. Da solche Bedingungen eines hohen Engagements und der Beteiligung des Kursleiters erforderten, nahm der Unterricht die Form eines interaktiven Rundgangs durch die Ausstellung mit dem Fremdsprachenlehrer-Führer an, bei dem die Gruppe Aufgaben löste, indem sie entsprechend ausgewählte Ausstellungsräume betrat. Die gemeinsame Besichtigung der Ausstellung bietet auch eine Gelegenheit für Diskussionen, den Erfahrungsaustausch, das Bekanntmachen der Museumsmitarbeiter mit den Eindrücken der aus anderen Ländern und kulturellen Kreisen stammenden Gäste.

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Fremdsprachenunterricht mit fachlichen Inhalten

            

Seit den Beginn der Arbeiten an didaktischen Materialien über Warschauer Legenden im Jahr 2019 findet auch stationärer Unterricht im Lesesaal statt (der manchmal durch einen Bildungsgang durch die Altstadt ergänzt wird). Das ursprüngliche Ziel des Unterrichts war es, für die Veröffentlichung vorbereitete und sprachlich angepasste Texte und Sprachübungen zu testen. Dank der positiven Bewertung der Kurse, sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Fremdsprachenlehrern, wurden diese dauerhaft in unser Angebot eingeführt. Dazu gehören beispielsweise „Wars i Sawa = Warszawa” (Stufe A1/A2) oder „Legendy warszawskie” (B2/C1).

Der Inhalt und der Umfang des für den 90-minütigen Unterricht aufbereiteten Materials werden jeweils mit dem Fremdsprachenlehrer besprochen, der tagtäglich mit den Unterrichtsteilnehmern arbeitet, und an das Sprachniveau der künftigen Teilnehmer angepasst.

                

Stadt- und Museumsspiele

Stadt- und Museumsspiele bieten viele Möglichkeiten, neue historische und kulturelle Inhalte einzuführen und sind gleichzeitig eine attraktive Möglichkeit, lexikalisches und grammatikalisches Material zu wiederholen. Darüber hinaus ermöglichen die Spiele den praktischen Einsatz von Informationsstrategien und das Treffen von Entscheidungen, welche Strategien in einer bestimmten Situation am effektivsten und schnellsten sind (Herunterladen von Informationen aus dem Internet, Befragen von Passanten oder Museumsmitarbeitern, Überprüfen von Broschüren, Informationstafeln usw.).

Derzeit bietet das Museum drei Stadtspiele an: „Legendäre Altstadt“ (Stufe B1/B2), „Kulturelle Altstadt“ (Stufe B1/B2) und „Auf den Spuren der Warschauer Legende“ (B2/C1). Die Aktivitäten dauern zwischen 90 und 180 Minuten (je nach Thema und Teilnehmerzahl). Die Teilnehmer werden in Gruppen eingeteilt, erhalten Karten mit eingezeichneten, zu besuchenden Orten, Fragenformulare und eventuell ein Glossar in englischer Sprache. Die Gewinner erhalten Museumswerbegeschenke, Tickets oder Veröffentlichungen. Alle Teilnehmer erhalten kleine Geschenke (z.B. Handyhüllen, Reflexionselemente), die jedes Jahr für das Projekt vorbereitet werden. Der Spielverlauf wird von Mitarbeitern des Museums von Warschau überwacht, die die Spielteilnehmer bei Bedarf in jeder Phase des Spiels unterstützen.

Bei legendenbezogenen Spielen sind gibt es zusätzliche Aufgaben im Leseverstehen in Form angepasster Legendenfragmente, mit denen sich die Teilnehmer vertraut machen müssen und zu denen sie bestimmte Anweisungen befolgen müssen bzw. zu denen man ihnen kreative Schreibaufgaben stellt.

Museumsspiele weisen eine sehr ähnliche Struktur auf. Nach einer kurzen Einführung und Erläuterung der Aufgaben, hauptsächlich auf Polnisch, werden die Teilnehmer in Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe erhält ihr eigenes farbiges Abzeichen (dank dem die Mitarbeiter des Museums wissen, dass sie mit diesen Personen nur Polnisch sprechen sollten), eine Route und ein Aufgabenblatt mit einem kleinen englischen Glossar. Die Gruppen besichtigen das Museum gemäß festgelegten Routen und führen Aufgaben durch, die mit den ausgewählten Objekten und Orten (Bibliothek, Kino, Café, etc.) verbunden sind. Nach dem Ende treffen sich die Gruppen in der Bibliothek, wo ein Mitarbeiter die Richtigkeit der Antworten überprüft und die Schüler zusätzliche lexikalische Übungen in Erwartung der Ergebnisse durchführen. Alle werden mit kleinen Geschenken belohnt. Die Gewinner erhalten Preise.

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Museumsspiel

                              

Methodische Workshops für Polnischlehrer aus dem Osten

Im Rahmen des Projekts werden auch Methodikworkshops für Lehrer durchgeführt, die Polnischkurse hauptsächlich in der Ukraine und Weißrussland führen.

Im Jahr 2016 veröffentlichte das Museum von Warschau das in Polen und im Ausland preisgekrönte Buch „Warschauer Legenden. Anthologie“. Auf dessen Basis entstanden viele Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Rahmen des Projekts „Warschau für die mittlere Stufe“. Ihre Erfahrung teilen die Ausbilder mit den Lehrern in 90-minütigen Workshops, in denen die Teilnehmer in die Rolle ihrer Schüler schlüpfen, einen 30-minütigen lehrreichen Spaziergang auf den Spuren der Legenden in der Altstadt absolvieren, an 30-minütigen Workshops für Grundschüler teilnehmen, um sich schließlich im Leseraum zu treffen, um dort zu lernen, wie man Stadtspiele und Fremdsprachenunterricht mit fachlichen Inhalten organisiert.

                   

DIDAKTISCHE MATERIALIEN

Für das Jahr 2019 habe ich die Veröffentlichung der ersten Projektpublikation „Legenden der Altstadt in Warschau. Auswahl von Texten zum Erlernen von Polnisch als Fremdsprache mit Übungen“ geplant. Das Übungsbuch enthält entsprechend angepasste Legendentexte und Angaben zu Orten, an denen die Legendenhandlungen spielen. Diese werden um lexikalische und grammatikalische Übungen ergänzt, die an die Warschauer Realien angelehnt sind. Das Ganze wird durch Glossare in Polnisch (Synonyme), Englisch, Russisch und Chinesisch ergänzt, die sich am Ende jeder Lektion befinden. Die Veröffentlichung endet mit einer Ideenschmiede, in der Fremdsprachenlehrer u.a. Lehrer Anregungen für die Arbeit mit einem Arbeitsbuch und den Legenden im Allgemeinen finden.

Die grafische Gestaltung der Veröffentlichung ist an die Legendenanthologie angelehnt, die zuvor vom Museum von Warschau veröffentlicht worden ist. Das Übungsbuch soll im vierten Quartal 2019 erscheinen.

             

ZUSAMMENFASSUNG

Das Projekt „Warschau für die mittlere Stufe“ entstand dank einer neuen Herangehensweise an das Potential des Museums von Warschau als Institution, die sich um das polnische Kulturerbe kümmert und den Reichtum seiner Sammlungen auf innovative Weise nutzt, die über seine satzungsmäßige Tätigkeit hinausgeht. Die Attraktivität des Projekts gewährleistet die Verbindung der vielfältigen Kompetenzen seiner Schöpfer und Umsetzer, die über Erfahrungen im Sprach- und Museumsunterricht verfügen.

Die im Rahmen des Projekts durchgeführten Kurse ermöglichen es den Teilnehmern, ihre Sprach-, Kultur- und Informationskompetenzen zu verbessern, die zu einer besseren Integration in das polnischsprachige Umfeld beitragen, ihnen die Möglichkeit geben, ihr Allgemeinwissen zu erweitern und über ihren Platz in Kultur und Geschichte nachzudenken, und sie ermutigen, das kulturelle Angebot von Museen, Bibliotheken und anderen kulturellen Einrichtungen als sichere und freundliche Orte zu nutzen und die sprachlichen Herausforderungen zu verstehen, die vor Ausländern in Polen stehen.

Gleichzeitig ermöglicht die Beherbergung einer so großen Zahl von Ausländern aus allen Regionen der Welt Kuratoren und Pädagogen, die im Museum präsentierten Ausstellungen und ihre Arbeit im Allgemeinen durch das Prisma anderer historischer und kultureller Erfahrungen zu sehen.

In den kommenden Jahren plant das Museum von Warschau, eine Reihe von didaktischen Materialien für Lehrer von Polnisch als Fremdsprache auf der Grundlage der Erfahrungen ausländischer Museen und Bibliotheken vorzubereiten, die die Mitarbeiter im Rahmen des Programms Erasmus+ Aktion 1 sammeln werden.

  

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1 - 2 van 2 weergegeven
  • afbeelding van Beata Ciężka
    Z wielkim zainteresowaniem przeczytałam o projekcie. Ciekawa jestem wyników ewaluacji oddziaływania tego projektu (czy była prowadzona?) i poznania na ile jego cele związane z kompetencjami językowymi i kulturowymi zostały osiągnięte. Czy przyjęta metoda okazuje się skuteczna? Niesłabnące zainteresowanie projektem jest już pewnym wskaźnikiem jego atrakcyjności dla odbiorców, ale aż prosi się, żeby zobaczyć na ile faktycznie spełnia cele edukacyjne i kulturotwórcze.
  • afbeelding van Katarzyna Zak-Caplot
    Pani Beato, 

    Zajęcia metodą przedmiotowo-językową staramy się przygotowywać w konsultacji z lektorami. Ustalamy wtedy jaki materiał leksykalny/gramatyczny zostanie omówiony/powtórzony z daną grupą. Gry muzealne to również atrakcyjna forma powtórki.

    Pisemna ewaluacja przeprowadzana jest od 2017 roku łącznie z ewaluacją letniego kursu języka polskiego, organizowanego przez UW, w ramach której uczestnicy wypowiadają się na temat atrakcyjności tej formy nauki i ich subiektywnych odczuć, dotyczących jej efektywności. Studenci, którzy mają możliwość dobrowolnego udziału w trzech różnych aktywnościach, oceniają je jako bardzo pozytywnie.

    Obecnie planujemy przygotowanie materiałów, które pozwoliłyby lektorom samodzielnie prowadzić zajęcia na naszej wystawie głównej. Materiał zostanie podzielony na etapy: 1) przed przyjściem do muzeum, 2) na wystawie, 3) podsumowanie i powtórzenie po wizycie. Dzięki takiemu układowi lektorzy będą mogli poznać faktyczną efektywność takiej formy zajęć językowych i podzielić się nią z potem nami.

    Popularność  projektu, a także jego innowacyjność na polskim gruncie, pozwoliła nam uzyskać certyfikat jakości w nauczaniu języków European Language Label 2019.