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Themenwoche! Für Europa eine Bereicherung Inklusion und Vielfalt in der Erwachsenenbildung

Auch in der Erwachsenenbildung ist Inklusion wichtig. Die EPALE Themenwoche stellt verschiedene Projekte vor, in denen das Thema eine Rolle spielt.

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Start der Themenwoche am 25.07.2022!

Inklusion - ein großes Thema

Mit Inklusion ist es ähnlich wie mit Erasmus. Menschen, die Erasmus hören, denken automatisch an den Hochschulbereich. Das fällt auch nach neun Jahren noch auf, in denen Erasmus das Pluszeichen trägt und neben der Hochschule auch die Bildungsbereiche von Erwachsenenbildung, Berufsbildung, Schul- und Jugendbildung abdeckt. Auch der Begriff Inklusion, der oft mit einem Blick auf Menschen mit Behinderung gesehen wird, wird inzwischen viel weiter gefasst. Das bildet auch das Programm Erasmus+ ab. Es geht darum Inklusion und Vielfalt in Europa durch Bildungszusammenarbeit in allen Bildungssektoren ins Bewusstsein zu heben und Schritte zur Umsetzung zu machen. Menschen werden in den Blick genommen, die in unseren Gesellschaften aus verschiedensten Gründen von Ausgrenzung bedroht oder bereits betroffen sind. Mit Erasmus + kann mit- und voneinander gelernt werden.

In einem Gespräch mit Prof. i.R. Dr. Karl-Ernst Ackermann, der bis 2011 Inhaber des Lehrstuhls für Geistigbehindertenpädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin war und aktuell Mitglied im Redaktionsteam der Zeitschrift Erwachsenenbildung und Behinderung ist, wurde schnell deutlich, dass sich in der theoretischen Diskussion zu Inklusion in Deutschland doch auch alle einig sind, dass Inklusion intersektional gesehen werden muss; der Bereich von Menschen mit Behinderung ist eher exemplarisch zu verstehen. Anhand der großen Gruppe von Menschen mit geistiger Behinderung kann man die Probleme, die es bei der Umsetzung der sehr anspruchsvollen Zielsetzungen im Rahmen von Inklusion gibt, deutlich machen.

Wie sieht es in der Erwachsenenbildung aus?

„In den 80iger Jahren hatte sich neben dem System der allgemeinen Erwachsenenbildung ein Sonder-System von Bildungsangeboten für Erwachsene mit Behinderungen vor allem in Werkstätten und Wohneinrichtungen entwickelt. Beide Systeme arbeiteten mehr oder weniger isoliert voneinander, ohne sich gegenseitig wahrzunehmen oder miteinander zu verzahnen. Vor allem fehlte es an Kompetenzen für eine inklusive Erwachsenenbildung.“

Mit der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich inzwischen schon einiges bewegt. So hat sie unter anderem erheblich dazu beigetragen, den Gedanken einer inklusiven Erwachsenenbildung zu legitimieren sowie bildungspolitisch wahrnehmbar zu machen. Inzwischen geht es darum, an Stelle der beiden voneinander isolierten Systeme von Erwachsenenbildungsangeboten ein inklusives Bildungssystem für alle Menschen zu etablieren. Dabei gilt es, Inklusion als regulative Idee zu verstehen, die Orientierung für die Praxis gibt. Der Prozess der Umsetzung kann nur im Rahmen von Projekten erfolgen, in denen die Idee kontinuierlich an der Praxis überprüft und gegebenenfalls modifiziert wird. Dementsprechend liegt die Umsetzung noch weit hinter der Zielsetzung zurück.

Die EPALE Themenwoche stellt an fünf Tagen ganz verschiedene Projekte vor, in denen das Thema Inklusion eine Rolle spielt. Lesen Sie und kommentieren Sie gerne die Beiträge.

Erasmus+ - eine Bereicherung für die Erwachsenenbildung.


Übersicht der Beiträge der Erasmus+ Themenwoche Inklusion

   
Themenwoche Inklusion Lebenshilfe _____________________________________

Montag, den 25.07.2022

Teilhabe für alle - Neue Ansätze in der Bildungsarbeit als Schlüssel für eine gelungene Inklusion

Themenwoche Inklusion FIETE ____________________________________

Dienstag, den 26.07.2022

FIETE - Förderung der Inklusion: Erwachsenenbildung trifft Europa

Themenwoche Inklusion Suchtzentrum Leipzig ____________________________________

Mittwoch, den 27.07.2022

Inklusion im Erasmus+ Projekt "Safe international"

Themenwoche Inklusion AEWB Niedersachsen____________________________________

Donnerstag, den 28.07.2022

Inklusion in Österreich erleben

Themenwoche Inklusion Sprachenschule

Freitag, den 29.07.2022

Inklusion und Binnendifferenzierung im Sprachunterricht

 

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Gesundheitsmanagement ist ein wichtiges Inklusionsthema bei Migrant*innen einschließlich Flüchtlingen. Einen Beitrag dazu leistet das ERASMUS+-Projekt "MIG-DHL - DEVELOPMENT OF A TRAINING PROGRAM FOR IMPROVING DIGITAL HEALTH LITERACY OF MIGRANTS". Das Ziel des Projektes ist es, die digitale Gesundheitskompetenz von Migrant*innen durch die Vermittlung von relevantem Wissen und Fähigkeiten zu verbessern. Das Projekt sensibilisiert darüber hinaus Migrant*innen für die Bedeutung der digitalen Gesundheitskompetenz und soll sie befähigen, eine aktivere Rolle in ihrem eigenen Gesundheitsmanagement zu spielen. Migrant*innen, die bereits längere Zeit in Deutschland leben, werden einbezogen und geschult, um Neuankömmlinge unterstützen zu können. Zudem werden Gesundheitsfachkräfte geschult. Mehr dazu gibt's auf https://mig-dhl.eu/de/ .

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