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Blog

Erfahrung trifft auf Innovation: Jung und Alt nur gemeinsam erfolgreich!

18/09/2017
minn Hartmut SCHÄFER
Lingwa: DE
Document available also in: EN ES

von Sindy Wuerffel, Projektmanangement international bei der IHK Projektgesellschaft Ostbrandenburg

 

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 Immer öfter treffen in Unternehmen mehrere Generationen aufeinander, was nicht selten zu Konflikten führt, andererseits aber ein immenses Potential  birgt. Erfolgreiche Unternehmen benötigen beides: das Innovationspotential der Jungen aber auch das Erfahrungswissen der älteren Kollegen. In einem Erasmus+-geförderten Projekt entwickelten Projektpartner Werkzeuge und ein Training für Personalverantwortliche, mit denen intergenerationelles Lernen und das kooperative Miteinander am Arbeitsplatz gefördert werden.

 

Warum Intergenerationelles Lernen?

Unternehmen sind nicht nur mit dem demografischen Wandel konfrontiert, sondern auch zunehmend mit wissensintensiven Prozessen. Damit gewinnt der Wissensaustausch zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitern gleich mehrfach an Bedeutung. Bei der Frage der Organisation des Lernens von- und miteinander am Arbeitsplatz stoßen die Unternehmen allerdings an ihre Grenzen. Vor allem in klein- und mittelständischen Betrieben sind Ressourcen und Knowhow für das Management von Wissen rar. Parallel wird Lernen am Arbeitsplatz von und mit den Kollegen unterschiedlichen Alters zukünftig mithilfe digitaler Unterstützung einfacher, schneller und selbstverständlicher. Damit wird Intergenerationelles Lernen zu einem wichtigen Aspekt Lebenslangen Lernens. Das Projekt WINGS4Success verdeutlicht die stark integrierende und wissenserhaltende Funktion von intergenerationellem Lernen. Ältere Mitarbeitende bleiben beruflich up-to-date und müssen nicht fürchten, den Anschluss zu verlieren. Jüngere Mitarbeitende profitieren von der Expertise und den praktischen Erfahrungen der älteren Kolleginnen und Kollegen. Explizites und implizites Wissen wird zwischen den Generationen systematisch ausgetauscht und bleibt somit dem Unternehmen erhalten.

 

Wie sind KMU in Bezug auf intergenerationelles Lernen aufgestellt?

127 Unternehmen in 4 unterschiedlichen Regionen Europas wurden online und in Interviews befragt, ob und wie sie die Zusammenarbeit zwischen Generationen und den Wissenstransfer gestalten. Die Befragung war nicht repräsentativ, konnte aber dennoch Anhaltspunkte für die weitere Arbeit liefern. Die rege Teilnahme, vor allem an der Online-Umfrage, zeigte ein Bewusstsein für bevorstehende demographische Herausforderungen und die damit zusammenhängende Bedeutung von intergenerationeller Kooperation und Wissenstransfer. Die Erkenntnisse aus den Befragungen sollten den Stellenwert intergenerationellen Denkens und Handelns in Unternehmen beleuchten. Die Ergebnisse zeigten, wie Einsichten und ihre schwierige Umsetzung verzahnt sind: Unternehmen sahen innerbetriebliches Wissen und deren Wissensträger als eine der wertvollsten Ressourcen in Unternehmen und erkannten die Vorteile einer bewussten Steuerung von  generationenübergreifendem Lernen. Gleichzeitig stellte dies eine große Herausforderung dar. Von konkreten Maßnahmen dazu wurde nur vereinzelt berichtet. Grundsätzlich ergab die Umfrage, dass es sinnvoll ist, intergenerationelles Lernen in die  Personalentwicklungsstrategie des Unternehmens zu integrieren und speziell eine Person als „zuständig“ für intergenerationelles Lernen im Unternehmen zu beauftragen sowie diesen einschlägig weiterzubilden.

 

Wer kann in KMU Intergenerationelles Lernen voranbringen und wie? Antworten liefert eine Weiterbildung

Personen in führenden Funktionen, z.B. Geschäftsführung, Abteilungsleitung, Teamleitung oder Personalmanagement, sind die Schlüsselfiguren, da sie lenkend eingreifen, Wissens- mit Arbeitsprozessen verzahnen und eine gute Arbeitsatmosphäre schaffen können. Die erhobenen Bedarfe und Anforderungen der Unternehmen sowie Ansätze betrieblicher Good Practice von Unternehmen für Unternehmen bildeten die wesentliche Grundlage für die Konzipierung einer Weiterbildung für diesen Personenkreis. Zusammen mit Erfahrungsträgern aus Österreich, Spanien, Portugal und Griechenland erarbeitete und erprobte die IHK-Projektgesellschaft mbH im Projekt ein Trainingskonzept für Unternehmensmitarbeitende mit Führungsverantwortung. Die Teilnehmenden sollten darin sensibilisiert und geschult werden, wie generationenübergreifender Wissens- und Erfahrungsaustausch am Arbeitsplatz gefördert werden kann. Zentral waren Lernaktivitäten unter anderem zu folgenden Themen: den Blick schärfen für Unterschiede innerhalb der Belegschaft, generationengerechte Mitarbeitergespräche, Stärken und Schwächen von Alt und Jung, eine wissensorientierte Unternehmenskultur und intergenerationelle Lernprozesse.

 

Das Trainingskonzept

Das Trainingskonzept richtet sich an Bildungseinrichtungen sowie Unternehmen und verbindet Präsenzlernen mit Phasen des Selbststudiums. Dafür steht ein Kurskonzept (Curriculum) sowie eine kostenfrei zugängliche Online-Lernplattform zur Verfügung, die Lernmodule mit praktischen Tools kombiniert. Das Konzept kann auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Interessenten können sich jedoch auch im Selbststudium durch die Themenwelt „IGL am Arbeitsplatz“ bewegen. Die Projektergebnisse stehen auf der Website www.wings4success.eu zur Verfügung wie auch der Zugang zur Lernplattform nach Anmeldung.

 

                   

 

Projekttitel: Work Based Intergenerational Learning in SME - a Key Factor for Success (WINGS4Success)

Projektnummer: 2014-1-DE02-KA202-001391

Projektdauer: 01.09.2014 – 31.08.2017

Koordinator: IHK-Projektgesellschaft mbH, Puschkinstraße 12b, 15236 Frankfurt (Oder)                                       

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Ein Projekt der IHK-Projektgesellschaft mbH Ostbrandenburg

Website / Kontakt: www.wings4success.eu, Hartmut Schäfer, Sindy Würffel (projekt@ihk-projekt.de)

 

                                                                         

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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

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