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Blog

Das Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission für 2016 und die Erwachsenenbildung

14/12/2015
minn Katrin Handler
Lingwa: DE
Document available also in: EN

Ian Atkinson ist stellvertretender Direktor bei Ecorys in Großbritannien, wo er führend ist in der Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik sowie bei der Forschungsarbeit. Hier berichtet er über das Arbeitsprogramm für 2016 und seine Bedeutung für die Erwachsenenbildung.

Durch das kürzlich verabschiedete Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission für 2016 „Jetzt ist nicht die Zeit für Business as usual“ verweilt der Fokus der Kommission darauf, die Erwachsenenbildung zu nützen, um die Agenda für zukunftsfähige Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum zu unterstützen. Unter dem Thema Neue Impulse für Arbeitsplätze, Wachstum und Investitionen werden zahlreiche geplante Initiativen aufgezählt, von welchen einige für die Erwachsenenbildung voraussichtlich besonders relevant sind. Obwohl das Arbeitsprogramm lediglich einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten der Kommission im kommenden Jahr bietet, deuten die geplanten Initiativen auf einen fortlaufenden Fokus darauf hin, dass die Ziele der Strategien Europa 2020 sowie ET 2020 erreicht werden.

Die erste der Initiativen, die in dem Programm hervorgehoben werden, die Agenda für neue Kompetenzen, stellt einen Teil der laufenden Bemühungen dar, Menschen so auszustatten, dass sie sich erfolgreich am Wettbewerb – im Kontext der sich rasch ändernden und neu entstehenden Arbeitsmärkte – beteiligen können. Wenngleich die Details zu der Initiative erst ausgearbeitet werden, deuten Hinweise bezüglich der Förderung von „lebenslange[n] Investitionen in Menschen“ sowie der Fokus auf das Angebot von Kompetenzunterstützung in einer Reihe von Lernkontexten – einschließlich Berufs- und Hochschulbildung – darauf hin, dass die Initiative für die Erwachsenenbildung besonders relevant sein wird. Was die Agenda für neue Kompetenzen betrifft, so ist auch ein voraussichtlicher Schwerpunkt auf Anpassungsfähigkeit sichtbar, vor allem durch den Hinweis im Arbeitsprogramm auf ihre fördernde Funktion beim „Erwerb von digitaler Kompetenz und Hochtechnologiekompetenz sowie von Lebenskompetenzen, die für eine aktive Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an einer sich verändernden Arbeitswelt und an sich verändernden Gesellschaften erforderlich sind“.

Des Weiteren konzentriert sich das Arbeitsprogramm auf die Unterstützung der Lern- und Fähigkeitsentwicklung für spezielle Gruppen. Beispielsweise nimmt es Bezug auf die kontinuierliche Arbeit an der Umsetzung der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen, die bis zu 650.000 jungen Menschen dabei helfen soll, Arbeitsplätze, Lehrlingsausbildungen, Praktika oder Weiterbildungen in Europa zu finden. Eine weitere neue Initiative für 2016, Neubeginn für berufstätige Eltern, beschäftigt sich ebenfalls mit Frauen und Familien. Bei dieser Initiative soll es darum gehen, dass eine passende Work-Life-Balance für erwerbstätige Eltern gewährleistet und die Erwerbsbeteiligung der Frauen erhöht wird. Wieder können wir annehmen, dass irgendeine Art von Aktivität im Bereich der Erwachsenenbildung höchstwahrscheinlich Teil der Vorgehensweise diesbezüglich sein wird.

Obgleich so manches Detail dieser Initiativen erst erarbeitet werden muss, veranschaulichen sie das anhaltende Engagement für die Förderung des Lernens als Möglichkeit, zu mehr und zu besseren Jobs zu gelangen, sowie einen Fokus darauf, spezielle Gruppen mit potenziellen Benachteiligungen hinsichtlich der Teilnahme am Arbeitsmarkt zu unterstützen. Es wird interessant werden, zu sehen, wie sich diese Initiativen und die weitere Agenda, die sie unterstützen, in den nächsten Monaten von der Perspektive der Erwachsenenbildung aus entwickeln.

Anmerkung: Dieser Artikel ist eine Übersetzung aus dem Englischen.

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