Skip to main content
Blog
Blog

Die Praxis der Organisationsentwicklung

Beim 3. Bamberger Forum für Erwachsenenbildung und Weiterbildung vernetzten sich Theoretiker, Praktiker und Studierende miteinander und tauschten sich in diversen Arbeitsgruppen zu unterschiedlichsten Themen aus. „Was vom Tage übrig blieb: Einblicke in die Praxis der Organisationsberatung“ lautete das Thema der neunten Arbeitsgruppe. Lesen Sie hier, was der Inhalt der Arbeitsgruppe war.

Lesedauer circa 3 Minuten - Lesen, liken und kommentieren!


Das 3. Bamberger Forum für Erwachsenenbildung und Weiterbildung fand dieses Jahr am 23. November 2019 unter dem Thema „Zusammenarbeiten?! Interdisziplinär – Multiprofessionell – Kooperativ“ statt. Theoretiker, Praktiker und Studierende konnten sich hier miteinander vernetzen und sich in diversen Arbeitsgruppen zu unterschiedlichsten Themen austauschen. „Was vom Tage übrig blieb: Einblicke in die Praxis der Organisationsberatung“ lautete das Thema der neunten Arbeitsgruppe. Moderiert wurde dieser Workshop von Oliver König, Organisationsentwickler und Coach (König Consulting).

Interdisziplinär, inter- und so weiter – passiert jeden Tag

Zunächst wies Herr König darauf hin, dass er Formen multiprofessioneller und interdisziplinärer Zusammenarbeit regelmäßig in seinem Arbeitsalltag erlebe: „Interdisziplinär, interkulturell, inter- und so weiter – passiert jeden Tag“.

Was ist Organisationsentwicklung?

Die Teilnehmenden beschäftigten sich zunächst mit der Frage, was man unter Organisationsentwicklung (OE) überhaupt versteht. Es wurde in mehreren Kleingruppen darüber diskutiert und die Ergebnisse wurden auf einem Flipchart festgehalten. Ein Gedanke war beispielweise, dass mit dem Begriff der Organisationsentwicklung ein Fortschritt oder eine Veränderung verknüpft ist. Gleichzeitig können solche Veränderungen auch zu Angst und Widerstand bei den betroffenen Mitarbeitenden führen. Oliver König stellte uns im Anschluss seine drei Leitprinzipien dar. Eine „Strategie“ sei immer essentiell, damit der Betrieb dauerhaft überleben kann. Organisationsentwicklung stelle zudem einen „Prozess“ dar, der mit veränderten Strukturen zusammenhängt. Die „Kultur“ des Unternehmens, ebenso wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen allerdings dabei nicht aus den Augen verloren werden.

Praxisbeispiel: Führungskräfte-Curriculum für einen Radiosender

Anschließend berichtete uns Herr König von einem seiner Projekte bei einem Radiosender. Auch das Radio wurde in den letzten Jahren modernisiert und es hat sich viel verändert. Neue Strukturen und Arbeitsabläufe erfordern neues Denken und Handeln. Dabei ist es wichtig, die Zusammenarbeit unter den Wellen und die Kultur zu wahren bzw. wieder neu zu entwickeln. Diese und noch weitere Herausforderungen wurden beim Curriculum in die Hand genommen. In Herrn Königs Augen ist das Wichtigste in diesem Prozess gewesen, aufzuzeigen wie Organisationsentwicklung funktioniert, damit der Betrieb aufkommende Probleme selber lösen kann.

Organisationsberatung vs. Unternehmensberatung

Nach dem Praxisbeispiel hat sich die Gruppe gefragt, was nun der Unterschied zwischen Organisationsentwicklung und der Unternehmensberatung ist. Inwiefern unterscheidet sich Herrn Königs Arbeit mit denen von Unternehmensberatern? Die Unternehmensberatung wirft einen genaueren Blick auf die betriebswirtschaftlichen Probleme, also ist der Ansatz schlichtweg ein anderer als bei Organisationsentwicklung. Herr König sieht seinen Ansatz eher pädagogisch ausgerichtet. Seine obersten Ziele sind zunächst, dass mit der Organisationsentwicklung ein Lernprozess und damit auch eine Verhaltensänderung (z.B. in der Kommunikation) verbunden sind.

Schwierige Aufträge

Abschließend hat Herr König noch erwähnt, dass Projekte auch nicht immer erfolgreich sind, wie in einem Praxisbeispiels erklärt: Ein Automobilzulieferer, der es seit Beginn gewohnt ist nur mit einem Produkt erfolgreich zu sein, hat durch den technischen Fortschritt plötzlich Probleme. Das Produkt verliert an Wert, es kommt zu Entlassungen. Die Strategie des Betriebes ist erneut, wieder ein einzelnes Produkt zu entwickeln, was hoffentlich dann „boomt“ - Leider mit mäßigem Erfolg, weil das Unternehmen nicht an einen Wechsel hin zu einer größeren Produktvielfalt denkt. In Herrn Königs Worten wäre in einem solchen Fall „ein Kulturentwicklungsprozess von Nöten“.

Organisationsentwickler – „Experten für den pädagogischen Prozess“

Der Workshop hat uns gezeigt, dass Organisationsberatung sich als ein langer und oft nicht leichter Prozess präsentiert. Als Ergebnis konnte festgehalten werden, dass es bei dieser Aufgabe vor allem wichtig ist, die Mitarbeitenden und die Flexibilität der Organisation zu berücksichtigen. Organisationsberatung gestaltet und begleitet Veränderungsprozesse, um so das Unternehmen zu befähigen mit ihren Aufgaben, Strukturen und ihrer Kultur flexibel auf die unterschiedlichsten Anforderungen zu reagieren. Diese Veränderungsprozesse sind oft Lernprozesse, die von einem „Experten“ für die pädagogische Praxis, wie in unserem Workshop zum Beispiel von Oliver König, geleitet und unterstützt werden.


Lesen Sie auch die Blogbeiträge zu den anderen Arbeitsgruppen auf dem III. Bamberger Forum für Erwachsenen- und Weiterbildung 2019.
Login (3)

Want to write a blog post ?

Don't hesitate to do so! Click the link below and start posting a new article!

L-aħħar diskussjonijiet

EPALE 2021 Thematic Focuses. Let's start!

We invite you to enrich what is set to be an intense year ahead with your contributions and expertise! Let's start by taking parto in this online discussion. The online discussion will take place Tuesday 9 March 2021 from 10 a.m. to 4 p.m. CET. The written discussion will be introduced by a livestream with an introduction to the 2021 Thematic Focuses, and will be hosted by Gina Ebner and Aleksandra Kozyra of the EAEA on the behalf of the EPALE Editorial Board.

More

Diskussjoni ta’ EPALE: Il-forniment ta’ tagħlim ta’ ħiliet bażiċi

Il-ħiliet bażiċi huma trasversali. Dawn mhumiex rilevanti biss għall-politika edukattiva, iżda huma rilevanti wkoll għall-politiki tal-impjiegi, tas-saħħa, soċjali u ambjentali. Il-bini ta’ miżuri ta’ politika koeżivi li jappoġġjaw lill-persuni bi ħtiġijiet bażiċi ta’ ħiliet huwa meħtieġ mhux biss biex il-Perkorsi ta’ Titjib tal-Ħiliet ikunu suċċess, iżda wkoll biex jgħinu fil-bini ta’ soċjetajiet aktar reżiljenti u inklużivi. Id-diskussjoni online se ssir f’din il-paġna fis-16/17 ta’ Settembru bejn l-10:00 u s-16:00 CET u se tkun immoderata mill-Koordinaturi Tematiċi ta’ EPALE tal-EBSN

More