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Kommunikative und soziale Kompetenzen in diversen Teams

„Kommunikative & soziale Kompetenzen als Voraussetzung einer Arbeit in diversen Teams“ - ein Workshop von Robert "Bob" Harst auf dem 3. Bamberger Forum 2019.

Lesedauer circa drei Minuten - Lesen, liken und kommentieren!


Heikel, dennoch wichtig – die Einschätzung der eigenen Kompetenzen

Kommunikative und soziale Kompetenzen gewinnen in der Arbeitswelt stetig an Bedeutung. In Stellenausschreibungen und in (fast) jedem Vorstellungsgespräch werden Bewerber*innen nach ihren „sozialen und kommunikativen Kompetenzen“ befragt – typische Frage eines verantwortlichen Personalers: „Wie schätzen Sie ihre eigenen Kompetenzen im sozialen Umgang mit ihren Kollegen und ihre kommunikativen Stärken ein?“.

Das heißt also, spätestens bei einem Vorstellungsgespräch sollte (oder könnte) jeder eine eigene Vorstellung davon haben, wie sich sein persönlicher Umgang mit dem Kollegenkreis und den Vorgesetzten gestaltet: Ist man vielleicht eher der introvertierte Typ, der lieber für sich im stillen Kämmerlein arbeitet? Ist man der extrovertierte Typ, der keine Probleme damit hat, auf andere Menschen zuzugehen? Wie verhält man sich, wenn es zu Reibereien in einem Team kommt – werden Konflikte einfach ausgesessen bzw. von „oben“ befriedet, oder werden Konflikte offen angesprochen und lösungsorientiert angegangen? Kann man zusammen mit anderen Menschen an einem Projekt arbeiten und welche Rolle nimmt man innerhalb der Gruppe ein (oder wenn es größer wird, in einem Netzwerk)?

 „Marshmallow-Challenge“

Um die Bedeutung kommunikativer Kompetenzen zu verdeutlichen, wurde im Workshop mit der Methode der sogenannten „Marshmallow-Challenge“ gearbeitet. In dieser Gruppenübung bekamen die Zuhörenden vom Referenten Robert „Bob“ Harst eine kurze Kostprobe davon, wie sich Formen der Zusammenarbeit auf Basis unterschiedlicher gruppendynamischer kommunikativer und sozialer Kompetenz gestalten können.

Den Teilnehmenden wurde die Aufgabe gestellt, aus verschiedenen Materialien (20 Spaghetti, einer Schnur, einem Tesafilm und einem Marshmallow) eine freistehende Konstruktion zu bauen, an deren Spitze das Marshmallow angebracht werden sollte – abbeißen oder Teilen des Marshmallows waren nicht erlaubt!

Die Zuhörenden wurden in drei Gruppen zu je fünf Teilnehmenden eingeteilt, die Zeitvorgabe betrug 18 Minuten. Gruppenteilnehmende mussten sich in der Aufgabenlösung auf ihr technisches Know-How berufen und in die Rolle von Designern und Konstrukteuren schlüpfen. Alle überlegten und diskutierten untereinander, wie diese Konstruktion, ohne bildliche Vorgabe, aussehen könnte – der Phantasie und der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt!

Und was hat ein Marshmallow jetzt mit kommunikativen und sozialen Kompetenzen zu tun?

Die Übung im Rahmen des Vortrags veranschaulichte, wie ausgereifte kommunikative und soziale Kompetenzen Menschen zusammenführen und unterschiedliche Hilfsmittel eine zielgerichtete Kommunikation unterstützen, sei es z.B. das Skizzieren des Projekts, Verwenden von Metaphern, eine gemeinsame Sprache oder auch einfach der Mut zusprechen.

In der Reflexion der Methode „Marshmallow-Challenge“ wurde herausgearbeitet, dass Vertrauen hier in der Kommunikation eine zentrale Rolle einnimmt (Vertrauen zum Referenten, Vertrauen der Teilnehmenden untereinander und schließlich Vertrauen zu sich selbst). Die Kommunikation nahmen die Teilnehmenden in ihrem eigenen Team als vertrauens- und respektvoll wahr – die Erfolgsgaranten für eine konstruktive Vorgehensweise, um ein (mehr oder minder) stabiles „Bauwerk“ zu erstellen.

Diese Eckpfeiler – eine gemeinsame und vor allem klare Sprache, der offene respektvolle Umgang miteinander und eine konstruktive Vorgehensweise – lassen sich wahrscheinlich in der Formel Kommunikation = Vertrauen = Kommunikation anschaulich zusammenfassen.

Neben den (ebenso wichtigen) Methoden- und Fachkompetenzen sind diese „weichen“ Faktoren  - oder soft skills - für den Einzelnen in unserer heutigen Welt, sei es in der Familie, unter Freunden oder auch unter Kollegen, unverzichtbar und nicht mehr weg zu denken. Allerdings nur dann, wenn man sich untereinander vertraut und jeder sich seiner eigenen Kompetenzen (oder Talente) bewusst ist. Denn selbst wenn ein Projekt scheitert, so können kommunikative und soziale Kompetenzen trotzdem der Nährboden für weitere Innovationen sein.


Lesen Sie auch die Blogbeiträge zu den anderen Arbeitsgruppen auf dem III. Bamberger Forum für Erwachsenen- und Weiterbildung 2019.
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