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Emuārs

Validierung als Thema in Erasmus+ Projekten

17/03/2017
Michael MARQUART
Valoda: DE
Document available also in: EN NL

Das Thema Validierung non-formal und informell erworbener Kompetenzen war nicht nur im Programm für Lebenslanges Lernen (PLL) und dessen Vorläuferprogrammen immer wieder im Fokus, sondern steht auch bei Erasmus+ hoch im Kurs. Dies spiegelt sich unter anderem in der Ausschreibung der Strategischen Partnerschaften wider. Mit Ende 2016 liegen nun erste Projektergebnisse vor, so dass ein Blick darauf lohnt, ob sich in den letzten Jahren thematisch etwas bei den Projekten verändert hat.

Zunächst einmal hat die Empfehlung des Rates zur Validierung nichtformalen und informellen Lernens im Dezember 2012 mit dem Appell an die Mitgliedsstaaten, diesbezügliche Regelungen bis Ende 2018 einzuführen, dazu beigetragen die Herangehensweise von Projekten zu verändern: So wurden Projektergebnisse zunehmend an den Europäischen und an Nationale Qualifikationsrahmen angepasst. Zudem rückten damit die Orientierung an Lernergebnissen und die Formulierung von Kompetenzen stärker in den Fokus. In der Strategischen Partnerschaft Match2NQF beispielsweise wurde ein Validierungsverfahren an die Nationalen Qualifikationsrahmen der beteiligten Länder angepasst sowie auf bestimmte Berufsprofile übertragen, um es in der Berufsberatung einzusetzen. Die weit überwiegende Zahl der Projekte bewegt sich dabei auf den Ebenen der Erfassung, Dokumentation und Bewertung von Kompetenzen und zielt auf die praktische Anwendung. Die vollwertige Anerkennung einer Qualifikation durch eine offizielle Stelle ist hingegen nur selten das Projektziel.

Zunehmende Digitalisierung in Projekten

Die deutlichste Veränderung ist darin zu spüren, dass die Digitalisierung verstärkt Einzug in die Projekte zur Kompetenzvalidierung hielt: Ergebnisse von Projekten sind öfter auf Lernplattformen aufbereitet und somit für potenzielle Nutzer/innen leichter zugänglich. Die Strategische Partnerschaft IMPACT entwickelte beispielsweise eine umfassende Online-Lernumgebung, die Open Educational Resources (OER) rund um das Thema kompetenzorientiertes Lernen und den Einsatz von Validierungsinstrumenten bereitstellt und damit unter anderem die Weiterbildung von Bildungspersonal ermöglicht.

Gerade die Gestaltung von Projektergebnissen als OER und damit die Festlegung von Nutzungsrechten durch eine entsprechende Lizenzierung spielt in Erasmus+ eine große Rolle. Zwar sind es jetzt mehr Projekte als früher, die planen OER zu entwickeln, dennoch zeigt sich oft bei den Ergebnissen, dass diese ohne offene Lizenz veröffentlicht werden. Damit sind die Ergebnisse dann für andere nur eingeschränkt nutzbar – was gerade für die Weiterentwicklung, Anwendung und die damit verbundene Nachhaltigkeit von Validierungsinstrumenten ein Problem darstellt.

Quantitativ zugenommen hat im Zuge von Digitalisierung ebenfalls der Einsatz von Online-Tutorials, wie beispielsweise in der Strategischen Partnerschaft Destination eValidation. Das Projekt entwickelte ein Online-Tool, um erworbene Kompetenzen im Bereich der Freiwilligenarbeit sichtbar zu machen, zu dokumentieren und zu validieren. Dabei veranschaulicht das Projekt in einem Kurzvideo, wie das Instrument eingesetzt werden kann, und stellt eine Reihe von Video-Anleitungen zur Verfügung, die Schritt für Schritt die Nutzung des Instruments erläutern.

Bedarfe und Entwicklungen: Integration und Digitalisierung

Aufgrund der bereits zahlreich vorhandenen Instrumente bietet es sich weniger an grundlegend neue Modelle zu entwickeln. Sicherlich sinnvoll ist hingegen die Zusammenführung von entstandenen Instrumenten und Modellen. Dies kann beispielsweise durch eine Rückkopplung der Modelle an den Europäischen und an Nationale Qualifikationsrahmen oder an andere Transparenzinstrumente geschehen.

Die Digitalisierung von Projektergebnissen wird definitiv weiter zunehmen. Dies ist ein strategisches Ziel der EU-Kommission, um Ergebnisse auf diese Weise Bildungspersonal und Zielgruppen leichter zur Verfügung zu stellen. Damit dies aber zu gewährleisten ist, müssten Fragen rund um OER und Lizenzierung seitens der Projekte systematischer berücksichtigt werden.

Auch die Anpassung und Übertragung von Validierungsinstrumenten auf bestimmte Zielgruppen ist weiterhin ein Thema. Die Strategische Partnerschaft ROMINKO beispielsweise modifiziert derzeit das Verfahren der Kompetenzbilanz für die besonderen Bedürfnisse erwachsener Roma mit dem Ziel deren berufliche Neuorientierung und Berufswegeplanung zu stärken. Solche Projekte sind insbesondere vor dem Hintergrund der Übertragbarkeit auf andere Kontexte und Zielgruppen, z.B. auf Geflüchtete und Migrant/innen, relevant.

Genügend Anknüpfungspunkte und Projekte im Bereich der Validierung von Kompetenzen sind also für eine Weiterentwicklung des Themas vorhanden. Auf der Themenwebsite der Nationalen Agentur beim BIBB zum Thema Validierung von Kompetenzen finden Sie weitere Informationen über abgeschlossene Projekte und aktuelle Entwicklungen.


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Tiek rādīts 1. - 1. no 1
  • Lietotāja Peter VAN DEURSEN attēls

    Een mooi overzicht van projecten rond validering!

    In Nederland is EDOS Foundation actief met Erasmus+ projecten rond validering in vrijwilligerswerk.

    Het 2014 project "Validation policy for volunteering organizations" (VaPoVo) is bedoeld om vrijwilligersorganisaties te ondersteunen bij (het maken van) beleid voor het inzichtelijk maken van competenties van vrijwilligers. Hun Volcar project focust op de begeleiding van vrijwilligers in hun professionale ontwikkeling.

    Erik Kaemink heeft een Erasmus+ project onder de titel "Transnational Peer Review for quality assurance in Validation of Non Formal and Informal Learning (VNFIL) Extended ". Peer review als een methode om niet en -informeel leren te valideren dus, als aanvulling op bestaande kwalitweitssystemen.