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Emuārs

Fallstudie zu Feeling Younger by Getting Older

31/08/2016
Sanjeet Shergill
Valoda: DE
Document available also in: EN ES PL IT ET HU FR

Serena Barilaro spricht mit EPALE darüber, wie sie und ihre Kollegen sich im Projekt Feeling Younger by Getting Older (FYGO; „Altern und sich dabei jünger fühlen“) für eine Kultur des aktiven Alterns einsetzten.

Können Sie uns ein wenig über sich erzählen? Was mögen Sie an ihrem Beruf?

Ich habe einen Abschluss in Internationale Beziehungen, aber besonders mein Erasmus-Aufenthalt in Spanien hat meine Laufbahn und die Art und Weise, wie ich denke und die Welt wahrnehme, völlig verändert.

Ich habe sieben Jahre lang in einem öffentlichen Amt in der Stadtverwaltung von Florenz (Zentrum von Europe Direct) gearbeitet und mich dort für die europäische Politik engagiert. Ich arbeite nun für öffentliche und private Einrichtungen, wo ich öffentliche Geldmittel (von der EU oder der nationalen/regionalen Regierung) verwalte und Projektaktivitäten verwirkliche.

An meinem Beruf mag ich die Zusammenarbeit im Team und den damit verbundenen Austausch von Kompetenzen und Fähigkeiten. Es gefällt mir, mit unterschiedlichen Zielgruppen zu arbeiten, Fähigkeiten und Erfahrungen mit anderen Ländern zu teilen und die Möglichkeit zum Reisen zu haben.

Können Sie uns ein wenig über Ihr Projekt und die Themen erzählen, die Sie in ihm behandeln möchten?

Mit dem FYGO-Projekt sollten unterschiedliche Wege, junge und ältere Menschen durch informelles Lernen einander näherzubringen, erforscht, entwickelt und bekanntgegeben werden. Dies wurde erzielt, indem ihr Leben innerhalb der Gemeinschaft verbessert wurde und indem unterschiedliche unterstützende Verhaltensweisen entwickelt wurden.

Die Erforschung des Themas wurde durch den interkulturellen Kontext bereichert, was uns ermöglichte, verschiedene Kulturen und Generationen zu entdecken und zu verstehen. Die Vorteile dieser Forschung werden offensichtlich, wenn es insbesondere im Dialog zwischen den Generationen darum geht, ein Bewusstsein für Rassismus, Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit zu schaffen.

Wir sammelten und untersuchten zu den genannten Themen zahlreiche bewährte Verfahren von Universitäten, Schulen und privaten Verbänden aus 14 Ländern.

Wir organisierten Studienaufenthalte, erstellten altersgerechte Leitlinien für den Umgang mit Internetressourcen und entwarfen eine Internetplattform für den Erfahrungsaustausch. Unsere Partnereinrichtungen boten Menschen Unterstützung und Beratung an, die lernen wollten, wie man Erfahrungen mittels IKT austauscht.

Wieso sind Solidarität und Wissensaustausch zwischen den Generationen so wichtig?

Dieses Projekt zeigte, dass Solidarität und Austausch wesentliche Bestandteile des menschlichen Lebens sind. In einer Gemeinschaft, deren Mitglieder sich austauschen und gegenseitig unterstützen, können Menschen leichter neue Freundschaften aufbauen und neue Wege zur Kontaktaufnahme finden. Mit dem Projekt erreichten wir eine höhere Lebensqualität für die örtlichen Gemeinden, indem wir Erwachsene lehrten und dabei unterstützen, praktische Lösungen für den Alltag zu entdecken und neue Methoden zu finden, ihre positiven Erfahrungen an junge Menschen weiterzugeben.

Was waren die größten Hürden, die Sie überwinden mussten?

Die Arbeit an einem multikulturellen Projekt war manchmal mit Sprachbarrieren verbunden, deshalb übersetzten wir viele Ergebnisse in alle Partnersprachen.

Warum ist es so wichtig, eine Kultur des aktiven Alterns zu schaffen?

Im Beschluss Nr. 940/2011/EU des Europäischen Parlaments und des Rates heißt es:

„Das Altern ist zweifellos eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft und alle Generationen in Europa. Es ist außerdem eine Frage der Solidarität zwischen den Generationen und eine Angelegenheit der Familie. Der Anteil der Bevölkerung der Union im Alter von Ende 50 und älter wird schneller als je zuvor zunehmen. Dies ist insofern sehr positiv, als es eine logische Konsequenz einer besseren Gesundheit und verbesserten Lebensqualität ist. Dennoch steht die Union angesichts dieses demografischen Wandels vor einer Reihe von Herausforderungen.“

Der Gebrauch von IKT im Alltag nimmt rasant zu, wodurch eine Kluft zwischen den Generationen entsteht. Diese Kluft kann durch Solidarität und Wissensaustausch zwischen den Generationen überwunden werden.

Ich glaube, wenn jüngere Generationen den älteren dabei helfen, IKT zu verstehen, können die Älteren wiederum besser die Jüngeren unterstützen, indem sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben. Es ältere Menschen können mit vielerlei Aktivitäten eine aktive Rolle in der Gesellschaft einnehmen, z. B. mit Wohltätigkeitsarbeit, Kunst und Kultur.

Welche messbaren Erfolge können Sie vorweisen? Und haben Sie besondere Hilfsmittel oder Ressourcen verwendet, um das Projekt zum Abschluss zu führen?

Zu den messbaren Erfolgen dieses Projekts gehören die zahlreichen Teilnehmer bei jedem Treffen, die Anzahl der zusammengestellten bewährten Verfahren und die vielen erreichten Ergebnisse.

Zur Koordinierung der Partnerschaft und für unsere internen Prozesse verwendeten wir eine kostenlose Online-Plattform namens Wiggio. Mit ihr konnten wir eine E-Mail-Gruppe einrichten, Materialien archivieren, Dokumente bereitstellen, Treffen organisieren und logistische Aspekte koordinieren.

Was ist Ihre schönste Erinnerung, die Sie aus dem Projekt mitnehmen? Gab es einzelne Personen, die aus dem Projekt besonders hervorstachen?

Ich kann mich an ein paar besondere Momente erinnern. Zum Beispiel an die Veranstaltung, die von der Nicosia Municipality Multifunctional Foundation organisiert wurde. Dort gab es die Möglichkeit, Erfahrungen zu einem Zentrum auszutauschen, in dem ältere Menschen, Kinder und Immigranten durch verschiedene tägliche Aktivitäten unterstützt werden. Unsere FYGO-Gruppe nahm an im Rahmen der Morgensitzungen an Aktivitäten mit älteren Menschen teil. Wir konnten auch Diskussionen führen und waren angenehm überrascht, dass viele Teilnehmer so flüssig Englisch sprechen konnten. Ich traf dort eine ältere Dame, die perfekt Englisch sprach und mir Geschichten aus ihrem Leben erzählte. Sie sprach liebevoll von ihrer Familie, von Reisen und den Aktivitäten im Zentrum.

Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass ich mit Kollegen und dem türkischen Koordinator beim Frühstück saß. Der türkische Koordinator war sehr herzlich und gastfreundlich, was unserem zypriotischen Partner dabei half, sich zu öffnen und mit mehr Selbstvertrauen aufzutreten.

Wie hat Ihnen die Zusammenarbeit mit einem Partner in einem anderen Land bei ihrer alltäglichen Arbeit geholfen? Was haben Sie speziell durch die Teilnahme an diesem Projekt gelernt?

Dieses Projekt hatte einen positiven Effekt auf mein berufliches Wachstum, und als Koordinator lernte ich, wie wichtig es ist, diplomatisch zu sein. Zum ersten Mal musste ich eine multikulturelle Partnerschaft aufbauen. Ich lernte, mit jedem Partner eine gemeinsame Sprache zu finden, wodurch ich Vertrauen in mich und andere entwickelte. Persönlich profitierte ich von dem Wissen jedes Partners und den Erfahrungen bei jedem Treffen.

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  • Lietotāja Elżbieta Tomaszewska attēls

    Wspaniały i potrzebny projekt, który przyczynił się do wymiany doświadczeń i dobrych praktyk w zakresie europejskiej współpracy międzypokoleniowej, m.in. w zakresie wykorzystania ICT w życiu codziennym.W ramach projektu zostały opisane sposoby budowania relacji międzypokoleniowej w różnych kulturach europejskich.Projekt przyczynił się do promowania i upowszechniania solidarności międzypokoleniowej i wymiany wiedzy między przedstawicielami różnych pokoleń w krajach partnerskich.Jednym z celów projektu było również zwiększenie aktywności społecznej i zawodowej seniorów europejskich.