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Emuārs

Work-based Learning - Arbeitsweltbasiertes Lernen in Europa

21/02/2020
Ulrike ENGELS
Valoda: DE
Document available also in: EN HU RO

Lesedauer circa fünf Minuten - Lesen, liken und kommentieren!


In Europa stehen Formen von Work-based Learning (WBL) seit Jahren verstärkt im Interesse der Öffentlichkeit. Im Zuge der europäischen Wirtschaftskrise zeigte sich, dass die Länder, in denen das sogenannte arbeitsweltbasierte Lernen fester Bestandteil der Bildungssysteme ist, relativ unbeschadet durch die Krise gegangen sind. Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Umbrüche hat Work-based Learning das Potential, eine bedarfsgerechte Qualifizierung von Fachkräften und die Beschäftigungsfähigkeit aller sicherzustellen.


Work-based Learning ist eine zentrale Triebkraft für eine zeitgemäße Bildung, nämlich für eine, die flexibel auf aktuelle gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren kann. Aus diesem Grund organisieren EPALE Deutschland und Ungarn die Themenwoche „Work-based Learning – treibende Kraft für das Lebenslange Lernen?“.

Vom 24.-28. Februar stellen wir Ihnen im Rahmen dieser Woche jeden Tag je einen ungarischen und einen deutschen Beitrag vor, über den Sie Einblick in das arbeitsweltbasierte Lernen im Kontext der europäischen und internationalen Bildungsarbeit erhalten.


Was bedeutet Work-based Learning?

Grundsätzlich zielt Work-based Learning auf den Erwerb von Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen, die bei der Durchführung und Reflexion von Aufgaben in einem beruflichen Umfeld, entweder am Arbeitsplatz (wie in der dualen Berufsausbildung) oder in einer Berufsbildungseinrichtung, erworben werden. WBL kommt in verschiedenen Bildungsbereichen vor: in der Erwachsenenbildung, in der Berufsbildung, aber auch in der schulisch basierten Aus- und Fortbildung und der Hochschulbildung. Somit kann WBL sowohl Teil der Erstausbildung in allen Bildungssektoren sein, als auch Bestandteil von Weiterbildungen.

Informationen zum Thema WBL der NA beim BiBB: 
  Broschüre „Work-based Learning in der Berufsbildung“
  Diskussionspapier: „Tertiäre berufliche Bildung in Europa“.

Politische Ziele der Europäischen Bildungspolitik

Im Kampf gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit hat in diesem Bereich gerade die Berufsbildung auf der europäischen Politikagenda in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung und Sichtbarkeit gewonnen. 2013 wurden auf einem EU-Gipfel mit der Jugendgarantie und der Jugendbeschäftigungs-initiative zentrale Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit beschlossen. Aber auch in der Erwachsenenbildung stellt sich seit einigen Jahren zunehmend die Frage: Was tut Bildung für die Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern? Oder umgekehrt: Was tut die Arbeitswelt zur Förderung des Lernens?

Es geht zum einen um lernförderliche Arbeitsbedingungen, aber natürlich ebenso um das Bewusstsein für das Potenzial des arbeitsweltbasierten Lernens. Nehmen wir hierzu ein Beispiel aus der Berufsbildung, in der WBL lange Tradition hat:

Mit Hinblick auf die nachhaltige Stärkung von "Work-based Learning" zeigen international vergleichende Studien in der Berufsausbildung, dass Jugendliche mit einer dualen Ausbildung oder zumindest starken dualen Elementen in der Ausbildung deutlich geringere Arbeitslosigkeitsrisiken haben als Jugendliche mit einer allgemeinbildenden oder einer vollzeitschulischen Ausbildung. Durch den starken beruflichen Bezug beim Erwerb und der Anwendung von Kompetenzen kann diese Form des Lernens zielgerichtet auf Bedarfe reagieren und so Arbeitnehmer:innen auf gesellschaftlich beeinflusste Änderungen ihrer Arbeitswelt vorbereiten. In der Berufsbildung existieren bereits folgende, wichtige EU-Maßnahmen:

Politische Ziele in der Bildungspolitik in Deutschland

Das BMBF unterstützt Strategien und Maßnahmen zur Implementierung der Ausbildungsallianz und sucht dabei die Kooperation und Konsultation mit der 5-Länder-Gruppe der dual orientierten Staaten (Österreich, Schweiz, Luxemburg, Dänemark und Deutschland). Die Entwicklung einer exzellenten Berufsbildung bildet auch das Leitmotiv in der bilateralen Zusammenarbeit im Rahmen des Berlin-Memorandums vom Dezember 2012 mit Spanien, Griechenland, Portugal, Italien, der Slowakei und Lettland.

Die Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation (GOVET) beim BIBB ist die zentrale Anlaufstelle für internationale Berufsbildungskooperation und ist verantwortlich für die Durchführung von Kooperations- und Beratungsmaßnahmen von bilateralen Arbeitsgruppen und Berufsbildungskooperationen.

In der Berufsbildung steht das arbeitsweltbasierte Lernen schon lange ganz oben auf der Prioritätenliste. Mit dieser Themenwoche möchten wir zeigen, dass WBL aber auch in der europäischen Erwachsenenbildung bereits gelebt, gefördert und gedacht wird – und in Zukunft auch noch mehr Bedeutung erlangt.


Themenwoche Arbeitsweltbasiertes Lernen auf EPALE- Key Visual mit Laptop, Werkzeug, Smartphone und Arbeitshandschuhen

Bildnachweis: ScanStock / Konstantin Kolosov

 Freuen Sie sich in der Themenwoche vom 24. bis zum 28. Februar auf folgende Beiträge:

Montag, den 24.02.2020

Europäische Zusammenarbeit - in den Bildungsprogrammen

Work-based Learning ist ein wichtiges Programmziel im Bildungsprogramm Erasmus+. Das Thema findet sich als Schwerpunkt in allen drei Leitaktionen wieder, die bei der Nationalen Agentur „Bildung für Europa“ umgesetzt werden. Aber wie funktioniert das Ganze genau? Finden Sie es hier anhand zweier Beispiele Guter Praxis heraus!

Wo tut es weh?

Teil I: Interview mit einem Mitarbeiterin des Medizinischen Zentrums der Ungarischen Streitkräfte

Die Kenntnisse des medizinischen Personals auf dem neuesten Stand zu halten ist unerlässlich, insbesondere, wenn es um eine Organisationseinheit der Streitkräfte geht. Wie gewährleistet diese Einrichtung ihre individuelle Fortbildung?

Dienstag, den 25.02.2020

Digitalisierung der Arbeitswelt – Neue Chancen für das Lernen Erwachsener?

Lernen im Betrieb und am Arbeitsplatz spielt in der Erwachsenenbildung traditionell keine große Rolle. Was aber geschieht nun angesichts der Digitalisierung der Arbeitswelt? Stehen wir an der Schwelle zu einer schönen neuen Lern- und Arbeitswelt?

Rufen Sie uns ruhig an!

Teil II: Interview mit einem Mitarbeiter der United Call Centers Kft.

Überzeugende Kommunikationstechnik und ein authentischer Auftritt? Erfahren Sie mehr über die Lernmöglichkeiten, durch die ein Unternehmen die Kompetenzen der Kundendienstmitarbeiter gewährleisten kann!

Mittwoch, den 26.02.2020

Netzwerke in Europa: Bildungszusammenarbeit zum Thema WBL

In Europa wird die Umsetzung verschiedener Formen des arbeitsweltbasierten Lernens (WBL) angestrebt. Hierfür ist gute Kommunikation, der Austausch von Erfahrungen und die Zusammenarbeit mit relevanten Playern ausschlaggebend: Netzwerke bieten die optimale Möglichkeit für Austausch und Kooperation. Lernen Sie in diesem Blogbeitrag die wichtigsten europäischen Netzwerke zum Thema WBL kennen.

Ein Arbeitsplatz, der motiviert

Teil III: Interview mit einem Mitarbeiter eines multinationalen Unternehmens in Budapest

Erreichen der Unternehmensziele durch die Ermöglichung von individuellen Karrierewegen? Nichts einfacher als das. Erfahren Sie mehr über ein multinationales Unternehmen, das seine Angestellten durch Lernen am Arbeitsplatz motiviert!

Donnerstag, den 27.02.2020

Enterprise+ – Innovative Potential meets Experience

17 Prozent der Jugendlichen in Europa sind ohne Arbeit. Dem Motto "Unternehmergeist bei Jugendlichen stärken: Mach Dich selber zum Projekt!" widmete sich das Erasmus+ Projekt „Enterprise+ - Innovative Potential meets Experience“. Lesen Sie hier die Story zum KA2-Projekt!

Nächste Station: ungarische Bahn

Teil IV: Interview mit dem Leiter des Baross-Gábor-Schulungszentrums

Das Schulungszentrum erfüllt zwei unterschiedliche Aufgaben: Es beteiligt sich sowohl an der Durchführung von Schulungen für die Unternehmensgruppe als auch an der Organisation der Ausbilder-Ausbildung. Welche Ressourcen sind erforderlich, damit die Organisation in beiden Bereichen effektiv den Anforderungen gerecht werden kann?

Freitag, den 28.02.2020

Lernen in der Arbeit als Grundlage kompetenzorientierter Bildung

Das Lernen in der Arbeit hat viele Facetten. Es reicht vom informellen und eher beiläufigen Lernen im Prozess der Arbeit bis hin zu strukturiert angelegten Praktikums- und Trainingsplänen. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat zusammen mit dem Internationalen Zentrum für Berufsbildung der UNESCO einen Sammelband herausgegeben, der das breite Themenfeld beleuchtet. Lesen Sie hier mehr!

Lernen verleiht Flügel!

Teil V: Interview mit den Mitarbeitern der Celebi Ground Holding

Wir alle schweben gern in den Wolken. Damit jedoch dieser Prozess so reibungslos und bequem wie möglich vonstattengeht, sind die dafür erforderlichen Kompetenzen des Bodenabfertigungspersonals unerlässlich. Wie viele Schulungen mag ein professioneller Flughafenmitarbeiter bereits absolviert haben?

Was meinen Sie: Welche Ideen und Perspektiven aus unserer Themenwoche finden Sie gut? Welche fehlen Ihnen an dieser Stelle?

Teilen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren mit oder sprechen Sie uns an – wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!

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Weiterführende Literatur zu Work-based Learning                                                                  

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  • Lietotāja Erika Kiss attēls
    Nagyon érdekesek a feltöltött anyagok és interjúk. Érdeklődve várom a következőket.