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Emuārs

Ein klares Ziel: Mehr Inklusion!

11/02/2020
Julie Wietrich
Valoda: DE
Document available also in: FR EN

[Übersetzung (Französisch - Deutsch): EPALE Frankreich]

Jährliches Treffen Partizipation 4.0: Das deutsch-französische Projekt baut Systeme für französische Arbeitnehmer*innen mit Behinderung auf, um sie dabei zu unterstützen, in Deutschland einen Arbeitsplatz zu finden. 

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 Die französischen und deutschen Partner arbeiten seit zwei Jahren Hand in Hand, um mehr Mobilität und Chancen für Menschen mit Behinderung auf dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Während des jährlichen Treffens von „Partizipation 4.0: Inklusive  Beschäftigung ohne Grenzen“ hatten die Projektträger die Gelegenheit, die Fortschritte des Projektes und die erzielten Ergebnisse vorzustellen. Es konnten auch Ziele für 2020 formuliert werden. 

Rund 40 Personen nahmen an der Jahrestagung des deutsch-französischen Projekts „Partizipation 4.0:  Inklusive Beschäftigung ohne Grenzen“ teil, die am Dienstag, den 19. November 2019, in der Stadthalle von Kehl stattfand. Das Sozialunternehmen ASW+W gGmbH des Vereins Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch e.V. und seine elsässischen Partner Solivers und La Régie des Ecrivains starteten dieses Projekt im Jahr 2017 im Rahmen des von der Europäischen Union kofinanzierten INTERREG-Programms. 

Hauptziel des Projekts ist es, erfolgreich Regelungen zu schaffen, um die grenzüberschreitende Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu erleichtern. Die Akteure haben sich selbst 3 Jahre Zeit gegeben, um dieses Ziel zu erreichen. Seit 2017 ist ein wichtiges Netzwerk von französischen und deutschen Partnern entstanden. Das Projekt hat daher begonnen, seine Rolle als Vermittler wahrzunehmen und kann bereits ermutigende Ergebnisse vorweisen: drei Personen, zwei davon mit einer Behinderung, haben durch das Projekt Arbeit in Deutschland gefunden. Vier weitere Arbeitssuchende mit Behinderung werden derzeit von ASW+W Jobcoachs bei der Arbeitssuche auf der anderen Rheinseite unterstützt. 

„Die Erfahrungen, die wir aus diesen Einzelfällen gewinnen, helfen uns, nachhaltige Regelungen zu treffen und eventuelle Hindernisse zu beseitigen,“  erklärt Projektleiterin Farahe Midani. „Für jede Stufe arbeiten wir mit den Akteuren gezielt zusammen, um immer weiter zu gehen.“ 

So wurde eine Vereinbarung mit der AGEFIPH (Association de Gestion du Fonds pour l'Insertion Professionnelle des Personnes Handicapées) unterzeichnet, um die Arbeitssuche von Menschen mit Behinderung in der grenzübergreifenden Region zu erleichtern. Natürlich müssen die im Projekt aufgebauten Systeme auch nach Projektende weiter funktionieren - immer nach unserer Leitlinie: „Handeln für Menschen mit Behinderung ist Handeln für alle.“

„Wir wollen so viele Unternehmen wie möglich mobilisieren, um Menschen mit und ohne Behinderung eine Beschäftigung zu ermöglichen,“ sagt die Projektleiterin. In diesem Sinne entwickelt das Projekt beispielsweise deutsch-französische Berufsprofile die auf beiden Seiten des Rheins Anwendung finden können. Das Projekt basiert auf dem Europäischen Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET) und auf den Berufsprofilen der Industrie- und Handelskammern, des Handwerks und des Handwerks.“Eine bessere Kenntnis der Bedürfnisse der Branchen ermöglicht es uns, die Qualifikationen anzupassen. Deshalb erscheint uns der Kontakt und die Zusammenarbeit mit Unternehmen so wichtig.“ Im Rahmen des Projektes wurden deutsch-französische Arbeitsstandards für Produktion und Logistik geschaffen, die in der Praxis erprobt werden sollen. Standards für die Berufe Maler, Reinigungs- und Hygienefachkräfte und Familienhelfer werden derzeit entwickelt. Eine deutsch-französische Norm für den Elektroberuf soll folgen. 

Assoziierte Partner auf beiden Seiten des Rheins unterstützen das Projekt. Im Ortenau-Kreis sind die Firmen Algeco und Elektro Birk, die Arbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe im Ortenaukreis e.V. (AGBO), der Deutsch-Französische Oberrheinische Wirtschaftsclub CAFA-RSO, die IHK Südlicher Oberrhein und die Kommunale Arbeitsförderung Ortenaukreis Jobcenter dabei. Auf französischer Seite nehemn der Departementsrat Bas-Rhin, AGEFIPH, der Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau, die Industrie- und Handelskammer Straßburg und Bas-Rhin, CAP Emploi, das Integrationsunternehmen SISTRA, Mobilex, B4com und Keeseek teil.

   


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