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Newsroom

REVEAL Konferenz mit Preisverleihung

30/09/2016
di Redaktion Deuts...
Lingua: DE

Zum siebten Mal trafen sich Interessierte zur REVEAL Konferenz, um sich über kompetenzorientiertes Lernen und die Validierung von non-formalem und informellem Lernen auszutauschen. Bis 2018 soll nach dem Willen der EU-Kommission eine Validierung non-formal und informell erworbener Bildung praktisch möglich sein. Die Konferenz ging der Frage nach, wie weit entsprechende Werkzeuge bereits vorhanden und welche weiteren Maßnahmen nötig sind.

Ernesto Villalba Garcia vom Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) betonte die Bedeutung der Validierung informell und non-formal erworbener Bildung. Um diesen Prozess europaweit zu fördern, hat die CEDEFOP aktualisierte Richtlinien erarbeitet: die European guidelines for validating non-formal and informal learning.  

Auf dem Panel der Konferenz stellten sich drei Projekte vor, die ebenfalls in diesem Feld angesiedelt sind: Für die Projekte IMPACT und PROMOTE war dies die Abschlusskonferenz, für das Projekt EULE (engl. OWL) der Auftakt.

  • IMPACT (IT based Methodology for Promoting, Assessing and Validating Competence oriented Learning and Training) entwickelte für virtuelle Lernumgebungen auf der Basis von Moodle und Mahara Spezifikationen, mit denen Validationssysteme zu den Lernergebnissen formaler und non-formaler Lernprozesse erfasst werden können. George K. Zarifis, Professor für Weiterbildung an der Aristoteles Universität Thessaloniki, präsentierte Ergebnisse einer im Rahmen des Projekts durchgeführten Untersuchung zu den Bedarfen von Erwachsenenbildnern in Bezug auf die Validierung informell und non-formal erworbener Bildung in Europa.
  • PROMOTE (Promoting and validating key competences in Mobility and Traineeships in Europe) widmete sich der Entwicklung und Validierung von sozialen, personalen und organisationalen Schlüsselkompetenzen an der Schnittstelle zwischen Hochschulbildung und Geschäftswelt. Olga Mineva von CATRO in Sofia/Bulgarien erläuterte, wie in ihrer Organisation Validierung im Feld des Human Resource Management dazu beiträgt, dass Kompetenzen sichtbar werden, und wie sowohl Beschäftigte als auch Firmen davon profitieren.
  • Das Projekt EULE umfasst die Entwicklung einer webbasierten Lernumgebung für Weiterbildung, Kompetenzerwerb und Professionalisierung von Lehrenden in der Erwachsenenbildung. Carmen Biel, Projektleiterin am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE), stellte die Zielsetzung und die Bedeutung von Validierung in diesem großangelegten Projekt der beruflichen Weiterbildung für Erwachsenenbildner vor. 

Weitere Informationen zu diesen Projekten finden Sie auf der REVEAL Konferenz-Website.

 

myVita Award für sechs Projekte

Zum dritten Mal wurde der myVita Award für innovative Anwendungen und Initiativen zur Kompetenzvalidierung informeller und non-formaler Bildung in Europa vergeben. Anlässlich der REVEAL Konferenz in Thessaloniki konnten sechs Preisträger ihre Auszeichnung entgegennehmen und ihre Projekte vorstellen.

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Die Preisträger auf einer Treppe mit Urkunden und Preis

Die Preisträger von li.n.re.: Jana Gerling, Philipp Schmengler, Anne-Marie Engler, Marijke Brants, Gabriella B. Klein, Hans Th. Hjorth, Koffi Mahouley Dossou, Lars Ebert und Christina Zourna.

Gabriella B. Klein und Koffi Mahouley Dossou erhielten den Preis für ihr Projekt RADAR. RADAR steht für „Regulating AntiDiscrimination and AntiRacism. Die Linguistin von der Universität Perugia und der Kommunikationsexperte haben sich mit verschiedenen Formen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auseinandergesetzt, um Werkzeuge zu entwickeln, mit denen rassistisch motivierte Angriffe identifiziert werden können. Dabei geht es nicht nur um körperliche Gewalt, sondern vor allem auch um sprachliche Attacken, so genannte Hate-Speech, und um nonverbale oder visuelle Angriffe. Solche Angriffe können in der direkten Kommunikation entstehen, es gibt sie aber auch in den Medien oder in institutionellen Umfeldern.

Marijke Brants nahm den Preis entgegen für ihr Projekt go2learn. Um Studierenden die in der globalisierten Welt nötigen Kompetenzen jenseits des jeweiligen Studienfachs zu vermitteln, sollen in dem Projekt soziale Praktika angeboten werden, in denen die Teilnehmende Wissen, Können und soziales Engagement entwickeln können.

Am Amsterdamer Kulturzentrum Castrum Peregrini entstand die Projektidee, die Lars Ebert vorstellte: In der „European School of Difference“ soll der Gedanke des europäischen Miteinanders mit dem Ziel einer stärker inklusiven Gesellschaft gefördert werden. Dazu sollen eine Austausch- und Lernplattform und Kursmodule entstehen. Verschiedene Institutionen konnten bereits als Partner gewonnen werden, eine Förderung durch das Erasmus+-Programm ist für das nächste Jahr anvisiert.

Drei Studenten der Universität Duisburg-Essen, Anne-Marie Engler, Jana Gerling und Philipp Schmengler, stellten ihre Projektidee vor, die sich SoCoCo nennt. Die Abkürzung steht für Social Communicative Competency. Entsprechende informell oder non-formal erworbene Kompetenzen stehen hier im Zentrum.

Hans Th. Hjorth vom Aarhus Business College stellte das Programm PIU vor. Nach dem Ausbildungsabschluss entwickeln junge Menschen in einjährigen Praktika im Ausland kulturelles Bewusstsein, Fremdsprachenkenntnisse und die Fähigkeit, sich an unbekannte Verhältnisse zu gewöhnen.

Letzte Preisträgerin ist Christina Zourna, Erwachsenenbildnerin aus Thessaloniki, die ihre Methode des „Drama in Education“ vorstellte. Elemente des Schauspiels, Einzel- und Gruppenaktivitäten und Reflexion machen „Drama in Education“ zu einer Methode, die in vielfältigen Kontexten eingesetzt werden kann, um soziale, personelle und berufliche Kompetenzen weiter zu entwickeln.

 

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