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EPALE-Interview: Männerschuppen und Animation der lokalen Gemeinschaft

03/04/2020
di Iwona Buks
Lingua: DE
Document available also in: PL EN FR

Originalsprache: Polnisch


    

Einen Männerschuppen gibt es bereits in Słupsk, Wrocław und im Warschauer Stadtbezirk Włochy. Im September 2019 entstand auch einer im Warschauer Stadtbezirk Wola im Wolski Centrum Kultury (Kulturzentrums Wola). Der Männerschuppen ist eine öffentlich zugängliche Schreinerwerkstatt für Einwohner. Wie bewährt er sich? Wer besucht ihn? Was ist seine soziale Dimension? Und was hat er mit Erwachsenenbildung zu tun? Dies und vieles mehr haben wir Adam Kadenaci, Koordinator des Männerschuppens beim Kulturzentrum Wola, gefragt.

   

(fot. Ala Szulc)

EPALE: Woher stammt die Idee für den Männerschuppen?

A.K. Zu Beginn möchte ich einen breiteren Kontext skizzieren. Wir befinden uns derzeit in Café Sąsiedzka, einem kostenlosen Treffpunkt für die Warschauer Einwohner. Hier kann man einen Kaffee oder Tee trinken, sich unterhalten und Brettspiele spielen. Es ist ein Ort der lokalen Aktivität. Seit zwei Jahren haben wir auf unserem Gelände auch einen Garten, den wir alle sechs Monate neu anlegen. Wir hatten bereits einen Wintergarten, wir hatten einen Pool. Derzeit haben wir auch ein Gewächshaus, in dem die Einwohner Pflanzen pflanzen und pflegen. Dieses knüpft an die Geschichte des Gewächshauses im nahe gelegenen Ulrychów (Teil des Stadtbezirks Wola) an. Dieser Garten bildet auch einen sozialen Raum, eine Gelegenheit für gemeinsame Aktivitäten.

Eine der Ideen für eine zusätzliche soziale Komponente des Kulturzentrums Wola in der Działdowska-Straße war die Schaffung einer „Meisterei“ in einer unserer Garagen. Die Initiative ging vom Leiter und den Gartendesignern aus. Als ich davon erfahren habe, habe ich sie sofort mit Männerschuppen in Verbindung gebracht.

Die Idee der Männerschuppen wurde in Australien geboren. Dort wurden die ersten Werkstätten dieser Art geschaffen, um Männer im Ruhestand zu aktivieren. Diese Initiative ist auch in Skandinavien und angelsächsischen Ländern recht populär.

In Polen wurde diese Idee von der Fundacja Nasza Ziemia (deutsch: Stiftung Unsere Erde) aufgegriffen, die einen strategischen Partner in der schwedischen Marktkette Jula fand. Dank der Zusammenarbeit der Stiftung, der Firma Jula und lokaler Partner wurden die ersten drei Männerschuppen eingerichtet: im Warschauer Stadtbezirk Włochy und in den Städten Słupsk und Wrocław. Wir haben uns zu einem Studienbesuch in den Männerschuppen in Włochy begeben. Dort erfuhr ich mehr über die Funktionsweise solcher Orte und erfuhr, wie man eine Zusammenarbeit mit Jula knüpfen kann. Die Unterstützung von Männerschuppen bildet einen Bestandteil der nachhaltigen Entwicklungsstrategie des Jula-Netzwerks, deshalb ist es uns gelungen, eine Kooperation einzugehen. Jula wurde strategischer Partner der Werkstatt und so entstand dieser Ort. Dank der gemeinsamen Anstrengungen unserer technischen Abteilung haben wir unsere Garage ein wenig renoviert. Von Jula haben wir Geräte und die Einrichtung erhalten. Unsere Tätigkeit haben wir seit September aufgenommen. Für unseren Partner ist es wichtig, dass wir eine Gebietskörperschaft mit einer dauerhaften Finanzierung sind. Dies stellt eine Garantie für die Dauerhaftigkeit unserer Aktivitäten dar.

    

EPALE: Wie funktioniert der Männerschuppen?

A.K. Wir sind verpflichtet, den Männerschuppen mindestens 8 Stunden pro Woche offen zu halten. Die Nutzung der Werkstatt ist kostenfrei. Die Einwohner dürfen sich in diesem Raum nur während der Bereitschaftsdienstzeiten aufhalten, wenn sich dort jemand aufhält, der sich mit der Ausrüstung auskennt, die Sicherheit gewährleistet und die Einwohner bei ihrer Arbeit unterstützt. Die Hausherrinnen sind Agnieszka Bykowska-Giler und Dorota Porowska.

Die Annahme ist dabei, dass der Männerschuppen von Menschen besucht wird, die die dort vorhandenen Werkzeuge nutzen können. Die Realität sieht jedoch so aus, dass es für manche Menschen der erste Kontakt mit solchen Werkzeugen ist. Die diensthabenden Personen schulen deshalb die Einwohner laufend im Umgang mit diesen. Derzeit haben wir 3 Bereitschaftsdienstzeiten - montags zwischen 12:00 und 15:00 Uhr, mittwochs zwischen 17:00 und 20:00 Uhr und donnerstags zwischen 11:30 und 14:30 Uhr. Nach einem halben Jahr Betrieb haben wir den Moment erreicht, in dem der abendliche Bereitschaftsdienst eine solche Auslastung aufweist, dass wir, um der Nachfrage gerecht zu werden, neue Freiwillige haben suchen müssen, die diesen Dienst übernehmen möchten.

Wir haben eine Anzeige in Webportal Ochotnicy Warszawscy veröffentlicht. Und ich muss ehrlich zugeben, dass ich von dem großen Interesse überrascht war. Es haben sich 11 Personen beworben. Aufgrund unserer Koordinationsmöglichkeiten konnten wir nur 7 Personen auswählen. Nun werden wir für diese Personen eine Schulung mit einem professionellen Schreiner organisieren, um sie ein wenig besser vorzubereiten. All diese Personen haben bereits eine ziemlich große Erfahrung im Umgang mit Maschinen und in der Holzverarbeitung. Dank dem Engagement der Freiwilligen können wir noch mehr Bereitschaftsdienste einrichten und so der Nachfrage der Einwohner gerecht werden.

     

EPALE: Wer kommt am häufigsten zu eurer Werkstatt?

A.K. Es kommen meistens Frauen im Alter von 20-45 Jahren. Männerschuppen sind eigentlich als Orte zur Aktivierung von Herren im Ruhestand entstanden, jedoch würde man bei uns nicht darauf kommen. Weder unter den diensthabenden Personen und den neuen Freiwilligen noch unter den Nutzern findet man Senioren. Im Männerschuppen in Włochy sieht die Situation etwas anders aus, da dort tatsächlich Pensionäre die diensthabenden Personen sind. Dort hat man es geschafft. Wir haben keine größeren Versuche unternommen, uns in der Seniorengemeinschaft bekannt zu machen. In Wola haben wir jedoch einen Seniorenrat, Seniorenclubs und Rentnerverbände, die wir sicherlich erreichen versuchen werden.

       

EPALE: Ist der Männerschuppen hauptsächlich eine Schreinerwerkstatt oder kann man dort auch andere Arbeiten durchführen?

A.K. Die Basis stellen Schreinerarbeiten dar. Damit kann man beginnen, wenn man einen Männerschuppen betreibt. Wir wollen diesen Ort jedoch entwickeln. Solche Orte können als Reparatur-Cafés fungieren. Es ist eine Frage des Raums und der Ausrüstung. In diesem Jahr wollen wir das Angebot des Männerschuppens erweitern. Wir wollen dort eine Ausrüstung haben, die uns die Fahrradreparatur ermöglicht (Werkzeuge, Ständer), und beispielsweise einen Lötkolben für Plastik, mit dem man eine Autostoßstange ausbessern kann. Die technischen Möglichkeiten eines solchen Männerschuppens sind unbegrenzt. Das einzige, was uns einschränkt, ist der Raum und die Ausrüstung, die uns derzeit zur Verfügung stehen. Die Firma Jula bemüht sich die gegründeten Männerschuppen zu unterstützen. Somit haben wir die Möglichkeit, weitere Werkzeuge zu erwerben, um unser Angebot zu erweitern.

  

(fot. Ala Szulc) Dorota Porowska, Adam Kadenaci, Agnieszka Bykowska-Giler 

    

EPALE: Wie sieht die Bildung in dem Männerschuppen aus?

A.K. Im Kontext der Erwachsenenbildung ist dies ein interessantes Phänomen. Wir beginnen zu beobachten, dass die Besucher*innen des Männerschuppens Wissen und Erfahrungen austauschen.

Unsere Frewilligen sind Menschen, die das Bedürfnis haben, ihre Fähigkeiten mit anderen zu teilen. Sie gehen davon aus, dass es toll ist, die diensthabende Person zu sein, weil man dann ausprobieren, Wissen an jemanden weitergeben, aber auch selbst etwas Neues von jemandem lernen kann. Die meisten von ihnen haben bereits Erfahrung in der Holzverarbeitung. Sie stellen selbst Möbel her, führen Ausbauarbeiten in der Wohnung aus, oder schnitzen in Holz und wollen diese Fähigkeiten während der Bereitschaftsdienstzeiten entwickeln.  Dies ist oft die Hauptmotivation, um sich im Männerschuppen zu melden.

Wir stellen uns auch nicht als Experten dar. Agnieszka und Dorota, die die aktuellen Bereitschaftsdienstzeiten übernehmen, haben Erfahrung und Wissen, sind aber keine professionellen Schreinerinnen. Daher ist die Unterstützung seitens der Besucher*innen auch sehr wertvoll, weil sowohl die diensthabenden Personen als auch die Besucher*innen des Männerschuppens etwas Neues dazulernen.

     

EPALE: Wie lernen Erwachsene? Welche Einstellung haben sie?

A.K. Dies hängt weitgehend von ihrer Persönlichkeit ab. Es gibt einerseits eigenständigere Besucher*innen, die, wenn sie etwas nicht wissen, entweder die diensthabende Person fragen, oder selbst nach Anleitungen, beispielsweise auf YouTube, suchen. Andererseits gibt es Menschen, die enger mit der diensthabenden Person zusammenarbeiten müssen. Diese wollen gemeinsam etwas ausprobieren, einen Prozess durchlaufen, oder laufend Fragen stellen. Es hängt auch in hohem Maße von der Fähigkeit ab, Maschinen zu benutzen und Dinge aus Holz zu schaffen.

     

EPALE: In eurem Angebot habt ihr auch Workshops für die Besucher*innen.

A.K. Wir haben bemerkt, dass einige der Leute, die hierher kommen, die Ausrüstung nicht benutzen können, und dies deren erster Kontakt mit der Schreinerei ist. So kamen wir zu dem Schluss, dass es nützlich wäre, Workshops durchzuführen, die die Leute auf die Arbeit im Männerschuppen vorbereiten würden. Einmal im Monat veranstalten wir Schreinerei-Einführungskurse. Deren Teilnehmende können versuchen, verschiedene Maschinen zu bedienen und lernen, wie sie funktionieren, um während der Bereitschaftsdienstzeiten selbstständig arbeiten zu können. Es ist möglich, dass wir auch fortgeschrittenere Workshops veranstalten werden. Wir wollen diesen Raum so gut wie möglich nutzen.  Wir wollen nicht, dass er leer bleibt.

      

EPALE: Was sind die häufigsten Fragen, die euch gestellt werden? Welche Zweifel haben Menschen, die zu euch kommen?

A.K. Es gibt zwei Arten von Fragen. Einerseits fragt man nach der Bedienung konkreter Maschinen. Es kommen Leute, die noch nie eine Fräsmaschine benutzt haben und wissen wollen, wie man Fräswerkzeug austauscht, montiert und dieses Gerät gebraucht. Es gibt auch Fragen zu spezifischen technischen Lösungen - zum Beispiel wie man eine dicke Schicht Ölfarbe von einem Möbelstück entfernen kann. Oftmals kommen Menschen mit einem Möbelstück, das sie schon lange zu Hause haben, das sie kostenlos erhalten oder gefunden haben und das sie renovieren wollen. Dies sind oft einfache Schritte, wie das Entfernen der Farbe, Schleifen und Neulackieren. Wir sehen, dass dieser Ort anfängt, im Geiste der „Zero Waste“-Bewegung zu arbeiten. Die Ideen sind sehr unterschiedlich - von der Renovierung bis zur Schaffung ganz neuer Dinge von Grund auf. Letztens kam ein Herr mit einer alten Leiter aus den 50er Jahren, deren alten Farbüberzug er entfernen wollte. Es wollte sie in ein Regal umfunktionieren, das er auf seinen Balkon stellt. Auf die Leiter wollte er Bretter legen und so Regale herstellen, auf welche er Pflanzen stellen kann. So sollte ein vertikaler Garten entstehen. Letztens kam beim Bereitschaftsdienst ein Paar zu Dorota, das die Kulisse für seine Hochzeit im Freien selbst schaffen will. Es bereitet in unserer Werkstatt eine sechseckige Konstruktion, welche auf einem Baum aufgehängt wird vor. Diese soll die Kulisse für das Ehegelübde bilden.

      

EPALE: Ihr unterstreicht in eurer Kommunikation, dass es sich um eine nachbarschaftliche Werkstatt handelt. Ist es möglich, die Einwohner einzubeziehen? Wie funktioniert dieser integrative Aspekt? Welche soziale Dimension hat dieser Ort?

A.K. Der soziale Wert dieses Ortes ist ein sehr interessantes Thema.  Wir beobachten bereits, dass hier soziale Kontakte zwischen Menschen entstehen. Wir möchten, dass unsere Werkstatt zu einem Ort wird, wo die Einwohner einander kennenlernen. Sie sollen dort gemeinsam entscheiden, dass auf ihrem Hof eine Bank oder ein Tisch fehlt und diese im Männerschuppen gemeinsam schaffen. Es ist mir auch sehr wichtig, dass dieser weitgehend der lokalen Gemeinschaft dient und diese in ihren Versuchen stärkt, die Qualität der öffentlichen Räume, der gemeinsamen Räume, die es in Wola gibt, zu verändern.

Seitdem es diesen Ort gibt, haben sich auch Handwerker aus der Gegend an uns gewandt, die über ihre normale Tätigkeit hinausgehen wollen. Es kam zu uns ein Juwelier, der ein Geschäft an der Działdowska-Straße betreibt, und sagte, dass er gerne Grundkurse im Juwelierhandwerk für Kinder durchführen würde. Er möchte ihnen gerne seine Arbeitskunst zeigen und mit ihnen gemeinsam Schmuck herstellen. Er hat das Bedürfnis, die junge Generation auszubilden, damit der Juwelierberuf nicht ausstirbt. Wir wurden auch von einem Herrn angesprochen, der eine Feinmechanik-Werkstatt betreibt. Er hat erfahren, dass wir einen Männerschuppen betreiben, und hat deshalb angenommen, dass wir für handwerkliche Fragen offen sind. Er kam mit der Idee zu uns, auch Workshops durch zu führen. Das Entstehen eines solchen Ortes am Kulturzentrum zeigt den örtlichen Handwerkern, dass es ein freundlicher Ort für sie sein kann, an dem sie ihren sozialen Bedürfnissen nachgehen können. Auf dessen Grundlage wollen wir ein breiteres Handwerksprojekt durchführen, um die Handwerker aus Wola kennenzulernen. Wir wollen eine Karte schaffen, die sie bewirbt und sie auch zu uns einladen, damit sie kostenlose Workshops für die Einwohner durchführen.  Wola ist einer der wenigen Warschauer Bezirke, neben Praga Północ, in dem noch einige Handwerksbetriebe erhalten geblieben sind, somit haben wir hier jemand, mit dem wir zusammenarbeiten können.

Wir sind uns auch bewusst, dass unsere kleine Werkstatt das Potenzial hat, nicht nur die in Wola lebenden Menschen, sondern alle Bewohner Warschaus zu erreichen.

     

EPALE: Arbeitet ihr mit anderen Institutionen zusammen bzw. plant ihr eine solche Zusammenarbeit?

A.K. Wir versuchen, unsere Werkstatt anderen Nichtregierungsorganisationen und Institutionen zur Verfügung zu stellen. Wir haben ein Übereinkunftsmodell erarbeitet, auf dessen Grundlage wir diesen Raum kostenlos zur Verfügung stellen werden. Die einzige Bedingung ist die Bereitstellung eines eigenen Experten, der mit der Gruppe arbeiten wird. Gerade hat sich das Centrum Akcji (deutsch Aktionszentrum) PACA 40 aus Grochów an uns gewandt, das eine Jugendgruppe hat und eine Erholungslaube im Freien schaffen will. Sie haben nach einem Ort gesucht, wo sie diese Laube herstellen können, um es danach bei sich im Garten aufzustellen.

Im Geiste der maximalen Nutzung dieses Raums sind wir offen für andere Institutionen oder Organisationen, die mit der lokalen Gemeinschaft zusammenarbeiten wollen.

     

EPALE: Wenn eine Institution oder eine Nichtregierungsorganisation einen Männerschuppen einrichten möchte, womit sollte sie beginnen?

A.K. Am Anfang muss man sich überlegen, ob man den richtigen Raum für die Einrichtung einer solchen Werkstatt hat. Dies ist der erste Schritt, der recht wichtig ist. Wie wir am Beispiel unseres Männerschuppens sehen können, benötigt man nicht viel Raum. Wir haben dort etwa 17 m2. Auf so kleinem Raum lässt sich bereits eine Werkstatt anlegen. Man muss jedoch bedenken, dass sie Lärm und Staub erzeugt. Deshalb sollte man sie an einem Ort anlegen, wo sie andere Gebäudenutzer oder -bewohner nicht stört.

Im nächsten Schritt sollte man prüfen, ob es in dem Team der jeweiligen Institution Personen gibt, die sich um diesen Ort kümmern könnten, sowohl im Hinblick auf die Koordinierung als auch im Hinblick auf die Übernahme der Bereitschaftsdienste. Im Idealfall kann man auf Freiwilligentätigkeit zurückgreifen, jedoch braucht man auch hierfür Zeit. Am Anfang muss es jemanden geben, der in der Lage ist, den Ort zu leiten.

Den dritten Schritt bildet die Kontaktaufnahme mit der Firma Jula, die die Schaffung solcher Orte unterstützt. Für uns persönlich war es eine sehr große Unterstützung. Ohne das Engagement der Firma Jula hätten wir es nicht geschafft, unseren Ort einzurichten. Und dank ihr haben wir jetzt eine voll ausgestattete Schreinerwerkstatt. Wir haben alle Werkzeuge, die wir für die Holzbearbeitung vor Ort benötigen. Die Firma Jula bemüht sich, das Spektrum dieser Orte zu erweitern. Sie sucht ständig nach neuen Partnern, deshalb lohnt es sich, an sie zu wenden und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu prüfen.

Es haben sich bereits drei Personen aus verschiedenen Ortschaften bei mir telefonisch gemeldet, die von unserer Werkstatt gehört haben und gerne einen solchen Ort bei sich einrichten möchten. Ich gebe gerne Tipps, wie man dies am besten schafft.

     

EPALE: Vielen Dank für das Gespräch. 

A.K. Danke gleichfalls.

    

ADAM KADENACI - Spezialist für soziokulturelle Partizipation im Kulturzentrum Wola, Sozialforscher, Animateur und Praktiker der sozialen Beteiligung. Absolvent der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften und Resozialisierung an der Universität Warschau. Absolvent der XX Szkoły Trenerskiej Stowarzyszenia Trenerów Organizacji Pozarządowych (deutsch: 20. Coachingschule der Vereinigung NGO-Coaches). Mitglied des Sieć Latających Animatorów Kultury Towarzystwa Inicjatyw Twórczych „ę” (deutsch: Netzwerk der fliegenden Kulturanimateure der Gesellschaft der kreativen Initiativen „ę“), in dessen Rahmen er Animateure, kulturelle Einrichtungen und Seniorenuniversitäten aus ganz Polen unterstützt. Gemeinsam mit der Fundacja Na Miejscu (deutsch: Stiftung Vor Ort) organisiert er Konsultationsprozesse, die dazu beitragen, die Bedürfnisse der Einwohner bei der Planung der Modernisierung des öffentlichen Raums in Warschau zu berücksichtigen. Mehr als die Umsetzung eigener Ideen schätzt er die Unterstützung der Einwohner bei der Durchführung ihrer eigenen soziokultureller Aktivitäten, insbesondere, wenn es sich um ihre ersten Initiativen handelt. In seiner Freizeit rennt er einer Scheibe hinterher (d. h. er spielt Ultimate Frisbee) und klettert (betreibt Bouldern)

***

Das Kulturzentrum Wola will die Macher und Rezipienten der breit verstandenen Kultur zusammenbringen und so eine lokale Gemeinschaft aufbauen. Es soll sich um eine moderne Gemeinschaft handeln, die offen für verschiedene Einstellungen und Phänomene der jetzigen Welt ist. Dies will man jedoch auf der Grundlage einer lokalen Identität schaffen.

Die Mission des Kulturzentrums Wola besteht darin, eine kreative und integrierte Gemeinschaft zu unterstützen, die Kulturschaffende und -empfänger zusammenbringt und die das Kulturprogramm mitgestaltet und dessen Umsetzung unterstützt.

    

#Nachbarschaft / Nähe / Wurzeln

#Modernität / Aktualität / Engagement

#Bildung / Entwicklung / Originalität

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  • Ritratto di Karolina Suska
    Uwielbiam takie inicjatywy i wysoko cenię miejsca, które je inicjują. Pracując w instytucji kultury, często mam okazję obserwować, jak ludzie świetnie się inspirują podczas takich - twórczych spotkań. Tego typu działania są zarówno procesem edukacyjnym i społecznym, bardzo ważnym dla każdego bez względu na wiek. Zawsze ogromnie cieszy mnie uśmiech na twarzach, wśród osób, które coś wykonają i wychodzą z tym "czymś" i wielką radością ze wspólnych zajęć. 
    PS. Dobrze, że Męska Szopa, nie jest tylko męska ;-)