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Ist es möglich beim Sport lebenslang zu lernen?

13/08/2018
by Markus Palmén
Tungumál: DE
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/is/file/sports-lifelong-learningSports in Lifelong Learning

Sports in Lifelong Learning

Der vorliegende Artikel ist eine Übersetzung aus dem Englischen.


Ist es möglich beim Sport lebenslang zu lernen, auch wenn die körperlichen Fähigkeiten mit dem Alter zwangsläufig nachlassen? Darüber hat EPALE mit Susanne Wolmesjö gesprochen, einer Neurowissenschaftlerin, Erwachsenenbildnerin und ehemaligen Sportlerin. Für Wolmesjö hat die Frage des lebenslangen Lernens beim Sport viele Facetten, die stark von den jeweiligen Lernzielen der Sportlerinnen und Sportler abhängen. Ihrer Ansicht nach muss das lebenslange Lernen beim Sport gar nicht unbedingt mit physischen Aspekten zusammenhängen.

Die Idee des lebenslangen Lernens ist im Bereich der Erwachsenenbildung selbstverständlich

Es scheint allgemein anerkannt, dass jeder fast alles in jedem Alter lernen kann. Auch für die berufliche Weiterentwicklung ist lebenslanges Lernen unerlässlich. 

Wenn das Lernen allerdings wie beim Sport physische und körperliche Aspekte betrifft, ist es offenbar etwas Anderes. Denn dann erfährt die Idee des lebenslangen Lernens Einschränkungen und es kommen Einschränkungen ins Spiel. Nehmen wir z. B. einen Profi- bzw. einen Amateursportler: Beide erreichen in einem bestimmten Alter den Höhepunkt der körperlichen Leistungsfähigkeit für ihre Sportart, nach dessen Überschreiten ihre Leistung unvermeidlich nachlässt. Profisportler müssen sich dann auf den Rückzug aus ihrem Sport vorbereiten und anderen Aktivitäten nachgehen.

Bedeutet das, dass die Idee und das Ideal des lebenslangen Lernens im Bereich des Sports nicht gültig sind?

Susanne Wolmesjö ist Erwachsenenbildnerin, Unternehmerin und Neurowissenschaftlerin. Sie leitet ihr eigenes Bildungs- und Beratungsunternehmen und unterrichtet darüber hinaus Erwachsene an der Bosön Sports Institute Folk High School in Stockholm. Außerdem war sie früher eine sehr erfolgreiche Volleyballspielerin und -trainerin in ihrem Heimatland Schweden und den USA.

Die Frage des lebenslangen Lernens beim Sport ist für sie sowohl eine wissenschaftliche als auch eine philosophische. Dabei hängt viel von der jeweiligen Sportart und den Lernzielen des Einzelnen ab.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir beim Sport lebenslang dazulernen können. Bei jeder Sportart bringt jedes neu erreichte Niveau neue Ziele und neue Herausforderungen mit sich. Wenn man mit einer neuen Sportart beginnt, eröffnet sich ein ganz neuer Horizont an Fähigkeiten. Dann kommen noch die verschiedenen körperlichen und geistigen Herausforderungen des Einzelnen dazu, und es ergibt sich ein immer größer werdendes Feld von Lernherausforderungen.“

Susanne Wolmesjö zufolge müssen wir jedoch bei bestimmten Sportarten an einem gewissen Punkt akzeptieren, dass unsere körperliche Fitness begrenzt sein könnte. Am schwierigsten zu bewältigen sind dabei die Sportarten, die Kraft und Schnelligkeit erfordern. Obwohl man seine Kraft in jedem Alter weiter trainieren kann, reicht sie möglicherweise nicht aus, wenn hohe Ziele angestrebt werden.

„In diesem Fall muss man sich zur eigenen Weiterentwicklung vielleicht für eine neue Sportart entscheiden oder Varianten der alten in Erwägung ziehen. Mit einer anderen Sportart wird man sich umstellen und andere Möglichkeiten finden, um sich lebenslang weiterentwickeln zu können. Ein Beispiel dafür ist Geh-Fußball, ein langsamere Variante des Fußballs für Seniorinnen und Senioren oder Spielerinnen und Spieler mit eingeschränkter Mobilität.

Neben meinem eigentlichen Sport, dem Volleyball, übe ich auch andere Sportarten wie Golf, Kajakfahren und Radfahren aus. Dabei lerne ich immer etwas Neues und stelle mich Herausforderungen.“

Wolmesjö zufolge legen die jeweiligen Ziele der Sportlerinnen und Sportler die Grenzen des Lernens fest – und diese Grenzen können durch das Erlernen von ganz neuen Sportarten oder von Varianten bereits beherrschter Sportarten erweitert werden. Außerdem kann der Weg des Lernens nach Erreichen einer körperlichen Höchstleistung auch auf folgende Weise fortgesetzt werden:

„Wenn das Spielen selbst nicht mehr motiviert, ergeben sich durch das Trainieren Anderer neue Herausforderungen. Denn durch das Unterrichten lernt man wahnsinnig viel. Dadurch ergeben sich durch die Übernahme von Trainerfunktionen oder eines Coaching-Ansatzes in nicht sportbezogenen Bereichen ebenfalls Möglichkeiten des lebenslangen Lernens.“

Seit 1989 trainiert Wolmesjö Tai Chi unter Anleitung eines Meisters aus China. Dieser lehrt sie, dass sie nie zweimal dieselbe Bewegung machen kann. Jedes Mal, wenn sie eine Bewegung macht oder einen Gedanken denkt, ist es das erste Mal, dass sie diese Bewegung macht bzw. diesen Gedanken denkt. Dies bedeutet für das Nervensystem, dass es – unabhängig vom Alter – ständig und ununterbrochen Neues lernt.

„Daher ist meiner Meinung nach lebenslanges Lernen beim Sport möglich. Dabei kommt es eher auf die eigene Einstellung, Motivation und Bereitschaft als auf körperliche Aspekte an“, so Wolmesjö.


Zur Autorin: Susanne Wolmesjö ist Neurowissenschaftlerin, Erwachsenenbildnerin und ehemalige Sportlerin. Sie leitet ihr eigenes Bildungs- und Beratungsunternehmen www.educationinmotion.se und unterrichtet darüber hinaus Erwachsene an der Bosön Sports Institute Folk High School in Stockholm.


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Displaying 1 - 5 of 5
  • Beāte Lozberga's picture
    Mans mīļākais teiciens ir "kustībā ir dzīvība". Mūsdienās ir tik daudz iespēju sportot. Tekstā autore minēja, ka atsevišķos sporta veidos mums ir jāpieņem, ka mūsu fiziskajām spējām ir robežas, protams, ir sporta veidi, kas ar savu specifiku, kuriem ir vajadzīga speciālā sagatavotība taču, manuprāt, katrs var atrast sev piemērotāko sporta veidu, vadoties pēc fiziskās sagatavotības, vecuma un jau iegūtajām prasmēm, zināšanām. Iespējams, ka kādam neizdosies sasniegt pašus augstākos mērķus, taču balvā var būt veselība un laba pašsajūta, tas ir tā vērts. Pēc manām domām, ideja strādāt par treneri vai arī sporta skolotāju pēc savas profesionālās sporta karjeras beigām ir ļoti laba, jo turpinās šī sporta mūžizglītība process, tikai mazliet savādākā veidā. Arī esot trenerim vai sporta skolotājam ir jācenšās uzturēt sevi formā.  
  • Renāte Ēķe's picture
    Ik dienu mēs iemācamies ko jaunu, tas var būt kaut vismazākais sīkums. Pat tad, kad cilvēkam liekas, ka viņš visu jau zina, tā tomēr nav, mēs varam sevi pilnveidot un iegūt jaunas zināšanas ik dienu. Protams, ir jāņem vērā mūsu fiziskās spējas, bet ikviens var sev atrast vispiemērotāko sporta veidu. Ir arī sports cilvēkiem ratiņkrēslos, tāpēc gribu teikt - iespējas tiešām ir! 
    Ar to kopumā es vēlos pateikt, ka es piekrītu autores teiktajam - mūsu fiziskajām spējām ir robežas, bet mēs varam uzsākt jaunu sporta veidu un attīstīt sevi tajā, kas ir atbilstoši mūsu spējām. Tādēļ - jā, arī sportā mācīšanās var ilgt visu mūžu. 
  • Jausma Rozenšteine's picture
    Mūžizglītība - sportā ir veselības veicinošs un saglabājošs mērķis. Nodarbojoties ar citu sporta veidu jāņem vērā vecuma īpatnības un iepriekšējas prasmes protams, emocijas un izvirzītie mērķi ir spēks, kas dzen uz priekšu.
     

  • Marta Kosińska's picture
    Inne wymiary edukacji poprzez sport - poza wymiarem fizycznym - są szalenie istotne dla późnego wieku. Jako ewaluatorka projektów edukacyjnych stykałam się z wieloma grupami aktywnych fizycznie seniorów: bardzo często działalność teatralna lub taneczna wymagały od nich doskonalenia sprawności fizycznej. Co ciekawe, wielu z nich podkreślało, że podejmuje te działania w celach terapeutycznych. W tej grupie wiekowej nader często występuje depresja związana z późnym wiekiem - aktywność fizyczna jest wręcz jednym z podstawowych warunków walki z depresją. 
  • Monika Dawid-Sawicka's picture
    Zaryzykuję tezę, że w sporcie nauka przez całe życie ma znacznie intensywniejszy wymiar niż w innych obszarach zawodowych. Pracując ze sportowcami widzę jak każdego dnia uczą się nowego, testują i poszukują nowych rozwiązań. W sporcie zdecydowanie szybciej niż w innych dziedzinach nabyta wiedza podlega weryfikacji – jeśli nie przynosi efektu, poszukujemy dalej, testujemy nowe rozwiązania. To właśnie weryfikowanie wiedzy poprzez  zbliżanie się (lub nie) do postawionego celu sprawia, że sportowiec codziennie intensywnie się uczy, szukając optymalnej ścieżki.