chevron-down chevron-left chevron-right chevron-up home circle comment double-caret-left double-caret-right like like2 twitter epale-arrow-up text-bubble cloud stop caret-down caret-up caret-left caret-right file-text

EPALE

EPALE A felnőttkori tanulás elektronikus európai platformja

 
 

Blog

Mobilitäts-Scouts – ältere Menschen gestalten eine alternsgerechte Lebensumwelt (1)

25/10/2018
by EPALE Österreich
Nyelv: DE
Document available also in: EN SK

Dieser Artikel ist Teil der EPALE-Publikation "Upskilling Pathways - Chancengleichheit und Partizipation durch Erwachsenenbildung", welche im November 2018 erscheint.

Autorin: Claudia Auzinger | queraum. kultur- und sozialforschung

/hu/file/mobilityscoutscoeadapahoermandingerjpgmobilityscouts_c_oead_apa_hoermandinger.jpg

Ideen- und Networkingpool „Mobilitäts-Scouts“ im Rahmen der EPALE Themenkonferenz am 21. Juni 2018 in Wien

Der Mobility Scouts Ansatz

Mobility Scouts ist ein Erasmus+ Projekt, das von Partnerorganisationen in den Bereichen Sozialpolitik und Sozialfor­schung, soziale Gerontologie und Erwachsenenbildung in Österreich, Deutschland, Italien, Litauen und den Niederlanden zwischen Oktober 2016 und September 2018 durchgeführt wurde. In Österreich wurde das Projekt unter dem Titel „Mobilitäts-Scouts“ von queraum. kultur- und sozialforschung umgesetzt und vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz unterstützt.

Inklusion und Partizipation älterer Menschen sind die leitenden Prinzipien des Mobility Scouts Ansatzes. Das Projekt greift Aspekte rund um die Themen Aktives Altern, altersfreundliche Lebenswelten, lebenslanges Lernen, Freiwilligenengagement und Koproduktion auf.

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, ältere Männer und Frauen in Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen und sie zu befähigen, an der Schaffung eines alternsgerechten Wohnumfelds als gleichberechtigte Partnerinnen und Partner zu partizipieren. Mobilitäts-Scouts sind Pionierinnen und Pioniere, die  das Thema der altersgerechten Umwelt auf die lokale Agenda setzen und diesem Thema durch die Initiierung von lokalen Mobilitäts-Projekten Impulse geben.

Konkret wurden ältere Frauen und Männer im Rahmen eines Mobilitäts-Scouts Trainings geschult und dabei unterstützt, gemeinsame Aktivitäten von öffentlichen Stellen, Unternehmen oder Dienstleistungsanbietern sowie älteren Menschen zur Gestaltung alternsgerechter Lebenswelten anzuregen und zu begleiten. Die Mobilitäts-Scouts Trainings vergrößerten nicht nur das Wissen der beteiligten älteren Menschen zu Themen der Barrierefreiheit, alternsgerechten Infrastruktur und Stadtentwicklung. Die Beteiligten wurden durch die Umsetzung eines Praxisprojekts auch befähigt, sich in gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bereichen konstruktiv einzubringen und neue Formen der Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren der Stadtverwaltung und Bezirkspolitik einzugehen. Diese wiederum öffneten sich für die Einbeziehung älterer Menschen und profitierten von deren Kenntnissen und Erfahrungen.

Wie sieht das Mobilitäts-Scouts Training in Wien aus?

Das Mobilitäts-Scouts Training in Wien startete im Februar 2018 und wird bis Ende September 2018 abgeschlossen. Die insgesamt 13 Teilnehmer/innen haben so die Möglichkeit, parallel zu den Inhalten im Training eigene Ideen für Praxisprojekte zu entwickeln und umzusetzen. Das Training besteht aus drei Phasen:

  • Lernphase
  • Umsetzungsphase
  • Reflexions- und Abschlussphase

Die Lernphase dient der Vermittlung von Wissen und dem Austausch bereits vorhandener Erfahrungen. In thematischen Workshops wird Basiswissen zur alternsgerechten Gestaltung des öffentlichen Raums und der Mobilität in Wien vermittelt. Die Mobilitäts-Scouts lernen die Elemente einer alternsgerechten Lebenswelt kennen, bekommen einen Überblick über die wichtigsten Akteur/innen (in Bereichen wie Stadtplanung, Stadtgestaltung, Barrierefreiheit, etc.) und deren Verantwortungsbereiche. Auch Partizipationsmöglichkeiten bei der (Um-)Gestaltung von öffentlichem Raum und Mobilitätsangeboten und Beispiele aus der Praxis werden diskutiert.

Zur Gestaltung und Umsetzung dieser thematischen Workshops werden Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen projektrelevanten Bereichen hinzugezogen, wie z.B. Vertreter/innen der Lokalen Agenda 21 (Partizipation), der Mobilitätsagentur Wien (Mobilität, Barrierefreiheit), oder der Planungsabteilungen der Stadtverwaltung (Stadtgestaltung/Öffentlicher Raum; Stadtentwicklung).

In den begleitenden Praxismodulen entwickeln die Mobilitäts-Scouts mit Unterstützung des Projektteams ihre Praxisprojekte. Für eine erfolgreiche Projektentwicklung werden unterschiedliche Werkzeuge (Projektkonzept, Aktionsplan, Umfeldanalyse) vorgestellt und angewandt.

In der mehrmonatigen Umsetzungsphase entwickeln die Mobilitäts-Scouts ihre Projektideen weiter und setzen die Praxisprojekte um. Dabei erhalten die Teams je nach Bedarf individuelle Unterstützung (z.B. beim Aufbau von Kooperationen mit externen Partner/innen, beim Projektmanagement) und Coaching durch die Trainer/innen.

Den Abschluss des Trainings bildet eine Reflexions- und Abschlussphase. Bei einem Reflexions-Workshop stehen der Rückblick auf Training und Praxisprojekte und ein Ausblick auf die Zukunft (Nachhaltigkeit, Folgeprojekte etc.) im Mittelpunkt.

> Zum 2. Teil des Artikels

Weitere Infos auf: www.mobility-scouts.eu

Fotos: © OeAD-GmbH/APA-Fotoservice/ Hörmandinger


/hu/file/mobilityscoutsclaudiaauzingercoeadapahoermandingerjpgmobilityscouts_claudia_auzinger_c_oead_apa_hoermandinger.jpg

Ideen- und Networkingpool „Mobilitäts-Scouts“ im Rahmen der EPALE Themenkonferenz am 21. Juni 2018 in Wien
Autorin: Claudia Auzinger| queraum. kultur- und sozialforschung

Claudia Auzinger ist seit Anfang 2018 bei queraum. kultur- und sozialforschung als Mitarbeiterin beschäftigt und arbeitet an Projekten, die sich mit der Aktivierung und Befähigung von Menschen zur Mitsprache und Mitgestaltung ihres Lebensumfelds befassen. Nach dem Studium der Landschaftsarchitektur (BOKU Wien) und Raumplanung (TU Wien) war sie zunächst in der Stadtteilentwicklung und im Stadtteilmanagement tätig, wo sie nachbarschaftsfördernde Projekte initiierte und begleitete sowie lokale Ansprechperson für Bewohner/innen  zu Fragen des Wohnumfelds war.

Kontakt:

auzinger@queraum.org

www.queraum.org

Share on Facebook Share on Twitter Epale SoundCloud Share on LinkedIn