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EPALE - ríomhArdán d’Fhoghlaim Aosach san Eoraip

Blag

Schnell, geschickt, doch ohne Hast – bewusste Digitalisierung der Dienstleistungen eines Schulungsunternehmens

23/04/2020
ag Sławomir Łais
Teanga: DE
Document available also in: PL HR FR

Lesezeit circa 5 Minuten - Lesen, liken, kommentieren!

Originalsprache: Polnisch


Als Folge der durch die Pandemie eingeschränkten Kontakte mussten viele Schulungsunternehmen ihren gesamten Präsenzunterricht absagen und einen Schnellkurs in der Digitalisierung ihrer Dienstleistungen durchlaufen. Wir erfahren, wie man aus der Ferne arbeiten, lernen und leben kann.

Was tun, wenn man Einnahmen schützen und gleichzeitig die Kunden nicht aufgrund wegfallender Dienstleistungen verlieren möchte? Wie schafft man es, dass das, was als Ersatzlösung für Schulungen im Saal entstanden ist, nicht nur eine Ersatzlösung bleibt, sondern die Firma weiterentwickelt und stärkt?

Man kann sagen, dass die Präsenzbildung nicht nur die Komfortzone verlassen hat, sondern für ein paar oder mehrere Wochen ins Weltall geschossen worden ist. Dabei sind es normalerweise die Coaches, die ihren Kunden immer wieder sagen, dass echte Entwicklung das Verlassen der Komfortzone erfordert. Nun ist die Gelegenheit, um ihnen dies deutlich zu veranschaulichen.

Ich habe keine Zweifel daran, dass die Pandemie einen Katalysator für die Bildungsentwicklung darstellt. Wenn sich der Rauch legt, werden sich einige Unternehmen auf den Einsatz von Technologie hin entwickeln und stärker werden, und einige werden sich leider nur auf die Brandbekämpfung beschränken. 

Keep Calm and działaj świadomie


Keep Calm und kümmere dich um die Zukunft      

STRATEGISCH DENKEN

Jemand sagte einmal, dass man aus den Gräben heraus keine Strategie entwickeln kann. Wo Kugeln zischen, ist die Sichtweite auf das nächste Schlachtfeld beschränkt. Um eine Schlacht zu gewinnen, braucht man sowohl das Geschick der Soldaten, als auch das Genie, oder zumindest die Professionalität, ihrer Stäbe. Dasselbe gilt für die Verwendung der Technik. Es ist leicht, der Faszination von Tools zu verfallen und in so genannten Features zu versinken. Dies macht es jedoch schwierig, eine breitere Perspektive einzunehmen. Das Spektrum an Lösungen, die das Lernen unterstützen, ist enorm.

     

RESSOURCEN VERWALTEN

Zunächst einmal sind wahrscheinlich Ressourcen frei geworden, z. B. Zeit des Firmenchefs und der Coaches. Es lohnt sich, diese vernünftig zu nutzen. Vielleicht lohnt es sich angesichts der beschleunigten Entwicklung, die Aufgaben rational zu verteilen?

Man kann damit beginnen, Ressourcen und Zeit in operative Aktivitäten und strategisches Denken einzuteilen. Möglicherweise lohnt es sich, jemanden im Unternehmen zu bestimmen, der sich für bestimmte Tools interessiert, diese näher kennen lernt und danach auch anderen näher bringt und sich spezifischer Lösungen, beispielsweise Webinaren, annimmt. Unter Umständen sollte man sich Gedanken darüber machen, ob der Chef persönlich Rezensionen von Mikrofonen oder Kamerabeschreibungen lesen soll, oder es besser ist, diese Aufgabe an eine andere Person weiterzuleiten und sich nur die Kaufentscheidung zu treffen.

Die Situation ist so ungewöhnlich, dass jemand das Ruder übernehmen und andere steuern muss. Wenn dies nicht geschieht, werden wahrscheinlich viele Ressourcen verschwendet.

     

AUFKLÄRUNG UND ERKUNDUNG

Ich beobachte mit Bewunderung zahlreiche Initiativen, die auf beschleunigte Weiterbildung von Schulungsunternehmen in der Vorbereitung von Webinaren, Digitalisierung von Unterrichtseinheiten, Aufnahme von Schulungsvideos usw. abzielen. Viele meiner ausgezeichneten Kollegen teilen ihr Wissen darüber, wie ausgewählte digitale Maßnahmen technisch und effizient umgesetzt werden können. Es ist gut, dass dies geschieht.

Es lohnt sich, sie zu nutzen und verschiedene Methoden kennen zu lernen. Anstatt sich stundenlang den Kopf zu zerbrechen, was die einzelnen Tools taugen, kann man Beiträge von Bloggern lesen oder an ihren Webinaren teilnehmen.

Technik ist zwar wichtig, jedoch reicht sie nicht aus.

     

DIENSTLEISTUNGSWERT ERHALTEN

Bei der Zusammenarbeit mit Schulungsunternehmen an der Digitalisierung des Unterrichts beginne ist stets mit der Frage: „Warum kauft man gerade deine Dienstleistungen?“. Entgegen dem Anschein ist eine Antwort nicht immer leicht.

Wenn man die Werte kennt, die in der jeweiligen Dienstleistung von Schlüsselbedeutung für die Kunden sind, kann man bewusst digitale Tools auswählen (insbesondere solche, die keinen direkten Kontakt erfordern). Dies kann in einer Weise geschehen, die diese Werte stärkt.

     

DIE MÖGLICHKEITEN KENNENLERNEN UND DAS NEUE POTENZIAL NUTZEN

Der erste Gedanke ist wahrscheinlich, nach einem einfachen Ersatz der Aktivitäten im Klassenzimmer durch Fernmedien (Telefonkonferenzen, Webinare usw.) zu suchen. Das scheint die natürlichste Form zu sein. Wird der normale Unterricht abgesagt, dann liefern wir diesen auf eine andere Weise.

Dies ist verständlich, jedoch sehr einschränkend.

Digitale Entwicklungsprozesse bieten ein Meer von Möglichkeiten, und viele von ihnen erfordern keine speziellen IT-Kenntnisse. Auch der methodische Sinn ist entscheidend.

Es lohnt sich zu erkennen, dass digitale Bildung viel mehr ermöglicht als die Übertragung klassischer Coaching-Aktivitäten übers Internet. Auf Learning Battle Cards ist es uns gelungen, 108 solcher Methoden zu sammeln. Es gibt also einige davon.

Sobald eine Person aufhört, im Schema von Präsenzveranstaltungen zu denken, bemerkt sie die Möglichkeiten, die es in der normalen Handlungswelt nicht gibt oder die schwierig sind. Zunächst einmal muss man aufhören, linear zu denken.

     

  1. Nicht-linearer Zugriff auf Inhalte. Im Gegensatz zum Unterricht im Schulungssaal kann man den Teilnehmenden Aufgaben erteilen und Kenntnisse vermitteln, die sie in ihrem eigenen Tempo (und nicht unter Gruppendruck) umsetzen können. Wenn jede*r im Schulungssaal die gleiche Aufgabe erledigt, stellt dies normalerweise eine Einschränkung der Aktivitätsform und keine methodische Idee dar.

  2. Kurze Treffen statt langer Unterrichtseinheiten. Es macht wirtschaftlich keinen Sinn, dass ein Trainer in den Schulungsraum für einen 25-minütigen Präsenzunterricht zu holen. Bei Webinaren macht es keinen Unterschied.

  3. Flexibler Prozess. Der Präsenzunterricht wird oft in Form von Schulungstagen durchgeführt. In der digitalen Welt kann man Prozesse gestalten, die mehrere Tage oder Wochen dauern und verschiedene Aktivitäten beinhalten - z. B. ein Eröffnungs-Webinar für mehrere Dutzend Personen, dann Einzel- oder Gruppenaufgaben, in der Zwischenzeit gibt es die Möglichkeit, den Trainer online zu kontaktieren, dann gibt es Themenwebinare (für Interessierte) usw.

  4. Individualisierung des Lernens. Nirgendwo wird gesagt, dass jeder genauso viel Zeit des Trainers in Anspruch nimmt. In der Online-Welt geht die Betreuung einer bestimmten Person nicht auf Kosten der anderen Teilnehmenden.

  5. Ergebnisse speichern. Wenn man die Ergebnisse, d. h. beispielsweise die Aussagen der Teilnehmenden, die von ihnen gestellten Fragen, oder die von ihnen gemeldeten Probleme, speichert, kann man großartige, einzigartige Ressourcen für sein Unternehmen für die aktuelle Gruppe und zukünftige Gruppen aufbauen. Manchmal kann ein einfaches Hilfsmittel wie FAQ (Frequently Asked Questions - häufig gestellte Fragen) mit einer guten Suchmaschine ein großartiges Hilfsmittel sein, nicht nur zum Lernen, sondern auch zur Umsetzung von Fähigkeiten in die Praxis.

    

KEEP CALM  UND KÜMMERE DICH UM DIE ZUKUNFT

Gegen die Pandemie können wir kaum etwas ausrichten, aber früher oder später wird sie enden. Die meisten werden überleben. Die Frage ist, welche Schulungsorganisationen lediglich überleben und welche daraus gestärkt hervorgehen werden. Schließlich kann es sein, dass sich Kunden, die sich an die Fernarbeit gewöhnen, sich auch an Fernunterricht gewöhnen.

Sławomir ŁaisErwachsenenbildner, Designer von Lehranwendungen, Autor von Veröffentlichungen, Blogger auf der Webseite praktykatrenera.pl, Referent auf vielen Konferenzen. Vorsitzender von OSI CompuTrain, Mitbegründer der Lernmethode und des Lerntools Learning Battle Cards. Trainer, Berater bei der Anwendung moderner Lerntechnologien. EPALE-Botschafter (Polen).

  


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1 - 4 as 4 á dtaispeáint
  • Małgorzata Rosalska's picture
    Bardzo potrzebne i przydatne uwagi. Obserwuję teraz co się dzieje w obszarze edukacji formalnej. Mam wrażenie, że jest to mieszanka zaskoczenia, paniki, zadziwienia ale też zainteresowania i potrzeby zrobienia czegoś sensownego. Decyzje i działania podejmowane są w pośpiechu. W kontekście sytuacji jest to zrozumiałe, ale brakuje trochę przestrzeni na myślenie strategiczne. W niektórych instytucjach jest totalna dowolność, każdy robi jak chce i jak potrafi. W innych rozwiązania (sprawdzone wcześniej) są proponowane, ale też ćwiczone. Mam wrażenie, że mamy to do czynienia z totalnie różnymi strategiami zarządzania zmianą. Tu nie chodzi tylko o kompetencje cyfrowe, ale też o to, o czym piszesz - efektywne funkcjonowanie w zmianie.
  • Sławomir Łais's picture
    Myślę, że problem polega na tym, że dla wielu edukatorów ta zmiana jest niestety powiązana z lękami o przyszłość, o przyszłe przychody, dalszą karierę itp. Takie lęki powodują, że trudno o spokojne i strategiczne podejście.
    Pewnie wiele osób działajacych "analogowo" nie ma nic przeciwko edukacji cyfrowej, a nawet może to traktuje jako temat jakiejś tam przyszłości. Stało się tak, że przyszłość przyszła i trzeba się z nią konfrontować teraz. 
    Ja jednak wierzę, że wielu się uda wskoczyć poziom wyżej i dla wielu to będzie krok w rozwoju.
  • Rafał Żak's picture
    Na moje oko jeszcze jedna rzecz jest ważna - nie robić tego wszystkiego za darmo. Wiele branż poszło w niebezpieczną drogą, na przykład branża trenerów personalnych czy fitness. Z miejsca zaoferowali pełne treningi dostępne za darmo. Na moje oko możemy przechodzić do on line, ale trzeba pamiętać, że to dalej jest nasza praca. Sama forma nie powinna znacząco zmieniać cen tej pracy. 
  • Sławomir Łais's picture
    Myślę, że wszystkiego nie, ale "zapłatę" można odbierać w różny sposób. Wiele osób dajac coś za darmo łapie "zasięg" (aktualnie też wiele osób z branży edukacji cyfrowej), inni budują dobry wizerunek tych, którzy pomagają innym, jeszcze inni chcą utrzymać klientów.
    Jest wiele strategii, w których bezpośrednie branie kasy za każdą usługę nie jest koniecznością. Wiele modeli biznesowych opiera się na częściowym udostępnianiu darmowych treści lub podejmowaniu działań pro publico bono.
    Dlatego nie oceniam, póki nie znam strategii, może w jej ramach są darmowe usługi.