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Blag

GastroINKLUSIV – Inklusive Lernmaterialien für eine nachhaltige Gastronomie

12/03/2020
ag Claudia HAMANN
Teanga: DE
Document available also in: EN

Lesedauer circa 3 Minuten - Jetzt lesen, liken und kommentieren!


Nachhaltiges Handeln fördern

In unserer globalisierten Welt gilt es zunehmend, das eigene Handeln zu reflektieren. Welche Auswirkungen hat mein (Konsum-)Handeln? Wie gehe ich schonend mit Ressourcen um? Die Strategische Partnerschaft „GastroINKLUSIV – Neue Modelle für inklusiven Fachunterricht an der Berufsschule“ verband Fragen zur Inklusion im beruflichen Fachunterricht mit den Themen Nachhaltigkeit und Globalisierung. Das Projektkonsortium aus Berufsschulen, Bildungsakteuren und Unternehmen entwickelte Lernmodelle und formulierte Empfehlungen für Berufsschule und Unternehmen im Bereich Gastronomie. Die Auszubildenden sollen so für die Konsequenzen des eigenen Handels in Beruf und Privatleben sensibilisiert werden und erhalten neue Perspektiven auf ihr Berufsfeld.

Nah am Lernenden, nah an der PraxisGastroINKLUSIV

Inklusiver Unterricht, das heißt gemeinsam lernen, unabhängig von vorhandenen Handicaps. Um dies zu ermöglichen, werden Ideen und Material benötigt, damit Lehrkräfte dies konkret und gewinnbringend in der Unterrichtssituation umsetzen können. So machte es sich das Projektteam – elf Partnereinrichtungen aus drei EU-Ländern – zur Aufgabe, Handreichungen für inklusiven Fachunterricht im Bereich Gastronomie zu entwickeln, die für eine möglichst breite Zielgruppe geeignet sind. Es entstand ein inklusives Lernmodell: Lernziele und -inhalte wurden erarbeitet und Lernmaterialien in Standard-, einfacher und Leichter Sprache entwickelt. Ergänzt werden die Materialien durch didaktische Anleitungen für die Lehrkräfte. Mit diesen Hilfestellungen an der Hand, kann Fachunterricht durchgeführt werden, der alle Auszubildenden erreicht und ihnen praxisnahe Einblicke und Kompetenzen vermittelt.

Blick „über den Tellerrand“

Neben vier Lerneinheiten zu den Themen Fleisch, Fisch, Gemüse und ressourcenschonendem Umgang mit Lebensmitteln umfassen die erarbeiteten Materialien auch das Planspiel „Hühner für Ghana?“ zu Geflügelexporten nach Afrika. Es lässt die Teilnehmenden selbst in die Rolle von Interessenvertretern/-innen schlüpfen und regt zu Diskussion und Kompromissfindung an. Der Blick über die eigene Lebensrealität hinaus, das Erkennen von neuen Zusammenhängen und die Interaktion mit den Mitspielenden vermag zu aktivieren und zu mehr Engagement – z.B. in politischen, sozialen oder interkulturellen Kontexten – zu motivieren.

Die Broschüre „Erfolgsrezepte. Inklusive Lernmaterialen für eine nachhaltige Gastronomie“ beinhaltet Materialien für die berufliche Bildung im Bereich Gastronomie. Dort werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Themen Nachhaltigkeit und Globalisierung im Fachunterricht aufgegriffen werden können. Zugleich wird erklärt, wie diese Themen in heterogenen Gruppen binnendifferenziert – im Sinne einer erfolgreich praktizierten Inklusion – bearbeitet werden können.

Für das Projektteam war es ebenfalls Ziel, die Lehrenden an inklusiven Unterricht heranzuführen und hierzu Kompetenzen zu vermitteln. So entstand der „Leitfaden mit Empfehlungen zur Entwicklung von inklusivem Lernmaterial für den beruflichen Fachunterricht“. Interessierte erhalten hier Anregungen zur Entwicklung inklusiver Materialien sowie einer inklusiven Methodik und Unterrichtsgestaltung. Daraus können Lehrkräfte neue Perspektiven und Einblicke für ihren Berufsalltag herausfiltern.

Vorstoß mit Erfolg

Im Mai 2018 wurde „GastroINKLUSIV“, gemeinsam mit dem Projekt „Anders Wirtschaften – Globales Lernen für die Berufliche Bildung“, im Rahmen des Bildungskongresses WeltWeitWissen – Lernen für den Wandel 2018 mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

2019 nominierte die Europäische Kommission das Projekt für den 2019 VET Excellence Award. Es erreichte dort einen hervorragenden dritten Platz und setzte sich damit vor hunderte von Erasmus+-Projekten.


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Über die Autorinnen: Simone Albrecht arbeitet für den deutschen Volkshochschul-Verband und ist dort für die Themen Prävention und gesellschaftlicher Zusammenhalt zuständig. Claudia Hamann ist in der Nationalen Agentur „Bildung für Europa“ beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NABIBB) im Bereich Erasmus+ Berufsbildung tätig und betreut u.a. Strategische Partnerschaften bei der Antragsstellung und Projektdurchführung.


Weitere Informationen

Link zur Projektwebseite von GastroINKLUSIV

Link zum Projekt in der E+-Ergebnisdatenbank

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