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Blag

Nachhaltigkeit durch grenzüberschreitende Kreislaufwirtschaft (SCRCE)

09/03/2020
ag Volker Ludwig
Teanga: DE
Document available also in: EN EL RO ES HU IT

Lesedauer ca. 4 Minuten - Lesen, liken, kommentieren!


„Eine erfolgreiche Erreichung des Ziels Nr. 12 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen „ Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion (SDG 12)“ erfordert die Umwandlung der Wirtschaft in eine nachhaltige Wirtschaft, die als Kreislaufwirtschaft organisiert werden muss.“

Um diese Aussage genauer zu betrachten, starteten wir als Partner aus Schweden, Italien, Griechenland und Deutschland im Oktober 2018 und haben eine strategische Partnerschaft (Project-No.: 2018-1-DE02-KA204-005230) für die Erwachsenenbildung und einen Austausch guter Praxis (Best Practices) begonnen. Der Ausgangpunkt für unser Projekt war eine Umfrage, die auf einem Fragebogen basierte, der zuvor von einem der Partner entwickelt worden war.

Circular Economy

"Circular Economy" by EPRS (CC-BY 4.0

Kreislaufwirtschaft versus heutige Konsummuster

Am Anfang dachten wir etwas naiv, dass der „grenzüberschreitende“ Aspekt einer Kreislaufwirtschaft in einer Welt, die auf Importen und Exporten basiert, unsere größte Herausforderung sein würde. Aber relativ früh fanden wir heraus, dass die Frage, wie eine Kreislaufwirtschaft auf der Grundlage der heutigen Konsummuster aussehen würde, uns herausforderte. Alle Partner suchten nach Best-Practice-Beispielen für Unternehmen und Projekte der Kreislaufwirtschaft und wir hatten bei unseren Treffen und dazwischen über das Internet viele Diskussionen. Irgendwie kamen wir der Antwort auf die Frage, was die „Kreislaufwirtschaft“ bestimmt, näher und fanden sogar einige Ergebnisse für den grenzüberschreitenden Aspekt. Auch kulturelle Unterschiede in Bezug auf konkrete Kreisläufe konnten wir identifizieren. Nicht alles was in einem Land geht funktioniert auch in einem anderen Land. Aber insgesamt waren wir uns einig, dass die Kreislaufwirtschaft ein nachhaltiger Weg sein könnte, um die heutige Ausbeutung der natürlichen Ressourcen für Produktion und Verbrauch als wesentliches Problem für das Überleben der Menschheit zu stoppen.

Erwachsenenbildung im Zusammenhang mit Kreislaufwirtschaft

Was hat das mit Erwachsenenbildung zu tun: viel! Eine grenzüberschreitende Kreislaufwirtschaft ist nichts, was die staatlichen Behörden den Verbrauchern und Produzenten auferlegen könnten. Das würde so nicht funktionieren, nämlich weil alle, die zu einer Umsetzung des Konzepts verpflichtet würden, dazu notwendiges Wissen und notwendige Fähigkeiten haben müssten, was aber noch nicht der Fall ist. Das liegt wohl daran, dass Kreislaufwirtschaft eher ein Lebensstil als ein wirtschaftliches Modell ist. Und Lebensstil ist lehrbar und daher eine Frage der Erwachsenenbildung.

Unser Weg zum Erfolg

Deshalb haben wir versucht, mithilfe des Austauschs bewährter Verfahren einen Bildungsansatz zu entwickeln, mit dem Ziel, dass Experten und Menschen über einen zirkulären wirtschaftlichen Lebensstil nachdenken. Bestenfalls wollten wir herausfinden und Hinweise geben, wie ein solcher Lebensstil aussehen könnte. Im Rahmen unserer strategischen Partnerschaft haben wir gelernt, wie wir entsprechende Best-Practice-Beispiele identifizieren und was wir über ihren Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft lernen können. Wir haben den Fragebogen mit der Zielsetzung Beispiele für gute Praxis zu finden verbessert und Bildungsmechanismen zur Bewusstseinsbildung entwickelt. Einen solchen Mechanismus planen wir in Form eines Manuals auf unserer großen Abschlussveranstaltung im September 2020 in Bonn vorzustellen. Unsere Arbeit zur Verbesserung war ein Lernprozess, der uns dabei half, Hindernisse für das Verständnis der Kreislaufwirtschaft zu identifizieren und vorstellbare Ansätze zu finden, um die Kreislaufwirtschaft als komplexes internationales System zu verwirklichen.

Bildungsmechanismen für SCRCE

Im Prinzip mussten wir feststellen, dass das Know-how über die Kreislaufwirtschaft und deren Realisierung auf allen Ebenen der Gesellschaft fehlt. Aus dieser Erkenntnis entwickelten wir die Idee zunächst einen einheitlichen Ansatz finden, um Experten, politische Entscheidungsträger und die breite Öffentlichkeit der Erwachsenen zu erreichen, ohne uns auf eine bestimmte Zielgruppe zu konzentrieren. Experten sollen angeregt werden notwendige Ressourcen und Kapazitäten aufzubauen, politische Entscheidungsträger sollen besser beurteilen können, welche flankierenden Maßnahmen sie initiieren sollten und die breite Öffentlichkeit soll ihren Lebensstyl entsprechend anpassen. Dazu entwickeln wir zur Zeit unser von allen Erwachsenen anwendbares Manual als ein neuartiges Mittel der Erwachsenenbildung.

Für den Blog haben wir uns vorgenommen, möglichst viele Leser an unseren Diskussionen teilhaben zu lassen und dabei verschiedene Aspekte einer grenzüberschreitenden Kreislaufwirtschaft darzustellen, vor allem auch, um den späteren Anwendern unseres Manuals Hilfestellungen und Anregungen für Ihren eigenen Bildungs- und Erkenntnisprozess als Unterstützung anzubieten.

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Dr. Volker Ludwig

Über den Autor: Dr. Volker Ludwig hat Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Universität Darmstadt studiert und leitet seit 2002 eine technische Beratungsgesellschaft in Bonn. Daneben verantwortet er den internationalen Bereich der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V., Berlin, und koordiniert das Projekt SCRCE über grenzüberschreitende Kreislaufwirtschaft als CEO seiner Firma www.ludwig-germany.com aus Bonn / Deutschland mit den Partnern Changemaker aus Sweden http://changemaker.nu, Godesk aus Italien https://www.godesk.it, EKOGREECE aus Griechenland https://ekogreece.com und NGO NEST Berlin aus Berlin / Deutschland http://ngonest.weebly.com.


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Bildquellen:

Circular Economy by EPRS genutzt unter CC-BY 4.0 International/ Nutzung beider Ansichten nebeneinander.

Volker Ludwig by Volker Ludwig

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1 - 1 as 1 á dtaispeáint
  • Marlene Röder's picture
    Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Ich finde es sehr spannend zu lesen wie die Erwachsenenbildung hier ansetzen kann.