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Deutschunterricht in Flüchtlingsunterkünften - das Projekt "Komm rein" der VHS München

24/03/2016
looja Barbara HILLER
Keel: DE

Autorin: Barbara Hiller, EPALE NSS Germany

 

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Eingang zu Erstaufnahmeeinrichtung in der Münchner Mc Graw Kaserne

Eingang zur Erstaufnahmeeinrichtung in der Münchner McGraw Kaserne. Bild: EPALE, NKS Deutschland

 

Die Volkshochschule München unterrichtet Deutsch direkt in den Erstaufnahmeeinrichtungen. Das Projekt heißt Komm rein und wird aus Mitteln der Stadt und der Volkshochschule finanziert. Gunhild Bössler ist die Koordinatorin und selbst Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache.

Heute Vormittag unterrichtet sie in der McGraw Kaserne, eine Erstaufnahmeeinrichtung in München. Hier leben ungefähr 300 Personen, die oft nach wenigen Tagen schon wieder weiterreisen. Um trotz der hohen Fluktuation kontinuierlich unterrichten zu können, hat Gunhild Bössler ein Lehrbuch entwickelt. Der Name ist wie der des Projekts: "Komm rein". Die Lektionen haben die gleiche Struktur und alle ungefähr denselben Schwierigkeitsgrad (A1 - A2). Die Themen orientieren sich an praktischen Fragen des Alltags. Die Bilder zeigen oft Situationen aus den Herkunftsländern der Teilnehmer. So können jederzeit neue Teilnehmer in den Kurs einsteigen.

An diesem Vormittag sind ausschließlich Männer im Kurs. Sie kommen aus verschiedenen Ländern, haben unterschiedliche Voraussetzungen und sprechen unterschiedliche Sprachen, deshalb ist die Kurssprache Englisch. Im Unterrichtsraum gibt es WLAN über einen Zugang der VHS, in den Wohngebäuden der Einrichtung allerdings nicht. (Dazu: Zugang zum Netz: Freifunk richtet WLAN in Flüchtlingsunterkünften ein, EPALE-Beitrag).

Die Kursleiterin nutzt das Internet, um mit echten Beispielen zu arbeiten. Mit dem Whiteboard wirft sie eine Wohnungsanzeige an die Wand. Die Teilnehmer versuchen in ihren Smartphones Begriffe nachzuschlagen. Mit geeignetem Material könnten sie auch nach dem Kurs noch weiterlernen. Der Langenscheidt Verlag plant auch eine digitale Ausgabe des Lehrbuchs und wird in einigen Woche dazu nähere Informationen geben.

Die Finanzierung von Komm rein läuft im März 2016 aus. Danach soll Deutschunterricht nicht mehr in Erstaufnahmeeinrichtungen stattfinden, sondern stattdessen nur noch in Gemeinschaftsunterkünften, wo eine größere Kontinuität erreicht werden kann. (Dazu: Deutsch für Flüchtlinge: Am besten von Anfang an (Projekte der Münchner Volkshochschule im Flüchtlingsbereich).

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