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Ajaveeb

Management der eigenen Arbeit. Kompetenz, die an Bedeutung gewinnt.

27/04/2020
looja Małgorzata Rosalska
Keel: DE
Document available also in: PL FR RO

Originalsprache: Polnisch


Das Management der eigenen Arbeit ist eine ebenso wichtige Kompetenz wie digitale Kompetenzen im Zusammenhang mit der Nutzung moderner Technologien für die Fernarbeit. Für viele von uns ist das Arbeiten von zu Hause eine neue Erfahrung. Für viele ist es wahrscheinlich auch schwierig. Wir wissen bereits, dass zwei Dinge notwendig sind, um sich auf die Situation schnell einzustellen. Erstens: Technologien. Am besten solche, die ebenso effektiv wie leicht zu handhaben sind.  Zweitens: die richtige Einstellung und das richtige Maß an Kompetenz, um sich selbst und die Arbeit in dieser ungewöhnlichen Situation zu managen.

Über Technologien schreiben Personen, die sich damit bereits seit Jahren befassen. An dieser Stelle empfehle ich wärmstens Texte von Piotr Maczuga, Sławek Łais und Radek Chahajda, die etwas Ordnung in diesen digitalen Wirrwarr bringen. Sobald wir die Phase der Auswahl von Software, Hardware und Fernarbeitsstrategien hinter uns gebracht haben, lohnt es sich, über persönliche Ressourcen nachzudenken, welche die Arbeit zu Hause bzw. von zu Hause erleichtern. Personen, die schon einmal auf diese Weise gearbeitet haben, wissen, wie viel von diesen Soft Skills abhängt. Die bloße Kenntnis des Themas und der Zugang zur Hardware und Software sind eine notwendige, wenn auch nicht hinreichende, Voraussetzung für den Erfolg.

Es lohnt sich auf die Arbeitsfähigkeit zu achten. Die Entwicklung dieser Fähigkeit, wie auch vieler anderer, erfordert Investitionen in gewisse persönliche Ressourcen. Stella Cottrel schlägt folgendes "Starterset" vor:

     

  • Selbstbewusstsein

  • Engagement

  • Entschlossenheit

  • Ausdauer

  • Selbstmotivierung

  • Zeitmanagement

  • positives Denken.[1]

Im Zusammenhang mit dem Thema der Fernarbeit möchte ich auf jene Ressourcen hinweisen, die aus meiner sehr subjektiven Erfahrung heraus, wesentlich zu sein scheinen. Die Art und Weise meiner jahrelangen Berufstätigkeit erfordert, dass ich unterschiedliche Arbeitsstrategien anwende. Einige Aufgaben (z. B. Lehrtätigkeit, Schulungen) führe ich am Arbeitsplatz und einige (z. B. Schreiben, Forschungsarbeit, Vorbereitung von Schulungsmaterialien) führe ich zu Hause aus. Seit vielen Jahren versuche ich, die Arbeit von zu Hause mit der Arbeit außerhalb des Hauses effektiv zu verbinden. Und ich weiß, wie schwierig das sein kann.

Wenn man plant, die eigenen Ressourcen für die Fernarbeit zu stärken, muss man zunächst den aktuellen Stand der eigenen Kompetenzen in diesem Bereich kennen und dann über die Möglichkeiten ihrer Entwicklung nachdenken. Beginnen wir mit den grundlegenden Fragen. Ihre Reihenfolge spielt keine Rolle. Alle sind wichtig und voneinander abhängig. Im Idealfall stärken sie sich gegenseitig, indem sie Synergien freisetzen.

   

Image by StockSnap from Pixabay     

    

1. Prioritätensetzung

Es reicht nicht aus, Ziele und Vorgaben zu definieren. Insbesondere wenn diese ständig mehr werden. Es ist wichtig, diese nach deren Wichtigkeit einzustufen. Wenn man die Eisenhower-Matrix nicht kennt, dann ist dies ein guter Moment, um sie kennen und nutzen zu lernen. Es handelt sich um ein einfaches Werkzeug. Es hilft zu bestimmen, was sofort getan werden muss und welche Aufgaben auf einen besseren Augenblick warten können. Dafür muss man ein Blatt Papier in 4 Teile einteilen: wichtig und dringend, wichtig und nicht dringend, nicht wichtig und dringend sowie nicht wichtig und nicht dringend. Du entscheidest, was du in den jeweiligen Quadranten einträgst. Bereits das Erstellen der Matrix gibt Zeit zum Nachdenken, zum Überlegen, was für dich in der jeweiligen Situation wichtig und dringend ist und was warten kann, obwohl andere schreien, dass dies SOFORT erledigt werden muss. Man sollte bedenken, dass wir uns bei der Fernarbeit im häuslichen, familiären Umfeld befinden. Wenn wir die Prioritäten für den jeweiligen Tag setzen, müssen wir dies berücksichtigen, insbesondere da dies zugleich einen guten Ausgangspunkt für eine weitere Aufgabe, das Planen von Maßnahmen, darstellt.

   

2. Maßnahmenplanung und Zeitmanagement

Die Maßnahmenplanung umfasst nicht nur die Erstellung einer To-do-Liste. Es ist eine Art Strategiespiel. Denke nach, wie du Maßnahmen optimieren kannst. Überlege, was du weiterleiten kannst. Es geht nicht darum, viel zu arbeiten. Es geht darum, effektiv zu arbeiten. Vermeide Alibimaßnahmen und heiße Luft. Kümmere dich um deine Werkstatt und deinen Arbeitsplatz. Gute und effiziente Tools sind dazu da, Aufgaben zu erleichtern und deren Umsetzung zu beschleunigen. Leg den Zeitraum fest, in welchem du dich nur mit Arbeit beschäftigst. Sofern dies möglich ist, ziehe in deinem Tagesablauf eine Grenze zwischen beruflichen und häuslichen Aufgaben. Ich weiß, dass dies im realen Leben nicht leicht und mitunter sogar unmöglich ist…

    

3. Selbstdisziplin und Selbstmotivation

Dies ist wahrscheinlich der schwierigste Punkt für mich. Es gibt so viele Versuchungen und die Aufrechterhaltung der Selbstdisziplin in der Fernarbeit stellt für mich eine Herausforderung dar. Dies gilt umso mehr, als das häusliche Umfeld dem Pflichtgefühl und der Gewissenhaftigkeit bei der Arbeit nicht förderlich ist. Angeblich sind Selbstdisziplin und Selbstmotivation die grundlegenden Merkmale erfolgreicher Menschen. Schon ein altes Sprichwort besagt: Ohne Fleiß kein Preis! Wer substantiellere Argumente braucht, den lade ich zur Lektüre folgender Positionen ein:

  • Malcolm Gladwell, Überflieger. Warum manche Menschen erfolgreich sind und andere nicht, Pieper 2010

  • Stephen Covey, Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg (Dein Erfolg), Gabal 2018

  • J.B. Bączek, J. Santorski, Determinacja. Z prądem i pod prąd, Wydawnictwo JS&Co, 2017.

Insbesondere empfehle ich das Buch von Malcolm Gladwell und seine 10.000 Stunden-Regel. Wenn wir uns in Selbstdisziplin üben und dies zu unserer Gewohnheit machen, dann brauchen wir weniger Aufmerksamkeit und Energie für die Selbstmotivation. Ich muss wohl niemand davon überzeugen, dass das Einhalten einer weiteren Deadline als Hauptstrategie zur Selbstmotivierung keine gute Lösung ist. Dies ist es weder für uns noch für unsere Auftraggeber, noch für unsere Nächsten.

   

4. Akzeptanz für die Notwendigkeit des Lernens

Du verstehst etwas nicht? Du kannst etwas nicht? Du weiß nicht, wie man irgendwas macht? Du tust irgendetwas zum ersten Mal und fühlst dich unsicher? Ich kenne dieses Gefühl. Ich kann dir versichern, dass es völlig natürlich ist. Jedes Mal, wenn du einen auf kognitive Weise bzw. durch eine App nicht erschlossenen Bereich betrittst, dann hast du das Recht, dich umzusehen, diesen kennenzulernen und sich darin zu etablieren. Schließlich lernen wir, indem wir unsere eigenen Fehler korrigieren. Ich lasse den technologischen Aspekt ganz aus. Hier lohnt es sich, einen Mentor zu suchen, jemanden, der uns konkrete Lösungen vorlebt. Bedenke, wie du lernst, welche Entwicklungsstrategien du bevorzugst. Lerne in deinem eigenen Tempo und in deinem Stil. Die Vermeidung des Kennenlernens neuer Dinge, Verfahren und Tools hilft nicht. Man kommt nicht an ihnen vorbei. Es ist sinnvoller sich damit abzufinden, dass das Postulat des lebenslangen Lernens nicht mehr nur ein Postulat ist und beginnt, unsere tägliche Praxis zu prägen.

     

5. Flexible und positive Haltung gegenüber der sich verändernden Situation

Die ständige Wandel bringt eine Menge Unsicherheit und Spannung mit sich. Jeder von uns hat eine unterschiedliche Dynamik der Aufnahme von Veränderungen. Wir haben eine unterschiedliche Akzeptanz für Unvorhersehbares. In dieser Zeit, in der die Veränderung des Arbeitscharakters auf solch revolutionäre Weise verläuft, uns alle direkt betrifft und den Raum einnimmt, der bisher häuslichen, familiären und privaten Angelegenheiten vorbehalten war, lohnt es sich, die bestehenden Überzeugungen und Lösungen zu überdenken. Vielleicht werden wir in der Lage sein, dieser Situation etwas abzugewinnen, eigene Wege finden, um Spannungen abzubauen, neue Bereiche der Zusammenarbeit und des Austausches von Wissen, Kompetenzen, Zeit und anderen Ressourcen (die wir in dieser anspruchsvollen Zeit teilen wollen) zu erschließen. An dieser Stelle lohnt es sich an eine offensichtliche Wahrheit zu erinnern, dass Dinge objektiv gesehen geschehen können. Welchen subjektiven oder individuellen Sinn sie jedoch erhalten, hängt vor allem von uns ab.

     

dr hab. Małgorzata Rosalska – Pädagogin, Berufsberaterin, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Anstalt für Lebenslanges Lernen und Berufsberatung an der Fakultät für Bildungsstudien der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań. Sie spezialisiert sich in der Thematik der Bildungs- und Berufsberatung, der Arbeitsmarktpolitik, der Erwachsenenbildung und der Bildungspolitik. EPALE-Botschafterin.

          

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  • Kasutaja Tino BOUBARIS pilt
    ,Vielen Dank für den interessanten Beitrag!

    Es ist schon schwer genug, sich selbst im Home Office zu organisieren - besonders wenn man die Arbeit in Bürostrukturen gewohnt ist. Wenn dazu noch die Erziehung der Kinder mitsamt der Erfüllung schulischer Lernerfordernisse kommt, wie es in diesen Zeiten sehr oft der Fall ist, helfen die Maßnahmen zur Arbeitsorganisation allerdings nicht aus. Hier ist intensives Multitasking angesagt.

    Wer hat damit Erfahrungen und kann Hinweise geben?
  • Kasutaja Małgorzata Rosalska pilt
    Tatsächlich werden die meisten unserer Aktivitäten jetzt zu Hause gesammelt. Effizientes Management ist eine wahre Kunst :) Ich habe den Eindruck, dass wir anfangen, die Bedeutung solch einfacher und notwendiger Kompetenzen wie die Verwaltung unserer eigenen Arbeit zu entdecken. Ich denke, dass es sich lohnt, diese Fähigkeiten bereits den Kindern beizubringen. Und Erwachsene haben jetzt die Gelegenheit, zu sehen, wie sie mit Zeitmanagement, Prioritätensetzung und effizienter Ausführung vieler Aufgaben zu Hause zurechtkommen. Es ist nicht für jeden eine angenehme Erfahrung, aber wir können alle etwas daraus lernen.
  • Kasutaja Monika Schmeichel-Zarzeczna pilt
    Momentami ciężko znaleźć granicę pomiędzy pracą a życiem domowym. Zwłaszcza kiedy w domu są dzieci, a oboje rodziców pracuje. To jest trudne i mam wrażenie, że samodyscyplin i automotywacja musi być wtedy na poziomie master :) I przydaje się też dobry planer.
  • Kasutaja Monika Hausman-Pniewska pilt
    Czy są jakieś cudowne lekarstwa, aby "traktowanie kolejnego „deadlajnu” jako podstawowej strategii automotywacji, nie było dobrym rozwiązaniem. Ani dla nas, ani dla naszych zleceniodawców, ani nawet dla naszych bliskich".? Chętnie przyjmę :) A tak serio, puszczam artykuł do moich współpracowników, wprawdzie nie brakowało im dotąd motywacji do pracy, co obserwuje z radością, ale czas jest trudny, więc każde wsparcie ważne. 
  • Kasutaja Małgorzata Rosalska pilt
    Nadal szukam tego "cudownego lekarstwa" ;) U mnie działa to dość prosto - nie lubię tego napięcia i wolę sprawy ogarniać wcześniej. No ale z drugiej strony, czując zbliżający się termin pracuję zdecydowanie bardziej efektywnie... W "normalnych" czasach to napięcie nie jest, aż tak bardzo dokuczliwe. Teraz, kiedy te napięcia się kumulują, chyba nie warto sobie dokładać trudniejszych emocji. Tym bardziej, że organizacja pracy jest jeszcze tym obszarem, na który mamy nieco większy wpływ, niż na inne obszary naszej codzienności. No ale w praktyce różnie to wychodzi...
  • Kasutaja Marcin Szeląg pilt
    Nie brakuje ostatnio na łamach prasy oraz w Internecie opinii i prognoz, że obecny kryzys odciśnie się na gospodarce i ekonomii. Będzie miał prawdopodobnie również poważne konsekwencje w sferze organizacji pracy. Praca zdalna, home office to pojęcia, które odmieniane są w tym kontekście na różne sposoby. Jestem więc przekonany, że będzie coraz większe zapotrzebowanie na rozwijanie kompetencji, o których piszesz. Należy się tylko obawiać, tego, czy rozwijanie tych kompetencji nie zostanie wykorzystane przeciwko pracownikom, stanowiąc kolejny krok, wzmacniający prekariat. Kryzys często budzi pokusę, ograniczania praw pracowników, na przykład poprzez oszczędzanie na miejscach pracy, wprowadzanie "hot desków" i podobnych rozwiązań, które przerzucają na pracowników koszty pracy. Ale pewnie bardzo trudno nabyć i rozwijać kompetencje, które uchronią przed zmianami w skali makro.  
  • Kasutaja Małgorzata Rosalska pilt
    Mam podobne obawy. A właściwie to niestety mam już takie obserwacje. Od pracowników oczekuje się samodzielnego doskoczenia do odpowiedniego poziomu kompetencji ułatwiających home office lub edukację zdalną (nauczyciele). Co gorsza od wielu z nich oczekuje się samodzielnego zadbania o warsztat pracy (komputer, oprogramowanie). Myślę, że czas pracy z domu dla jednych okaże się szansą, dla innych zagrożeniem. Wszyscy będziemy się tego uczyć. Ale z pewnością jest to czas podwyższonego ryzyka w zakresie ujawniania się różnych patologii rynku pracy.