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Ιστολόγιο

Ausbildung von Krankenpflegepersonal für die Arbeit mit Stomapatienten – Teil 2

14/01/2020
από NSS UK
Γλώσσα: DE
Document available also in: EN FR IT PL ES

Originalsprache: Englisch


Melissa Smith standing beside a Peer Tutor Programme posterWie haben Sie aus Ihren Ausbildungserlebnissen gelernt und wie hat das Ihren Ansatz bei der Schulung anderer beeinflusst? 

Wie in Teil 1 dieses Beitrags erwähnt, lernte Melissa Smith den Umgang mit Stomata kennen, als ihre Großmutter erkrankte und selbst ein Stoma brauchte. Sie war jedoch nur mit der Erkrankung ihrer Großmutter und deren spezifischem Stoma vertraut, weil sie bei ihrer Pflege und dem Beutelwechsel half.

„Ich kannte eigentlich nur das Stoma meiner Großmutter und wusste nicht, dass es viele andere Arten für ein breites Krankheitsspektrum gibt. Ich nahm an einer Stomaschulung teil und erfuhr, dass es viele unterschiedliche Typen gibt. Ich habe darauf geachtet, bei meinem eigenen Kurs die Unterschiede zu erklären, und habe den Krankenpflegeschülern die verschiedenen Stomata gezeigt.“

Melissa Smith stellte fest, dass sie bei ihrer Ausbildung ihre existierenden Kenntnisse ausbauen konnte. Insbesondere wurde sie mit dem Gedanken vertraut gemacht, dass es auch Pannen geben kann. So konnte sie ihren Kursteilnehmern die möglichen Probleme vermitteln und sie auf die Herausforderungen vorbereiten, denen sie gegenüberstehen könnten.

Hat die Bereitstellung einer Schulungseinheit Ihnen Möglichkeiten für die berufliche Weiterbildung eröffnet?

„Ja, definitiv. Ich musste ziemlich viel recherchieren und eine detaillierte Präsentation halten, wodurch ich neue Kompetenzen und Kenntnisse erwerben konnte, die ich dann auch weitergegeben habe. Das hat mir in meiner aktuellen Tätigkeit als Krankenschwester geholfen. Ich arbeite auf einer Station für kolorektale Chirurgie, wo wir zahlreiche Stomapatienten versorgen.“

Die Schulungseinheit half ihr auch, eigene Möglichkeiten für Verbesserungen und Weiterentwicklung zu ermitteln, beispielsweise die Kommunikation mit Personen, die nicht so viel Erfahrung in der Stomapflege haben.

Das Training bot auch anderen Weiterbildungsmöglichkeiten. Krankenpflegefachkräfte in Großbritannien müssen jedes Jahr zahlreiche Schulungen absolvieren, um weiter auf ihrem Gebiet praktizieren zu dürfen. Krankenpflegeschüler erhalten nach Abschluss einer Schulung ein Zertifikat, mit dem sie belegen können, dass sie die notwendigen Weiterbildungsmaßnahmen absolvieren. Dies eröffnet ihnen weitere Karrieremöglichkeiten.


Melissa Smith on an NHS political march

Wie viele Personen nahmen an der Schulungseinheit teil? Wollten sie sich alle auf die Stomapflege spezialisieren?

An der Schulung nahmen etwa 10 Krankenpflegekräfte in der Ausbildung teil, aber nur wenige waren an einer Karriere in der Stomapflege interessiert. Als Grund hierfür sieht Melissa Smith gängige Missverständnisse, die selbst nach einer umfassenden Schulung andauern.

„Es kann sehr schwierig sein, andere zu überzeugen, dass zur Stomapflege viel mehr gehört, als jeden Tag mit Fäkalien zu arbeiten. Es stimmt zwar, dass menschliche Ausscheidungen zum Job dazugehören, doch ein Tag in der Stomapflege umfasst wesentlich mehr. Man bietet emotionale Unterstützung, informiert und leistet Krankenpflege auf einem Gebiet, das unbedingt mehr Fachkräfte benötigt.“

Es ist enttäuschend zu erfahren, dass nur sehr wenige eine Laufbahn im Bereich Stomapflege einschlagen werden. Auf der Station von Melissa Smith arbeiten nur drei Krankenschwestern/-pfleger sowie eine Assistenzkraft. Diese Beschäftigten sind auch auf anderen Klinikstationen tätig, also nicht nur in einem einzigen Krankenhaus. Und der britische Gesundheitsdienst benötigt dringend mehr Stomafachkräfte.

„Als ich den Krankenpflegeschülern in meinem Kurs sagte, dass ich mich auf die Stomapflege spezialisieren wollte, waren sie entsetzt. Natürlich freuten sie sich, das zu hören, aber sie waren wirklich schockiert, denn nur wenige streben eine solche Laufbahn in der Krankenpflege an. Ich wünschte, mehr Auszubildende würden die Vorteile der Arbeit in der Stomapflege erkennen, und hoffe, dass meine Schulungseinheit sie zum Nachdenken anregt.“

Welche Art von Mensch ist besonders für die Pflege von Stomapatienten geeignet?

„Stomafachkräfte müssen rücksichtsvoll, einfühlsam und sehr freundlich sein. Man betreut Patienten, die vor einer äußerst beängstigenden Phase ihres Lebens stehen und sehr verletzlich sind. Viele können mit der Vorstellung eines Stomas schlecht umgehen. Es dauert lange, bis sie sich an den Gedanken gewöhnen, man braucht also Geduld.“

Was können andere Ausbilder in der Krankenpflege aus Ihrer Erfahrung lernen?

„Vor allem darf man das interaktive Element nicht vergessen. In einem Beruf, der so enorm praxisorientiert ist, einfach einen Vortrag zu halten, hilft den Auszubildenden nicht – sie müssen auch praktisch wissen, wie es geht, sonst werden sie scheitern. In der Krankenpflege legt man einen Verband nicht theoretisch an – man legt einen tatsächlichen Verband an. Wenn man also diese Dinge simulieren kann, hilft das wirklich dabei, eine Kompetenz zu erlernen.“

Teil 1 des Blogs finden Sie hier (externer Link).

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