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Mit Bildung die Ursachen von Chancenungleichheit bekämpfen

Mit mehr Bildungsinvestitionen würden die Regierungen Menschen aller Altersgruppen helfen, die Kompetenzen für gute Jobs und eine hohe Lebensqualität zu erwerben, so das Resümee der aktuellen OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2021“.

In Deutschland haben 14 Prozent der Erwachsenen zwischen 25 und 64 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur. Die Folgen sind Einschränkungen und Schwierigkeiten, um am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Im OECD-Raum betrifft dies zwanzig Prozent der Erwachsenen. In den meisten OECD-Ländern konnte in den letzten Jahren der Anteil der Geringqualifizierten bei den jungen Erwachsenen (25 bis 34 Jahre) gesenkt werden. In Deutschland gab es kaum Veränderungen und der Anteil verharrte bei 13 Prozent unter dem OECD-Durchschnitt.

Die Folgen fehlender oder nicht abgeschlossener Berufsausbildungen zeigen sich deutlich in geringeren Beschäftigungschancen und Einkommen. Dies betrifft insbesondere Frauen. Daneben schmälert ein Migrationshintergrund tendenziell die Bildungschancen. So weisen Jugendliche ohne Migrationshintergrund eine höhere Erfolgsquote im Sekundarbereich II aus als Zugewanderte der ersten oder zweiten Generation.

Betrachtet man die Teilnahmen an formaler Weiterbildung, so fällt auf, dass in den meisten OECD-Ländern mehr Frauen als Männer partizipieren, während in Deutschland Männer als Teilnehmende überrepräsentiert sind. Allen OECD-Ländern gemein ist, dass – unabhängig vom Bildungsstand – Frauen seltener in Beschäftigung sind als Männer und – auch bei gleicher Qualifizierung – weniger verdienen.

Bildungsinvestitionen, so das Ergebnis der Studie, sind von entscheidender Bedeutung. Es gilt zu prüfen, wo und wie diese Ressourcen am effektivsten investiert und an die Bedarfe angepasst werden. Die Bildungsinvestitionen in Deutschland lagen mit 4,3 Prozent des BIP unter dem OECD-Durchschnitt von 4,9 Prozent. Dabei sind in vielen OECD-Ländern die Bildungsinvestitionen stärker gestiegen als in Deutschland.

Die OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2021“ enthält die Sonderbroschüre „The State of Global Education – 18 Month into the Pandemic“. Hierin spiegelt sich der unterschiedliche Umgang mit der Pandemie in den Bildungssystemen der OECD-Ländern wider. Neben Schulschließungen stehen der Übergang zu Fernunterricht und seine Folgen für Schüler*innen aus sozial benachteiligten Verhältnissen im Fokus.

Die OECD-Studie bietet vergleichbare nationale Statistiken, die den Stand der Bildung weltweit messen. Der Bericht analysiert die Bildungssysteme der OECD-Mitgliedsländer sowie von Argentinien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, der Russischen Föderation, Saudi-Arabien und Südafrika

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Das Bild zeigt das Cover der Studie "Bildung auf einen Blick 2021".
ISBN
978-3-7639-6724-7
Autor(en) der Ressource
OECD (Hrsg.)
Art der Ressource
Studien und Berichte
Datum der Veröffentlichung
Sprache des Dokuments
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