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Wir werden einen Lebensbaum im Keller pflanzen!

29/09/2015
von Jurgita MELAIKIENE
Sprache: DE
Document available also in: LT

Was ist das für ein Baum? Warum lassen wir ihn in unserem Gymnasium wachsen? Warum ist er ein Lebensbaum? Die Antwort auf diese Frage ist eine Zitat von Rasa Ambraziejiene, aus dem Buch „Erscheinungsquelle von Bildern und Symbolen“ : Das Volk, das die Beziehung mit dem Altertum nicht verloren hat, das für immer lebendig mit den Wurzeln seines Baumes verbunden bleibt, das mit den Ästen, Blätterchen und Blüten seines Baumes aufblüht, das auf der Spitze seines Baumes die Vögel der Seelenhöhe sehen kann, braucht nie Sorgen um seine Zukunft zu machen. Ein gesunder Baum gibt immer das gesunde Obst“.

Das Idee, einen symbolischen Lebensbaum zu kreieren, enstand, damit jeder Mitglied unserer Gymnasiumsgemeinde das Symbolwesen des Lebensbaumes  versteht und fühlt. Auf dieser Weise findet jeder auch die Bedeutung seines eigenen Seins. Zu verschiedenen Zeiten verstand und schilderte jedes Volk seinen Lebensbaum anders. Er existiert schon von Mesopotamien- oder indianischen Mayaszeiten bis zum 21. Jahrhundert (z.B. in der Verzierung der litauischen Mitgifttruhen und Spinnröcken, oder auf den Gemälden einiger Maler).

Unser Lebensbaum wird durch die Prisma der ethnischen Kultur geschaffen. Wir werden ihn anders interpretieren. Jedes Mal, wenn man sich im Treppenhaus (in Märchen führen die Treppen immer in den Himmel) befindet und nach unten schaut, sieht man die Wurzeln des Baumes – chthonische Unterwelt und Vergangenheit, die durch die Exposition der mittelalterlichen Kleidung und Masken dargestellt werden. Wenn man nach oben am Baumstamm steigt (im Treppenhaus, das mit Eichenblättern, Blüten und  Vögeln geschmuckt wird), sammelt man  zwischen den Ästen (in den Klassenräumen) Kenntnisse, Weisheit und Erkenntnis. Und jedesmal, wenn man nach oben schaut, sieht man die Sonne, den Mond, die Sterne und das ruhige Drehen des Strohgartens. Auf dieser Weise wird die Konzeption des Lebensbaumes und das Sein eines Menschen dargestellt. Der Lebensbaum, so die oben erwähnte Autorin R.Ambraziejiene, „wird zur Verbindung (die so genannte Jievaras-Brücke) zwischen Hier und Dort, zwischen dem Himmel und der Erde, zwischen dem Menschen und dem Gott. So eröffnet sich Die Zukunft“.

Während wir unser Lebensbaum zum Allerheiligen Tag schaffen, spüren wir auch die Verbindung Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft. So versuchen wir auch unseren Platz im Leben zu finden und den Sinn des Lebens zu verstehen. Und wir hoffen, dass dieses Projekt einzigartig und interaktiv ist, weil jeder, der sich im Treppenhaus unseres Gymnasiums befinden wird, wird selbst das lebendige Teilchen des Lebensbaumes sein, das nach oben zu den Blüten des Gutes und zu den reifenden Früchten des Schaffens und des Glaubens steigt.

Die Arbeitsgruppe des Projektes „Sammle. Trenne. Verarbeite“ (der originale Projekttitel „Collect. Recycle. Manufacture“) wird mit eigenhändig „kultivierten“ Blüten und Früchten den Lebensbaum schmücken.  („ERASMUS+” Collect.Recycle.Manufacture”no 2014-1-LT01-KA204-000508)

 

„Zidinio“ Gymnasium für Erwachsene Vilnius

Lehrerin Methodikerin für ethnische Kultur

Loreta Lichtaroviciene

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