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Öffentliche Weiterbildungsförderung stark gestiegen

23/08/2019
Sprache: DE

Der IW-Kurzbericht 45/2019 zeigt, dass die Förderung der beruflichen Weiterbildung durch die Bundesagentur für Arbeit weiter steigt. Insbesondere Personen ohne (verwertbaren) Berufsabschluss profitieren von Weiterbildungsmaßnahmen, welche anschließend als zusätzliche Fachkräfte für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Qualifikationsdefizite sowie ein eingeschränkter Zugang zur betrieblichen Weiterbildung sind weiterhin Barrieren zur Teilhabe an beruflichen Fördermaßnahmen für Arbeitnehmer*innen im ALG II-Bezug.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) investiert in (Weiter-)Bildungsmaßnahmen, weil diese einen guten Schutz vor Arbeitslosigkeit darstellen. Mit steigender beruflicher Qualifizierung sinkt der Anteil der Personen, die arbeitslos sind. So sind 17,9 Prozent der Personen ohne Berufsabschluss arbeitslos, aber nur 3,9 Prozent mit abgeschlossener Berufsausbildung und 2,3 Prozent der Akademiker (IAB, 2018).

Seit 2006 hat sich die Förderung der beruflichen Weiterbildung im Rahmen des SGB III auf 1,29 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Dabei haben sich die Ausgaben je Arbeitslosen zwischen 2006 und 2018 von 325 Euro auf 1.605 Euro verfünffacht. Der Anteil der Maßnahmen, die zu einem Berufsabschluss führen, stieg von 36,8 auf 46,4 Prozent.

Mit dem in 2019 initiierten Qualifizierungschancengesetz wurden die Fördermöglichkeiten für Weiterbildung ausgeweitet. Unternehmen können Weiterbildungen für Beschäftigte aus öffentlichen Mitteln kofinanzieren lassen. Ziel ist es, die Qualifikationen der Beschäftigten an die sich verändernden beruflichen Anforderungen der Arbeitswelt anzupassen.

Im Bereich des SGB II macht die Studie den Bedarf einer stärkeren Förderung sichtbar.

Quellen:

Seyda, S. (2019). IW-Kurzbericht 45/2019. Öffentliche Weiterbildungsförderung stark gestiegen.

Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) (2019). Pressemitteilung vom 19.07.2019

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) (2018). Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten. Aktuelle Daten und Indikatoren. Nürnberg

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