Direkt zum Inhalt
News
Neuigkeiten

Internetkompetenz im Alter - Schweizer Studie zur Internetnutzung

Die Vorstellung eines digital geprägten Alltags ist längst nicht mehr Science-Fiction, sondern Realität. Gerade jüngere Generationen leben in der Lebenswelt von Internet und Smartphone. Anders ist es bei älteren Menschen, die mit diesen neueren Techniken nicht groß geworden sind. Innerhalb einer Schweizer Studie des Zentrums für Gerontologie ZfG an der Universität Zürich wurden 1.037 Personen ab 65 Jahren im Herbst 2014 nach ihrem Nutzerverhalten befragt. Nun liegen die Ergebnisse vor: Seit der ersten Befragung im Jahr 2009 ist die Internetnutzung bei älteren Menschen von 38 Prozent auf 56 Prozent angestiegen.

44 Prozent der Befragten nutzen das Internet jedoch weiterhin nicht. Als Grund dafür gaben die meisten von ihnen an, dass die Benutzung zu kompliziert sei, sie Sicherheitsbedenken haben oder ihnen der Lernaufwand zu hoch sei. 27 Prozent der Befragten haben an Fortbildungen zum Thema Internetnutzung teilgenommen, die meisten jedoch haben den Umgang mit dem Internet autodidaktisch oder mithilfe ihres persönlichen Umfelds erlernt.

Um eine Ausgrenzung älterer Menschen aus einem digital geprägten Zeitalter zu vermeiden, sollte in Zukunft, wie bei der Ausbildung von Jugendlichen, nicht nur die hardwarebezogene Kompetenzvermittlung im Vordergrund stehen, sondern auch die Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet. In diesem Sinne braucht es eine Geragogik der Medienkompetenz, um z. B. das sichere Surfen im Netz zu erlernen. Daneben sollten altersbedingte Ressourcenausstattungen berücksichtigt werden sowie die individuelle Lerndynamik. Neben den Ressourcen ist auch die Motivation für eine Kompetenzaneignung relevant. Verspricht das Internet keinen direkten Nutzenvorteil, macht ein Erlernen für die Personen weniger Sinn. Grundsätzlich sollte nicht der Zwang »online zu sein« bei der Internetnutzung und der Ausbildung älterer Menschen in diesem Bereich im Vordergrund stehen.

Alexander Seifert

(Universität Zürich)

www.zfg.uzh.ch/pro jekt/ikt-alter-2014.html

Login (0)

Sie möchten einen Artikel schreiben?

Zögern Sie nicht!

Klicken Sie unten auf den Link und beginnen Sie mit einem neuen Artikel!

Neueste Diskussionen

EPALE 2021 Schwerpunktthemen. Fangen wir an!

Das vor uns liegende Jahr wird wahrscheinlich wieder sehr intensiv, und daher laden wir Sie ein, es mit Ihren Beiträgen und Ihrer Expertise zu bereichern. Beginnen Sie doch einfach, indem Sie an unserer Online-Diskussion teilnehmen. The Online-Diskussion findet am Dienstag, dem 09. März 2021 zwischen 10.00 und 16.00 Uhr statt. The schriftliche Diskussion wird mit einem vorgeschalteten Livestream eröffnet, der die Themenschwerpunkte für 2021 vorstellt. Die Hosts sind Gina Ebner und Aleksandra Kozyra von EAEA im Namen der EPALE Redaktion. 

Zusätzlich

EPALE Diskussion: Vermittlung von Grundkompetenzen

Grundkompetenzen sind transversal. Sie sind nicht nur relevant für die Bildungspolitik,  sondern auch für Beschäftigungs-, Gesundheits-, Sozial- und Umweltpolitiken. Der Aufbau schlüssiger Politikmaßnahmen, die Menschen mit Grundbildungsbedürfnissen unterstützen, ist notwenig, um die Gesellschaft resilienter und inklusiver zu gestalten. Nehmen Sie an der Online-Diskussion teil, die am 16. und 17. September jeweils zwischen 10.00 und 16.00 Uhr auf dieser Seite stattfindet. Die Diskussion wird von den EPALE Thematischen Koordinatoren für Grundkompetenzen, EBSN, moderiert. 

Zusätzlich

EPALE Diskussion: Die Zukunft der Erwachsenenbildung

Am Mittwoch, dem 8. Juli 2020, lädt EPALE von 10.00 - 16.00 Uhr zu einer Online Diskussion zur Zukunft der Erwachsenenbildung ein. Wir wollen über die Zukunft des Bildungssektors Erwachsenenbildung sowie die neuen Chancen und Herausforderungen diskutieren. Gina Ebner, EPALE-Expertin und Generalsekretärin der EAEA, moderiert die Diskussion.

Zusätzlich