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#Hass im Netz - neuer Forschungsbericht zur Wahrnehmung von Hate Speech im Internet

02/08/2019
Sprache: DE

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Pixabay / Wokandpics "No Hate"

#Hass im Netz


Welche Erfahrungen haben Bürger*innen mit Hassrede und wie sind ihre Einstellungen zu Belästigungen und Hassrede im Internet? Um das zu erfassen, wertete das IDZ die Ergebnisse einer im Umfrage zum Thema "#Hass im Netz - der schleichende Angriff auf unsere Demokratie" aus und fasste die Ergebnisse in einem Forschungsbericht zusammen.

Kurz und knapp

Als „Hate Speech“ werden aggressive oder allgemein abwertende Aussagen gegenüber Personen, die bestimmten Gruppen zugeordnet werden, verstanden. Im April und Mai 2019 wurde – im Auftrag von Campact e.V., durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut YouGov und ausgewertet vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) – eine auf Bundes- und Länderebene repräsentative Stichprobe von 7.349 Internetnutzer*innen in einer Online-Studie befragt.

Persönliche Betroffenheit

Auch wenn im Durchschnitt „nur“ 8 % der Befragten bereits persönlich von aggressiven und abwertenden Hasskommentaren im Netz betroffen waren, sind es bei Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren schon 17 %. Ganze 40 % der Befragten haben Hate Speech im Internet bereits wahrgenommen. Erschreckend ist, dass mehr als die Hälfte der Befragten sich aufgrund (drohender) Hasskommentare seltener mit ihrer politischen Meinung in Diskussionen im Netz einbringt. Dies macht deutlich, wie massiv Hate Speech die freie Meinungsäußerung im Netz einschränkt und gefühlte Mehrheiten verschiebt.

Handlungsbedarf

Jeweils knapp drei Viertel der Befragten bestätigten die Aussagen „Mich besorgt, dass durch Aggressionen im Internet die Gewalt im Alltag zunimmt.“ (72 %) und „Aggressive und abwertende Kommentare im Netz haben in den letzten vier Jahren zugenommen.“ (76 %). Entsprechend sehen die Befragten mehrheitlich großen Handlungsbedarf: Nur 19 % meinen, die Polizei unternehme genug gegen den Hass im Internet, gerade einmal 13 % sind der Ansicht, die Landesregierungen machten genug und von der Bundesregierung denken das nur 12 %.

Forderungen an die Politik

Die politischen Forderungen von Campact e.V. und anderen Anti-Hate-Speech-Initiativen finden eine sehr breite Zustimmung in der Bevölkerung: Zwei Drittel bis drei Viertel der Befragten stimmten ihnen zu. Die Aussage „Es sollte in [meinem Bundesland] spezialisierte Anlaufstellen für Betroffene von Hass im Internet geben.“ wurde von 74 % unterstützt. Die Forderung „Betroffene von Hassbotschaften sollten gegen die Täter*innen klagen können, ohne dafür erst mal finanziell in Vorkasse gehen zu müssen.“ wurde von 73 % geteilt. Und der Aussage „Es sollte zentrale Ermittlungsstellen für Hassrede bei Staatsanwaltschaften [meines Bundeslandes] geben.“ schlossen sich 68 % an. Die politischen Forderungen von Campact und anderer Initiativen, um Hate Speech im Internet zu bekämpfen, finden also eine sehr breite Unterstützung in der Bevölkerung.


Sie können im EPALE-Ressourcencenter auf den vollständigen Forschungsbericht zugreifen!

Für mehr Informationen besuchen Sie die Seiten des IDZ.


Bildrechte: Pixabay / Wokandpics

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