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News

Europäische Partnerschaft „The use of digital media in social firms” feiert Bergfest in Litauen

05/12/2019
Sprache: DE
Erasmus+ Projekt digi4se

"We found all the presentations very interesting, especially those from the University of Dortmund which showed us the impact of using technological tools in order to develop vocational training of vulnerable groups"

so Chris McCleary nach dem Auftakttreffen des Erasmus+ Projektes in Köln. Als Projektmanager ist er bei KoiSPE Diadromes, einem sozialen Betrieb in Athen, für europäische Kooperationen verantwortlich.

Zentrales Thema der transnationalen Partnertreffen, die alle vier Monate im Wechsel bei den Partnerorganisationen stattfinden, ist der Einsatz digitaler Medien in sozialen Betrieben. In Köln und im rumänischen Sfantu Gheorge fanden bereits Workshops statt. Nach einem Jahr Projektarbeit wurde nun das „Bergfest“ in Kaunas gefeiert.

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis werden zu den dreitägigen Workshops eingeladen und interessante Projekte vor Ort besucht. Ob Virtual Reality Brillen, Eyecatcher oder 3-D-Drucker – alles wird daraufhin überprüft, ob der Einsatz im sozialen Betrieb in der Zukunft fachlich sinnvoll und finanziell machbar ist. Aber auch über niedrigschwellige Angebote wie PC-Kurse oder Internet-Führerscheine wird in der Gruppe diskutiert.

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Partnertreffen in Kaunas im Oktober 2019

Im Mittelpunkt des Projekts stehen dabei Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen wie beispielsweise Behinderung, psychischer Erkrankung oder Suchterkrankung sowie langzeitarbeitslose Menschen, die in den sozialen Betrieben der Partner beschäftigt werden. Die Projektpartner bewerten digitale Kompetenz als eine der Schlüsselkompetenzen der Zukunft auch für benachteiligte Menschen und möchten mit dem Projekt einen Beitrag gegen die soziale und digitale Ausgrenzung in Europa leisten.

„Wir wissen, dass die Digitalisierung in sozialen Betrieben noch in den Kinderschuhen steckt. Aber wir möchten gemeinsam erste Schritte tun und dabei sowohl auf die Chancen aber auch genau auf die Risiken achten, denn digitale Prozesse können Arbeitsplätze für benachteiligte Menschen gefährden und verdrängen“

so Ulrich Förster, EU-Förderexperte beim Diözesan-Caritasverband Köln.

Neben der Fokussierung auf den Einsatz digitaler Medien in der fachbezogenen und personalen Bildungsarbeit hat die Partnerschaft ihren Horizont erweitert und diskutiert auch über Möglichkeiten der Partizipation benachteiligter Personen an der politischen Meinungsbildung und Interessenvertretung auf europäischer Ebene. So ist zur „Europäischen Säule sozialer Rechte“ ein Workshop geplant, in dem die Inhalte der Säule mit benachteiligten Personen diskutiert werden, was ggf. zu kritisieren ist, wie sie weiterentwickelt werden sollte oder ob sie Wirkung für die Beschäftigung und die Praxis der Bildungsarbeit in den Partnerorganisationen haben wird.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite unter www.digi4se.eu.


Eckdaten zum Projekt

Beteiligte Partnerorganisationen:

  • Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V., Deutschland (Köln)
  • Confederation of European Firms, Employment Initiatives and Cooperatives (SFE – CEFEC), Belgien (Vottem)
  • Fundatia Crestina Diakonia Filiala Sfantu Gheorghe, Rumänien (Sfântu Gheorghe)
  • Asociatia Institutul pentru Parteneriat Social Bucovina, Rumänien (Suceava)
  • Labdaros ir paramos fondas "Pagalbos namuose tarnyba", Litauen (Kaunas)
  • KoiSPE Diadromes, Griechenland (Athen)

Projektlaufzeit:

November 2018 – Oktober 2020

Ansprechpartner

Ulrich Förster, Referent für EU-Fördermittel, Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.

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  • Bild des Benutzers Christiane Helmstedt
    Ein sehr spannendes Projekt, Herr Förster! Heute habe ich übrigens einen interessanten Beitrag auf EDITION F. gelesen zum Thema, wie Menschen mit Behinderungen bezeichnet werden sollen/möchten (Rebecca Maskos: https://editionf.com/reclaim-behinderung-warum-es-voellig-okay-ist-behin...). Da bei Ihrem Projekt u.a. Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt stehen, meine Frage: War das auch ein Thema in der europäischen Partnerschaft? Wie sind da Ihre Erfahrungen?
  • Bild des Benutzers Ulrich Förster
    Danke für den interessanten Hinweis, Frau Helmstedt. Ich diskutiere das gerne auch mit meinen Kolleginnen und Kollegen in der Caritas.