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EPALE

E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa

 
 

News

Erasmus+ bringt Innovation und Motivation: Der Verband Österreichischer Volkshochschulen vernetzt regionale Organisationen mit Partnern in Europa.

22/10/2019
Sprache: DE

VÖV Projektmanagement und Europäischer Entwicklungsplan

Dafür werden laufend relevante Bildungsbedarfe mit den Mitgliedern und Partnern des VÖV abgestimmt, um passende EU-Partner für die jeweiligen Themen auswählen zu können. Der VÖV entwickelt daraufhin die Grundlage für einen Europäischen Entwicklungsplan (EDP) als Basis für die zu beantragenden Mobilitäten.

Im Zentrum des EDP stehen Bildungsbedarfe, die mit EU-Mobilitäten bedient werden. Diese werden vom VÖV für Mobilitäten für VHS-ExpertInnen sowie ErwachsenenbildnerInnen aus anderen Organisationen beantragt, damit diese relevante Anregungen für ihre tägliche Arbeit durch internationale Zugänge erhalten können sowie Beispiele guter Praxis in anderen EU-Ländern kennen lernen.

Aktueller Konsortialvertrag 2019/2020

Der VÖV reichte einen Konsortialvertrag für aktuellen Bildungsbedürfnisse unter dem Titel:  „Unterstützende Maßnahmen für digitale Transformationsprozesse und Förderung von Resilienz sowie für Validierungsverfahren“ in Kooperation mit anderen österreichischen Partnern für die laufende Erasmus+ Mobilitätsperiode 2019/2020 bei der österreichischen Nationalagentur OEAD ein, der antragsgemäß für 23 Mobilitäten mit insgesamt 13 beteiligten Partnern genehmigt wurde.

Der VÖV lädt damit seine Landesorganisationen, Vereine, Universitäten und weitere Bildungsträger ein, gemeinsam bildungspolitischen Herausforderungen und den daraus resultierenden Bildungsbedarfen im Rahmen der beantragten Mobilitäten zu begegnen.

LandesgeschäftsführerInnen aus allen VHS-Landesorganisationen werden sich im Rahmen einer VÖV-Mobilität nach Paris mit den Digitalisierungsstrategien von OECD-Ländern auseinandersetzen, um so die bildungspolitischen Implikationen sowie die konkrete Umsetzung von digitalen Prozessen auf allen Ebenen in der eigenen Organisation, auf Landes- und Bundesebene, besser unterstützen zu können.

Gesundheitsbildung als Kernthema

Bei einer EAEA Generalversammlung zum Schwerpunkt "Health and health literacy in Adult Education in Europe", die in Porto/Portugal stattfand, wurde vom VÖV ein gemeinsamer Besuch mit Vertretern der ARGE Bildungshäuser initiiert, die in den europäischen Dachverband aufgenommen wurde.

Zur Unterstützung und Förderung der psychischen und physischen Gesundheit sowie der Entwicklung von Resilienz im Hinblick auf das digitale Arbeiten widmet sich in diesem Zusammenhang auch die bundesweite VÖV-Arbeitsgruppe für Gesundheit, dafür ist eine Mobilität im Mai 2020 nach Irland geplant.

Validierung, Anerkennung von Kompetenzen und Digitalisierung

Für den Austauschbesuch 2016 nach Oslo wurden vom VÖV andere österreichische Organisationen wie die AK Österreich und der Wiener ArbeitnehmerInnen-Förderungsfonds waff eingeladen, sich gemeinsam mit Vertreterinnen der beim VÖV angegliederten Weiterakademie Österreich (wba) mit den bildungspolitischen Schlussfolgerungen aus PIAAC und deren Umsetzung in Norwegen, den nordeuropäischen Ländern und in Österreich, auseinanderzusetzen. Damit konnten für alle Beteiligten wertvolle, für die Bedürfnisse ihrer Organisation relevante Lernergebnisse erzielt werden.

Vergleich von Bildungssystemen zur Reflexion von Angeboten

Aufgrund von langjährig bestehenden Kontakten mit der EB in Irland wurden verbesserte Zugänge zum Zweiten Bildungsweg bei einer Generalversammlung von AONTAS (National Adult Learning Organisation) in Dublin wertvolle Anregungen zum Thema Durchlässigkeit und „The Learners Voice“ bekannt, die in der VÖV-Arbeitsgruppe für die Berufsreifeprüfung und Studienberechtigungsprüfung vorgestellt wurden, sowie auch Lernergebnisse zur Umsetzung von Studien zu Community Education der Universität in Maynooth.

Mit der Verbesserung von Modellen und Angeboten zur Durchlässigkeit von Bildungssystemen beschäftigte sich auch die IAEVC Konferenz 2015 in Madrid, vor allem im Zusammenhang mit beruflichen Bildungsangeboten.

Hier konnte zudem ein weiterführender Kontakt hergestellt werden, wodurch mit dem VÖV Mobilitätsantrag 2017 ein Besuch bei SFI Söderort in Stockholm genehmigt wurde, bei dem der schwedische Zugang und die Organisation des Zweiten Bildungswegs interessante Impulse für Österreich brachte.

Nachdem SFI an Integrationsmodellen von Geflüchteten in Österreich interessiert waren, wurde ein Folgebesuch für SFI-ErwachsenenbildnerInnen in Wien vom VÖV organisiert, der bereits im November 2017 stattfand.

Ein Austauschbesuch 2018 bei der Reykjavik Academy RA unterstützte wiederum eine verbesserte Außenperspektive auf das österreichische Bildungssystem aus der LernerInnenperspektive, wie auch organisatorische Einsicht in eine Isländische EB-Institution, die mit knappen Ressourcen auskommen muss und dabei eine hohe Qualität des Lernens für Erwachsene sicherstellen kann. Dafür wurden Interviews mit ErwachsenenbildnerInnen und Lernenden geführt, die produktive Rückschlüsse auf das eigene Bildungsangebot zulassen. Als Potenzial für Wirkungen konnte eine nachhaltige Beziehung sowohl zwischen Erwachsenenbildnerinnen als auch gegenseitiges Lernen auf institutioneller Ebene sichergestellt werden.

Digital gestütztes Sprachenlernen

Die EUROCALL Conference in Groningen, Niederlande sowie in Limassol, Zypern beschäftigte sich mit der Verbesserung vom IT-Kompetenzen bei Lehrenden und brachte einen Erfahrungsaustausch zur Implementierung technologiegestützter Designs für die Fortbildung von Lehrenden im Sprachunterricht, womit zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in Bezug auf technologiegestütztes Sprachenlernen beigetragen werden könnte.

Diese Formate anzupassen und zu implementieren kam besonders auch Flüchtlingen und MigrantInnen entgegen. Erkenntnisse daraus erleichterten die Umsetzung des Bildungsformates QUADA Qualifizierungsmaßnahme zur Ausbildung von DolmetscherInnen im Asylverfahren, das gemeinsam mit UNHCR bundesweit umgesetzt wurde.

Emanzipatorische Bildungsarbeit

Mit dem Projektpartner „Theater der Unterdrückten“ in Wien konnten bei der Organisation FORMAAT in Rotterdam Kompetenzen betreffend emanzipatorischer Bildungsarbeit erweitert werden. Diese Kooperation kommt der vom VÖV umgesetzten Arbeit mit Geflüchteten durch eine Verbesserung der methodisch didaktischen Kompetenzen in der Zusammenarbeit mit benachteiligten Personen entgegen.

Der Workshop bei Inter Cultural Iceland ICI mit dem Fokus auf Methoden, die dazu beitragen, neue, weniger bildungserfahrene, TeilnehmerInnen für das Weiterlernen zu motivieren, und sie in EB-Kursen zu halten („Retention“) sowie Lernende zur Weiterbildung motivieren, um Bildungskarrieren bis hin zum tertiären Sektor zu unterstützen und so zur Verbesserung von Bildungserfolgen beitragen zu können.

Diese Bandbreite an Austausch von Themen, Trends, Personen sowie Institutionen bieten eine gute Möglichkeit, um über die Analyse europäischer Entwicklungen der EB-Politik die strategische Ausrichtung in Österreich zu verbessern aber auch die vielen herausragenden Beispiele der österreichischen EB-Politik anderen europäischen Ländern und Organisationen besser zugänglich zu machen.

Fotos: Verband Österreichischer Volkshochschulen

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