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Erasmus+ 2021-2027 macht's möglich: Lernendenmobilitäten und kleine Partnerschaften in der Erwachsenenbildung

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Die Programmphase der europäischen Programme Erasmus+ und Europäischer Solidaritätskorps lief am 31.12.2020 aus und so begeben sich die Förderprogramme mit einigen Neuerungen und Ergänzungen in die neue Laufzeit 2021-2027. 

Die finalen Beschlüsse stehen noch aus. So werden die Antragsfristen, genauen Teilnahmebedingungen sowie die möglichen Förderbeträge erst in einigen Wochen mit Erscheinen des neuen Programmhandbuchs bekannt gemacht. Für die EPALE-Leserschaft hier eine erste Übersicht der zu erwartenden Neuerungen.

  

>>> Update: das Programm wurde am 25.03.2021 offiziell von der Europäischen Kommission gelauncht! <<<

  

Die neuen EU-Programme setzen auf vier Prioritäten, die für alle Bildungsbereiche sowie den Jugendbereich gelten:

  • Inklusion und Diversität: inklusiveres und leichter zugängliches Förderprogramm 
  • Partizipation: Verbesserung der aktiven Beteiligung am Programm und an der Gesellschaft
  • Nachhaltigkeit: die Förderprogramme sollen nachhaltig werden und nachhaltiges Handeln fördern
  • Digitalisierung: Förderung des Einsatzes digitaler Werkzeuge und der Entwicklung digitaler Kompetenzen

   

Projektmöglichkeiten für die Erwachsenenbildung

Leitaktion 1: Akkreditierungen vs. Kurzzeitprojekte in der Erwachsenenbildung

Ab 2021 bietet das neue Erasmus+ Programm Organisationen die Möglichkeit einer sogenannten Akkreditierung als Investition in ihre „Erasmus-Zukunft“. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Akkreditierung ermöglicht eine vereinfachte und unbefristete Teilnahme über die gesamte Programmlaufzeit hinweg. Sie unterstützt die Entwicklung der jeweiligen Einrichtung, geht flexibel auf den Bedarf der Organisation ein und schafft eine langfristige Planungssicherheit für Mobilitäten und Internationalisierung.

Kurzzeitprojekte hingegen sind befristet und für Neueinsteiger und kleine Organisationen interessant. Kurzzeitprojekte zur Mobilität von Lernenden und Personal bieten antragstellenden Organisationen die Möglichkeit, verschiedene Mobilitätsaktivitäten über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten zu organisieren mit maximal 30 Teilnehmern. Die Anzahl solcher Kurzzeitprojekte, die während der nächsten Laufzeit eingereicht werden dürfen, soll begrenzt werden, sodass eine jährliche Antragstellung nicht möglich sein sollte.

Im neuen EU-Programm Erasmus+ 2021-2027 werden auch erwachsene Lernende förderfähig sein. Auf Initiative des Europäischen Parlaments wird das Programm erweitert, um Menschen mit  geringeren Chancen Möglichkeiten zu eröffnen, Alltagskompetenzen zu erwerben und damit Veränderungen besser zu bewältigen. Insbesondere gilt dies für Veränderungen, die durch den ökologischen und digitalen Wandel sowie die COVID-19-Pandemie verursacht werden. Die Fördermöglichkeiten richten sich an Lernende, die in der künftigen Entsendeorganisation an Kursen zur beruflichen oder persönlichen Entwicklung teilnehmen. Erwachsene Lernende können bereits ab diesem Jahr am Programm teilnehmen, nachdem die entsendende Einrichtung ihre Akkreditierung erhalten hat. Selbst wenn die akkreditierte Einrichtung eine Entsendung von Lernenden bisher nicht vorgesehen hatte, ist eine Teilnahme möglich, und zwar:

- ohne eine Anpassung des Erasmus Plans, sofern die institutionellen Ziele der Einrichtung die Förderung von erwachsenen Lernenden bereits abdecken oder - mit einem unbürokratischen Update des Erasmus Plans.

  

Leitaktion 2: Strategische Partnerschaften

Hierbei handelt es sich um Kooperationsprojekte, bei denen Organisationen aus unterschiedlichen Ländern an gemeinsamen Zielen arbeiten. Im Fokus stehen dabei immer der gegenseitige Austausch von Ideen, Methoden und Praktiken und die Erarbeitung von innovativen Ergebnissen. Es gibt zwei verschiedene Partnerschaftsformen, die sich in Größe und Umfang unterscheiden, sogenannte Small-scale Partnerships oder Kooperationspartnerschaften.

Kleine Partnerschaften, also die Small-scale Partnerships, sollen Akteuren und Einzelpersonen, die in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport schwer zu erreichen sind, den Zugang zu dem Programm erleichtern. Mit geringeren Zuschussbeträgen für Organisationen, kürzerer Dauer und einfacheren administrativen Anforderungen zielt diese Aktion darauf ab, Basisorganisationen und Neueinsteiger in das Programm zu erreichen und die Eintrittsbarrieren für Organisationen mit geringerer organisatorischer Kapazität in das Programm zu verringern. Im Rahmen dieser Aktion werden auch flexible Formate unterstützt - welche Aktivitäten mit transnationalem und nationalem Charakter, wenn auch mit einer europäischen Dimension, vermischen - sodass Organisationen über mehr Mittel verfügen, um Menschen mit geringeren Möglichkeiten zu erreichen.

Das vorrangige Ziel von Kooperationspartnerschaften besteht darin, Organisationen zu ermöglichen, die Qualität und Relevanz ihrer Aktivitäten zu erhöhen, ihre Partnernetzwerke zu entwickeln und zu stärken, ihre Fähigkeit zu verbessern, gemeinsam auf transnationaler Ebene zu operieren, die Internationalisierung ihrer Aktivitäten (einschließlich der Internationalisierung im eigenen Land) voranzutreiben, Ideen auszutauschen und dabei neue Praktiken und Methoden zu entwickeln, die durch den Austausch zustande kommen. Die Ergebnisse sollten wiederverwendbar und übertragbar sein und, wenn möglich, eine starke transdisziplinäre Dimension aufweisen. Von den ausgewählten Projekten wird erwartet, dass sie die Ergebnisse ihrer Aktivitäten auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene teilen.

  

Alle Informationen werden zu gegebener Zeit auf der Webseite der Europäischen Kommission veröffentlicht  >>> Update 25.03.2021: der Programme Guide ist hier verfügbar (z.Zt. nur in Englisch)!

Einrichtungen und Akteure der Erwachsenenbildung können sich an die jeweilige Nationale Agentur wenden, hier finden Sie die Kontaktdaten nach Land.

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