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Begleitung junger Menschen in Zeiten einer Pandemie: unsere sozialpädagogischen Mitarbeiter*innen an vorderster Front!

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Französisch veröffentlicht von Denis Largueze.

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Im Rahmen des europäischen KOMPASS-Projekts fragen wir uns, welche Auswirkungen die Covid-19-Pandemie auf Mitarbeiter*innen in sozialpädagogischen Bereichen und junge NEET haben könnte.

Regierungen verkündigen bereits erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und beispiellose Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Was wird mit der beruflichen Integration von Jugendlichen geschehen, die sich bereits vorher in einer prekären Situation befanden? Werden sich die Aufgaben der Sozialpädagogen, die sie auf ihrer Reise begleiten, grundlegend ändern?

 

Die COPMPASS-Partner haben Aussagen von mehreren europäischen Akteuren aus diesem Bereich gesammelt, die weiterhin mit jungen Menschen arbeiten.

 

In Österreich garantiert der gemeinnützige Verein Österreichische Jungarbeiterbewegung (ÖJAB) die Kontinuität der Berufsbildung durch einen Übergang zum Digitalen, der schon vor der Krise gestartet worden war. Die Klassenzimmer wurden durch E-Learning ersetzt, und eine verstärkte Unterstützung stellt sicher, dass jeder Jugendliche die ihm zugewiesenen Aufgaben erfüllt, um voranzukommen.

In Krisenzeiten und bei persönlichen Sorgen fehlt es manchmal an Motivation, aber die persönliche Unterstützung wurde mit neuen Kommunikationsmitteln organisiert.

 

In Bulgarien konnte CATRO ein Feedback von einem Jugendbetreuer in einer der größten Städte des Landes erhalten. Im Verlauf des Gesprächs wurde ein Trend zu weniger Unterstützungsanfragen jeglicher Art von Jugendlichen stark betont. Gegenwärtig erledigen alle Jugendbetreuer*innen ihre Aufgaben aus der Ferne, an einigen Tagen in der Woche arbeiten sie im Büro.

Alle persönlichen Kontakte wurden ausgesetzt, und die Telefongespräche betreffen hauptsächlich staatliche Maßnahmen im Bereich Beschäftigung. Junge Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, informieren sich beispielsweise bei den örtlichen Arbeitsämtern über die erforderlichen Dokumente, um eine Entschädigung oder zusätzliche finanzielle Unterstützung zu erhalten. Im Gegensatz zur Jugendarbeit vor der Krise steht die Berufsberatung nicht mehr im Vordergrund. Viele junge Menschen versuchen nun, ihren derzeitigen Arbeitsplatz zu behalten, gelähmt vor Angst. Die notwendige psychologische Unterstützung und Betreuung wird von Sozialarbeitern geleistet, aber in den kommenden Monaten werden sie mit neuen sozioökonomischen Herausforderungen konfrontiert sein, für die sie besser gerüstet sein müssen.

 

 

In Spanien versuchen die Berater für berufliche Eingliederung, sich anzupassen, indem sie die Kommunikationsmittel analysieren, die von den Jugendlichen, die sie täglich begleiten, benutzt werden. Auf diese Weise konnten sie die Jugendlichen und ihre Familien beruhigen und eine Dynamik in einer Zeit, in der Angst und Isolation ein Hindernis darstellen, neu entfachen.

„Nach dieser Analyse spielten soziale Netzwerke eine fundamentale Rolle, diese Ressource ist für junge Menschen eine Standardressource.“

Die Workshops stellen sich auch auf die neuen Medien ein mit Themen wie „Soziale Netzwerke für die Arbeitssuche nutzen“.

Schließlich kam in dieser Zeit zur Rolle des Beraters quasi eine „therapeutische“ Dimension hinzu, um die bestmögliche Unterstützung bieten zu können.

 

In Griechenland weist der Regionaldirektor der nationalen Beschäftigungsagentur der Region Thessalien darauf hin, dass der Ausbildung von NEET-Jugendlichen Priorität eingeräumt wird. Die Teilnehmer an den vielen bereits bestehenden Mentoring-Programmen bleiben engagiert und zeigen die Bereitschaft, ihre Kenntnisse und Kompetenzen zu verbessern. Eine Sorge bleibt jedoch bestehen: Welche Auswirkungen wird die wirtschaftliche Rezession auf den Arbeitsmarkt haben?

In Erwartung der Antworten werden mit Unterstützung von Mentoren, darunter Sozialarbeiter und Jugendbetreuer, Online-Schulungsprogramme angeboten.

 

In Frankreich bemühen sich die auf diesem Gebiet spezialisierten Pädagogen nach besten Kräften, die Betreuung der von ihnen betreuten Jugendlichen sicherzustellen. Fachleute, die daran gewöhnt sind, sich in spezialisierten Zentren zu treffen, in denen es um Aktivitäten geht, die Kommunikation und Vertrauen fördern, bezeugen die Schwierigkeit, Beziehungen aufrechtzuerhalten. Der Austausch findet fast täglich per Telefon statt und konzentriert sich oft auf persönliche Anliegen und die Schwierigkeiten, die die Regeln der sozialen Distanzierung für diese manchmal sehr isolierten Jugendlichen darstellen.

Auch bei der alltäglichen Organisation von Integrationsprozessen wird mit Unterstützung von Fachleuten aus lokalen Missionen und anderen Institutionen des Sektors Hilfe geleistet. „Die komplementäre Natur der Teilnehmer stellt sicher, dass niemand auf der Strecke bleibt.“.

 

Während in Rumänien die Aktionen im Kontakt mit Jugendlichen über Online-Dienste und neue Plattformen fortgesetzt werden, scheint die Arbeitsplatzsicherheit im sozialpädagogischen Bereich problematisch zu sein. Junge Arbeitnehmer sehen bereits, wie ihre Einkommen sinken, und manche sind bereits arbeitslos. Gleichzeitig ist die Finanzierung von Jugendzentren, die weitgehend durch Familienbeiträge finanziert wird, nicht mehr gesichert. Die Einstellung der Vermietung von Räumlichkeiten an private Strukturen für Veranstaltungen stellt ebenfalls einen schweren Schlag für den Betriebshaushalt dar.

 

In ganz Europa sind die Zeugnisse ähnlich; finanzielle Probleme veranlassen uns, über neue Arten der Unterstützung nachzudenken, die einen neuen Ansatz erfordern, der auf neuen Technologien, aber auch auf verstärkter Kommunikation beruht. Im Zentrum der Anliegen steht ein gemeinsames Ziel: das Empowerment junger Menschen; ein Empowerment, das durch die Umstände erzwungen wird, das aber die Chance für eine neue Dynamik sein kann, wenn die Mittel dafür vorhanden sind.

Durch den Austausch von Praktiken und die Bereitstellung von Online-Ressourcen zur Unterstützung von Sozialarbeitern im Bildungsbereich hoffen die KOMPASS-Partner, zu dieser Dynamik beizutragen.

 

Das COMPASS-Projekt schlägt vor, an neuen Instrumenten zu arbeiten, um die Jugendarbeit anzuerkennen und zu verbessern und insbesondere auf die Einbeziehung von NEET in den Arbeitsmarkt hinzuarbeiten.Gleichzeitig zielt es darauf ab, die Beratungs- und Betreuungsfähigkeiten der Jugendbetreuerinnen und -betreuer zu entwickeln und direkt auf die Zielgruppen der NEET einzuwirken, und diese über nicht-technische Kompetenzen in Beschäftigung zu bringen.

 

 

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