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Ausflüge nach Minosia

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Seit nunmehr drei Jahren arbeiten wir in einem transnationalen Konsortium an der Entwicklung des neuen EduLARP (educational Life-Action-Role-Play = Bildungs-Life-Aktion-Rollenspiel) "Minosia Labyrinth". Die Partner aus Italien, Rumänien den Niederlanden und Deutschland fanden sich dazu im Projekt "In the footsteps of a migrant" der Leitaktion zwei Erwachsenenbildung zusammen, recherchierten zunächst zu Hintergründen und den aktuellen Situation im Themenfeld Migration und Inklusion in ihren Ländern und allgemein in Europa. Ziel war es eine Methode der nichtformalen Bildungsarbeit zu entwickeln, die einen umfassenderen mehrdimensionalen Fokus auf das Thema Migration und Integration wirft und so z.B. das Thema nicht auf "Flucht" verengt, wie es in vielen anderen Methoden geschieht. Das Spiel soll das Bewusstsein für die komplexen Realitäten von Migrations- und Integrationsprozessen steigern. Zudem soll es die vielschichtigen Motivationen, Erlebnisse, Möglichkeiten und Bechränkungen, gesellschaftliche und politische Diskussionen und ihre Auswirkungen erfahrbar und für Bildungsprozesse verarbeitbar machen.

Eine interaktive Lernerfahrung

Dabei nimmt die Methode besonders auch die damit verbunden Themenfelder von Rassismus, Vorurteilen, Stereotypen und Privilegien mit in den Blick. Das Spiel zeigt die (oft un-) menschliche Seite dessen, was Migration bedeutet und soll für die Teilnehmeden eine interaktive Lernerfahrung sein, in der das Unvorstellbare vorstellbarer wird. Die Methode des EduLARP hat aus unserer Sicht dabei unschlagbare Vorteile, da sie einen empathisch-emotionalen und gleichermaßen erfahrungs- und wissenvermittelnden Zugang auf spielerisch motivierende und lebensweltliche Weise ermöglicht. Die Zielgruppen für die Anwendung der Methode sind dabei so vielfältig wie die Gesellschaft, wobei ein durchschnittliches Bildungs- und Sprachniveau vorhanden sein sollte.

Betroffene als Tutor*innen

Während der Vorbereitung und Entwicklung der Methode war für uns die Arbeit in einem transnationalen Projektzusammenhang ebenso wie die Inklusion und volle Mitarbeit von Menschen mit eigenen Migrations- und auch Fluchterfahrungen von größter Bedeutung. Sie sind die Expert*innen für das Thema und sie sollen in der Anwendung der Methode eine zentrale Rolle als Tutor*innen für die Spieldruchführung haben.

Am Ende der intensiven Entwicklungsphase wird das Spiel im August 2020 nun in vier Länderfassungen und einer englischsprachigen Europäischen Fassung als freie Bildungsressource unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht werden und zudem werden zum Start in jedem Land fertig gedruckte Toolkit-Sets angeboten.

Vorstellung der Methode

Ab Mitte Juli laufen zudem in allen Partnerländern Multiplikator*innen-Veranstaltungen zur Vorstellung der Methode. In Deutschland wird die erste Verbreitungsveranstaltung zum Projektabschluss am 28. Juli bedingt durch die Corona-Situation online stattfinden. Zur Anmeldung geht  es hier: https://solarev.org/blog/Veranstaltung/ausflug-nach-minosia/

 

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