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Warum ist Lebensmittelverschwendung ein weltweites Problem?

Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gehen rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel (in der Produktionsphase) verloren oder werden (im Einzelhandel und bei den Verbrauchern) verschwendet. In einem Bericht der Boston Consulting Group aus dem Jahr 2018 wurde mit großer Besorgnis darauf hingewiesen, dass der jährliche Lebensmittelverlust bzw. die jährliche Lebensmittelverschwendung bis 2030 um ein Drittel steigen wird: Schätzungen zufolge beliefe sich die Menge verloren gegangener bzw. weggeworfener Lebensmittel 2030 auf 2,1 Milliarden Tonnen. Dies entspricht einer Verschwendung von mindestens 66 Tonnen genießbaren Lebensmitteln pro Sekunde.

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Originalsprache: Englisch


Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gehen rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel (in der Produktionsphase) verloren oder werden (im Einzelhandel und bei den Verbrauchern) verschwendet. In einem Bericht der Boston Consulting Group aus dem Jahr 2018 wurde mit großer Besorgnis darauf hingewiesen, dass der jährliche Lebensmittelverlust bzw. die jährliche Lebensmittelverschwendung bis 2030 um ein Drittel steigen wird: Schätzungen zufolge beliefe sich die Menge verloren gegangener bzw. weggeworfener Lebensmittel 2030 auf 2,1 Milliarden Tonnen. Dies entspricht einer Verschwendung von mindestens 66 Tonnen genießbaren Lebensmitteln pro Sekunde.

Wer genau ist für diese Verschwendung verantwortlich? Die gesamte Lieferkette – von schlechten Umwelt- und Klimabedingungen über unangemessene Möglichkeiten der Lebensmittelaufbewahrung bis hin zu schlechten Ernährungsgewohnheiten. Durch Lebensmittel, die innerhalb der Lieferkette weggeworfen werden, verschwenden wir auch die für ihre Produktion, Ernte und Auslieferung an den Markt erforderlichen Energie- und Wasserressourcen. Logischerweise zieht dies verheerende Auswirkungen auf die globale Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt nach sich.


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Laut einem Artikel des TIME Magazines vom November 2019 sind die wirtschaftlichen Folgen der Lebensmittelverschwendung gewaltig:

„Der finanzielle Verlust, den unsere Volkswirtschaften durch diese verloren gegangenen bzw. verschwendeten Lebensmittel erleiden, beläuft sich auf fast 1 Billion US-Dollar [EN]. Zum Vergleich dazu: Würden wir die Welt ein Jahr lang mit sauberem Wasser versorgen und ihr eine Sanitärversorgung zur Verfügung stellen wollen, würde dies nur 150 Milliarden US-Dollar kosten [EN].“

Daher könnte die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung – zumindest eines kleinen Prozentsatzes des aktuellen Werts – „neues“ Kapital für die Unterstützung von Initiativen zur weltweiten Armutsminderung freisetzen. Dadurch werden die ökonomischen Folgen der Lebensmittelverschwendung mit den sozialen Folgen verknüpft. Wie von der FAO bereits nachgewiesen, entspricht die Menge der in wohlhabenden Staaten verschwendeten Lebensmittel fast der gesamten Netto-Lebensmittelproduktion im Afrika südlich der Sahara. Folglich könnte ein besseres Management der Lebensmittellieferkette im wahrsten Sinne des Wortes die Welt ernähren.

Aus ökologischer Sicht muss zudem darauf hingewiesen werden, dass die Lebensmittelverschwendung eine gewaltige Kohlenstoffbilanz aufweist und für schätzungsweise 8 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Zum Vergleich: Die Treibhausgasemissionen der „Lebensmittelverschwendungsindustrie“ sind ebenso hoch wie die der Bekleidungsindustrie und betragen mehr als das Dreifache der Luftfahrtbranche.

Um die Lebensmittelverschwendung anzugehen, haben das Malta Business Bureau (MBB) und das Malta CSR Institute, das von der HSBC Malta Foundation unterstützt wird, Ende 2019 eine Schulungsreihe mit halbtägigen Veranstaltungen zum Thema Reduzierung von und Sensibilisierung für Lebensmittelverschwendung ins Leben gerufen. Mit ihrer speziellen Ausrichtung auf Unternehmen und deren Beschäftigte konnten im letzten Jahr innerhalb von rund zwei Monaten über 150 Personen auf Malta erfolgreich geschult werden.

Bei einer solchen Schulung erhalten die Teilnehmenden zunächst eine Einführung zum Thema Lebensmittelverschwendung aus globaler Sicht – damit sie verstehen, wie sich die Problematik der Lebensmittelverschwendung auf verschiedene Bereiche wie unsere Umwelt, die Wirtschaft und Gesellschaft auswirkt. Anschließend werden praktische Tipps und Techniken zur effektiven Verringerung der Lebensmittelverschwendung vermittelt. Behandelt wurden Fragen wie nachhaltige Ernährungsgewohnheiten, der nachhaltige Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten, die angemessene Trennung von organischen Abfällen und die Gewinnung von Lebensmitteln aus Speiseabfällen.

Die nächste Seminarreihe zum Thema Lebensmittelverschwendung findet vom 6. Februar bis 7. Mai 2020 statt. Einzelpersonen oder Unternehmen, die sich für ein oder mehrere Seminare interessieren, wenden sich bitte per Mail an Glenn Bugeja, den für Unternehmensnachhaltigkeit zuständigen Manager der HSBC (glenn.bugeja@hsbc.com).

Weitere Informationen zur Kampagne „Business Against Food Waste“ (Unternehmen gegen Lebensmittelverschwendung) sind auch bei MBB-Projektmanager Gabriel Cassar (gcassar@mbb.org.mt) oder unter www.mbb.org.mt/business-against-food-waste/ [EN] erhältlich.

Die Kampagne „Business Against Food Waste“ wird vom Malta Business Bureau in Zusammenarbeit mit dem Institute of Tourism Studies und dem HSBC Malta CSR Institute geleitet. Gefördert wird sie von Wasteserv Malta, der maltesischen Tourismusbehörde und dem maltesischen Tourismusministerium.


Lesen Sie hierzu auch:

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