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WeLearning, über virtuelle lernende Gemeinschaften

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Beata Jurkowicz

von Dr. Monika Gromadzka

Originalsprache: Polnisch

 

Im Laufe unseres ganzen Lebens waren wir/sind wir/werden wir Mitglieder von unzähligen Gruppen. Es ergibt sich daraus, dass unsere Funktion in verschiedenen Gemeinschaften (als Schüler, Pfadfinder, Elternteil, Bürger usw.) in unsere Biographie eingetragen ist. In jeder der Gemeinschaften gibt es manche durch alle Mitglieder akzeptierte Muster, Handelsstrategien, Werte, Normen oder Verhaltensweisen, die das Individuum mehr oder weniger bewusst übernimmt (Malewski 2006). In den Gemeinschaften kann man viele Erscheinungen des Lernprozesses beobachten. Manchmal sind die Mitglieder dessen nicht bewusst, weil die Gruppe zu einem anderen Zweck gebildet wird, und Normen, Gruppenregeln und gegenseitiges Kennenlernen oder Erreichen eines immer höheren Spezialisierungsgrades „bei Gelegenheit“ erfolgt. Es gibt auch Gemeinschaften, die sich entwickeln, weil ihre Mitglieder ganz bewusst ein gemeinsames Bildungsziel haben. All diese Gruppen kann man lernende Gemeinschaften nennen, weil – wie Ewa Kurantowicz behauptet – die Menschen in diesen Gruppen in einer physischen oder virtuellen Realität verweilen und ein gemeinsames Ziel haben (Kurantowicz 2007, S. 43). Während die Gesellschaften in einer physischen Realität ein fester Bestandteil unserer Zivilisation sind, so entwickelt sich das Bildungspotential in einer virtuellen Realität erst seit etwa 30-40 Jahren.

Die ersten für einen durchschnittlichen Benutzer zugänglichen Gruppen haben sich dank der Entwicklung der Modelle e-learning und blended learning verbreitet. Im ersten Modell verlaufen die Wechselwirkungen zwischen den Teilnehmern der Netzwerkbildungsgemeinschaften nur online, im zweiten Modell dagegen sind die Teilnehmer von traditionellen Begegnungen bekannt (Lubina 2008). Seit ein paar Jahren kann man im Internet beobachten, dass die Zahl der bildenden Gemeinschaften, deren Merkmal ein Bildungsziel ist, steigt. Diese Gruppen entstehen spontan, d.h. sie gehören zu keiner Einrichtung oder zu keiner Bildungseinrichtung an. Es sind ganz informelle Gruppen von Praktikern, die man als lernende Gemeinschaften bezeichnen kann und ihr Modell manchmal WeLearning (oder peer learning) heißt. Es kennzeichnet sich vor allem dadurch, dass das Lernen in solcher Gruppe einen informellen Charakter hat. Die Versuche, ein Schema, einen Plan oder ein Programm aufzuzwingen, werden gemeinsam vereinbart und nicht durch irgendwelche Institution angeordnet. Die Gruppe trifft selbst die Wahl, indem sie selbständig gewählte Kriterien annimmt, wer zum Leiter wird (und welche Befugnisse er bekommt) und ob überhaupt jemandem Macht gewährt wird. Früher oder später werden auch Verfahren über „Aufnahme in die Gruppe oder Ausschließen aus der Gruppe” oder überhaupt die Handlungsweise der Gruppe vereinbart. Es gibt keine klaren Schüler- oder Lehrerrollen. Selbstverständlich gibt es Praktiker mit einem höheren Spezialisierungsgrad, bestimmte Mentoren, aber sie sind unter keinen Umständen formale Lehrer, sondern lediglich die Personen, die aufgrund ihrer Kompetenzen häufiger beraten oder eigene Handlungsweisen zeigen.

Wie funktionieren solche Gruppen? Erstens, wie ich schon erwähnt habe, müssen sich einige Personen treffen, die entdecken, dass sie gemeinsam ein Ziel erreichen wollen (z.B. sie wollen besser ein Instrument spielen). Es wird dann eine Dynamik des Gruppenprozesses ausgelöst. Langsam werden Normen, d.h. Verhaltensmuster gebildet, die zwischen den in einer Beziehung verbleibenden Menschen entstehen (Vopel 2006). Die Gemeinschaft konkretisiert die Ziele, die mit individuellen Zielen übereinstimmen sollen, um Gruppenzusammenhalt zu stärken. Es werden auch wertvolle und wünschenswerte Kompetenzen vereinbart. An dieser Stelle soll jedoch betont werden, dass diese Vereinbarungen selten offiziell sind. Die Regeln über Ausschließen einer Person aus der Gruppe entstehen gewöhnlich dann, wenn es eine Situation erzwingt (z.B. wenn es zu einem ernsten Konflikt zwischen den Gruppenmitgliedern kommen wird). Das Team durchläuft nächste Etappen des Gruppenprozesses, um eine instabile Harmonie der lernenden Gruppe zu erreichen. Instabile Harmonie bedeutet, dass es zu Verwirrungen in der Gruppe kommen kann, wenn ein neues Mitglied erscheint, oder wenn Normen verletzt werden. Die Theorie des situativen Lernens (Lave, Wenger 1991) zeigt sehr gut, wie eine Gemeinschaft funktioniert. Nach dieser Theorie beginnt die Aufnahme in die Gruppe mit peripherer Teilnahme. Dann erwirbt das Individuum die für diese Gemeinschaft wichtigen Kompetenzen und dadurch festigt es seine Position in der Gruppe. Die Kompetenzen können nicht nur mit dem Interessengebiet der Teilnehmer (ein Musikinstrument spielen) verbunden sein, sondern auch mit der Begabung, um die Entwicklung der Fähigkeiten anderer Mitglieder zu unterstützen. „Träger” und „Maßstäbe” dieser bevorzugten Kompetenzen sind die sogenannten alten Hasen (oldtimers). Sie haben für die Gemeinschaft wichtige Kompetenzen erworben und sie sind in der Lage, diese Kompetenzen real umzusetzen. Zwischen Neulingen und Meistern kann zu einem Streit kommen, weil neue Mitglieder die in der Gruppe herrschenden Regeln und Grundsätze in Frage stellen können, indem sie nach ihrem Platz in der Gruppe suchen. Konflikte und Spannungen können im Extremfall zu einem Zusammenbruch der Gemeinschaft führen, jedoch die Bemühungen um Einigung, Verhandlungen, Neuausrichtung derzeitiger Strukturen und Bildung von neuen Lösungen, können, paradox, die Gemeinschaft stärken und de facto ist das ein Lernprozess.

Die Gruppen von Praktikern, die voneinander lernen, benutzen verschiedene Online-Tools: Blogs, Podcasts, Gruppen (z.B. auf Facebook), sie tauschen Dokumente auf verschiedenen Plattformen aus usw. YouTube erfreut sich die ganze Zeit einer sehr großen Beliebtheit, wo Mitglieder der virtuellen, praktische Fähigkeiten entwickelten, Gruppen (verbunden z.B. mit Fremdsprachenlehre, Musikinstrumentenspiel oder Gesang) Filme mit Proben ihrer Fähigkeiten einfügen und andere Menschen sie kommentieren, indem sie manchmal auf ihre eigenen Filme verweisen (z.B. mit richtiger, ihrer Meinung nach, Ausführung oder mit anderem Arrangement). Ein Schlüsselelement der Funktion dieser Gemeinschaften sind Zusammenarbeit und Engagement. Die Mitglieder gehören zu diesen Gemeinschaften an, weil sie selbständig nicht lernen wollen und in eine spezielle Wechselwirkung treten möchten. Manchmal geschieht, dass es an Arbeitsengagement fehlt, dann wird die Norm ernst verletzt. Die Bildung der lernenden Gemeinschaften, in denen sich die Praktiker informell, das bedeutet fern von Unterrichtsräumen, entwickeln könnten, wurde auf dem Arbeitsmarkt wahrgenommen[1]. Es entstanden verschiedene Plattformen, die solches Lernen ermöglichen, häufig sind sie aber gebührenpflichtig, oder das Funktionsmodel solcher Gemeinschaften wird gestört, z.B. dadurch, dass der Führende (Vortragender – der einzige Wissenstreuhänder) oder ein bestimmter Plan, den die Teilnehmer nicht modifizieren können (ausgenommen den Vortragenden), angeordnet werden.

Als mit der Erwachsenenbildung verbundene Praktiker können wir ein gewisses Risiko in der Funktion dieser Gruppen wahrnehmen. Es ist beispielsweise die Gefahr, dass die ersten Meister, die bei der Bestimmung der für die Gruppe wichtigen Kompetenzen eine große Rolle spielen, keine kompetenten Personen sind. Man kann jedoch annehmen, dass die Gruppenmitglieder, die ihre praktischen Fähigkeiten entwickeln wollen, selbst die Machtverhältnisse verifizieren werden. Übrigens sind die Rollen in solcher Art Gruppen, wie ich schon betonte, fließend, weil die Fähigkeiten der Mitglieder auf verschiedenen Gebieten nicht die gleichen sind (jemand, der ausgezeichnet nach Gehör spielt, kann Probleme mit Notenlesen haben: er ist imstande fest zu stellen, dass jemand falsch spielt, aber er kann nicht erkennen, ob die Melodie genau nach der Notenschrift gespielt wird). Trotz des Risikos auf dem Gebiet, auf welchem das Lernen zu einer Form der Freizeitgestaltung und zugleich zu einem gewissen Zwang geworden ist, lohnst sich, die Bildungsaktivitäten der Teilnehmer zu schätzen. Selbständige Entscheidung über eine Bildungsaktivität, Möglichkeit, den Lernprozess (eigenen und der ganzen Gruppe) zu planen und zu veranstalten, Einfluss auf Bildungsinhalte – all diese Faktoren tragen dazu bei, dass das Individuum tatenreich und für seine eigene Entwicklung verantwortlich ist.

 

Dr. Monika Gromadzka - Erwachsenenpädagoge, Mitarbeiterin des Lehrstuhls für Weiter- und Erwachsenenbildung an der Warschauer Universität, Mitglied des Fakultätsrates 2016–2020, Botschafter von EPALE

 

Berskin J. (2009), From E-Learning to We-Learning, Bersin by Delloitte, http://blog.bersin.com/from-e-learning-to-we-learning (dostęp: 26.03.2017).

Kurantowicz E. (2007), O uczących się społecznościach. Wybrane praktyki edukacyjne ludzi dorosłych, Wrocław.

Lave J., Wenger E. (1991), Situated learning. Legitimate peripheral participation, Cambridge.

Lubina E. (2008), Internetowe społeczności edukacyjne – tworzenie i dynamika rozwoju, „E-mentor”, 3(25), http://www.e-mentor.edu.pl/artykul/index/numer/25/id/553 (dostęp: 26.02.2017).

Malewski M. (2006), W poszukiwaniu teorii uczenia się ludzi dorosłych, „Teraźniejszość – Człowiek – Edukacja”, 2(34), s. 23–51.

Vopel K.W. (2006), Poradnik dla prowadzących grupy, Kielce.

 

 

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Kommentar

Od kilku lat obserwuje się wielki ruch społeczny nazywany WeLearning. Polega on na samodoskonaleniu się poprzez naukę we własnym zakresie, we własnym tempie.

Uważam, że taki sposób nauki jest bardzo korzystny, ponieważ każdy może obrać własną drogę kształcenia się. Ucząc się rzeczy, które sprawiają nam przyjemność uczymy się ich szybciej. W przyszłości może to pomóc wielu osobom spełnić swoje aspiracje o pracy marzeń.

Rozmaite społeczności łączą laików ze sobą w wielkie kuźnie talentów. W artykule jest napisane również o tym, że pomaga ten sposób wyjść poza ramy przeciętnego myślenia i zmienia paradygmat nauczania. Od wielu lat wiadomo, że każdy ma indywidualne predyspozycje do uczenia się.

Taki sposób nauki na pewno korzystnie wpłynie na rozwój ludzki. Sprawi, że coraz więcej osób wykształci w sobie umiejętności, których pragną.

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Artykuł bardzo ciekawy, który skłonił mnie do zabrania głosu na jego temat. Termin E-learning jest znany od lat 80, gdzie był wykorzystywany w dydaktyce przez zagraniczne organizacje. Autorka słusznie zauważyła, że byliśmy, jesteśmy i będziemy w społecznościach/grupach. Dlaczego by nie postawić krok naprzód i nie uczyć się dzięki sieci internetowej, grupom społecznościowym? Ryzyko zawsze jest i jak Autorka spostrzegła, ludzie niekompetentni mogą mieć głos do ustalania poziomu kompetencji dla grupy. Natomiast jak w życiu bywa, wszystkie "niedociągnięcia" z czasem mogą zostać wyeliminowane przez ludzi. W sieci również tak jest. Plusem na pewno jest to, że w realnym świecie jak też w wirtualnym odpowiadamy za to, do jakiej grupy należymy i rozwijamy się. Moim zdaniem WeLearning jest świetną formą komunikacji. Dzięki temu ludzie mogą doznać czegoś nowego. Od nowych znajomości do porzerzania wiedzy na dany temat.  

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Moją uwagę zwróciły mocno 2 kwestie. Przede wszystkim to, że Autorka bierze pod uwagę social media jako ważne narzędzie uczenia się, np. grupy Facebookowe. Wróciło to moją uwagę, bo jednak powszechnie Facebook jest przede wszystkim platformą o charakterze rozrywkowym, a rzeczywiście daje wiele możliwości edukacyjnych. Druga sprawa to kwestia uczenia się jako formy spędzania wolnego czasu i pewien przymus. Analizując badania kompetencji widzę, że potrzeba uczenia się jest na czele wewnętrznych motywacji pracowników, bez względu na branżę. Członkowie naszych zespołów naprawdę chcą się uczyć!

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Poruszony w przyczynku wątek odpowiedzialności: za swoje działania, za swój rozwój, za naukę, to niezwykle aktualny i frapujący temat. Codziennie stajemy przed wyborem, który wpływa na kolejne decyzje. Szczególnie istotne jest w tym aspekcie krytyczne myślenie, na które także wskazuje Autorka, celnie oceniając zagrożenia wynikające z uczenia się w ramach wirtualnych społeczności.

 

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