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Vivien Führ: Verhaltensänderung für Gesundheit, Umwelt und Menschen

Das Ziel von agado besteht darin, die Gegenwart zu beobachten, Bewusstsein zu schaffen und einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft zu leisten.

Vivien Führ

Kurzbiographie

Mein Name ist Vivien Führ, und ich bin Juristin mit dem Schwerpunkt Umweltrecht und Gründerin von Agado. Seit elf Jahren unterstütze ich Menschen und Unternehmen auf ihrem Weg in die Nachhaltigkeit und genieße diese Tätigkeit sehr. Mein Ziel ist es, Menschen in die Lage zu versetzen, zunehmend nachhaltig zu leben. Die Arbeit mit Erwachsenen verschiedenster Herkunft und mit den unterschiedlichsten Beweggründen ist ein ständiger Lernprozess, der neue Ansätze hervorbringt, Veränderungen zu erlernen.  

Mein EPALE

Von EPALE habe ich erfahren, als ich mich im Rahmen meines ersten Erasmus+-Projekts mit Privathaushalten beschäftigt habe, die nachhaltig mit Lebensmitteln umgehen. Davor hatte ich zwar viele Jahre in der Erwachsenenbildung gearbeitet, war aber nie auf die Plattform gestoßen. Beeindruckt haben mich die Menge und Qualität des über die Plattform erhältlichen Materials, das für meine Arbeit sehr nützlich ist. Seitdem dient die Plattform mir als Inspirationsquelle für neue Projekte oder neue Aufgaben.

Meine Geschichte

Das Ziel von agado besteht darin, die Gegenwart sehr aufmerksam zu beobachten, Bewusstsein zu schaffen und einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft zu leisten. Innerhalb dieses Rahmens arbeiten wir mit verschiedenen Zielgruppen – von lokalen Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen bis hin zu Unternehmen, Privathaushalten und Schulen. Zusammen mit unserem Netzwerkpartner vom Verband Global Action Plan International (GAP I) entwickeln wir Programme im Bereich Empowerment und Verhaltensänderung, die das Leben der Menschen in ganz Europa beeinflussen können.

Ich habe agado im Jahr 2010 zusammen mit einer ehemaligen Kollegin gegründet. Ein Jahr zuvor wurden wir in die Tätigkeit von Global Action Plan international - einem weltweiten Netzwerk von Organisationen, die gemeinsam Konzepte umsetzen, bei denen Menschen auf der ganzen Welt in die Lage versetzt werden, wirklich nachhaltig zu leben. Die Arbeit des Netzwerks hat uns sehr beeindruckt, sodass wir dessen Programme und Konzepte auch in Deutschland anbieten wollten. Obwohl mich der Gedanke, ein eigenes Unternehmen zu gründen, ziemlich in Panik versetzte, gründeten wir agado als Gesellschaft und traten Global Action Plan International als Mitglied bei. Die freundliche Aufnahme, der reiche Erfahrungs- und Kenntnisschatz und die Möglichkeit, an gemeinsamen Projekten mitzuwirken, haben uns sehr geholfen. Seitdem beteiligen wir uns an internationalen Bildungsprojekten, die von GAP I oder seinen Mitgliedsorganisationen initiiert wurden.

2019 stellten wir unser erstes eigenes Projekt innerhalb des Erasmus+-Programms auf die Beine, das derzeit von sechs Mitgliedsorganisationen des GAP I durchgeführt wird. Es heißt FoodTalks – Shifting eating patterns through education and training, Nr. 2019-1-DE02-KA204-006191.  

Vivien Fuhr

Zusammen mit Organisationen in den Niederlanden, Italien, Spanien, Irland, Norwegen und Schweden arbeiten wir an Aufklärungsmaterialien für Gastronom*innen und ihre Gäste. Diese Aktionsbereiche sollen einerseits (zusätzlich zu unseren Fachkenntnissen) als Lernwerkzeug dienen, um Gastronom*innen und ihre Auftraggeber*innen dabei zu unterstützen, ihren Gästen ethischere, umweltbewusstere und gesündere Optionen anzubieten. Andererseits erhalten die Gäste dadurch selbst das nötige Rüstzeug, um in Bezug auf die Lebensmittel, die sie kaufen und konsumieren, bessere Entscheidungen zu treffen.

Als Mitglied eines Netzwerks, das auf Verhaltensänderungen ausgerichtet ist, haben wir beschlossen, die Herausforderung anzunehmen, im Kantinen- und Catering-Sektor einen ganzheitlichen und nachhaltigen Wandel herbeizuführen.

Unser Ziel dabei war es, ein Umdenken in Gang zu setzen, das zu tiefgreifenden Veränderungen führen würde, die der Gesundheit, der Umwelt und den Menschen selbst zugutekommen.

Denn genau in diesem Sektor stellen Lebensmittelverschwendung und ungesunde, nicht nachhaltige Essgewohnheiten eine große Herausforderung dar. Auf politischer Ebene werden diese Probleme bereits angegangen, aber die politischen Entscheidungen müssen vom Bewusstsein und Verhalten der Anbieter*innen und Verbraucher*innen getragen sein.

Genau dort setzen die Prioritäten von FoodTalks an. FoodTalks ist eine Lernplattform speziell für Gastronom*innen. Sie enthält Ideen, Anleitungen und Materialien für die Durchführung von Sensibilisierungs- und Kommunikationskampagnen. Darüber hinaus können Projektleiter*innen ausführliche Hintergrundinformationen über Nachhaltigkeit im Lebensmittelsektor sowie Tipps zu nachhaltigen und gesunden Lebensmittelalternativen erhalten. Mit Hilfe der Plattform können Gastronom*innen zu den Nachhaltigkeitszielen beitragen, ihre internen Abläufe optimieren und Kosten sparen. 

Erasmus+-Projekte sind für uns und das Netzwerk GAP I eine hervorragende Möglichkeit, neue Konzepte zu entwickeln, weitere Zielgruppen zu erreichen und die Menschen in die Lage zu versetzen, einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft zu leisten. Durch die Zusammenarbeit im Rahmen des Netzwerks Global Action Plan International habe ich gelernt, wie man Bildungsprojekte leitet, bei denen das Empowerment der Menschen im Hinblick auf nachhaltige Verhaltensänderungen im Mittelpunkt steht. Für den fachlichen Austausch und die innovativen Konzepte, die von diesem Netzwerk ausgehen, bin ich sehr dankbar, und ich freue mich darauf, diese Erfahrungen und die Motivation an möglichst viele Organisationen und Menschen weiterzugeben.


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