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Blog

Therapy2.0 – Beratung und therapeutische Interaktion mit jugendlichen „Digital Natives“

04/06/2017
von Karin Drda-Kühn
Sprache: DE

Die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Beratung und Therapie ist noch nicht weit entwickelt. In den meisten Fällen beschränken sich die Anwendungen auf Emails und Internet-Recherchen. Berater/innen und Therapeut/innen verlassen sich fast ausschließlich auf traditionelle Kommunikationsformen mit ihren Kund/innen (die "Couch").

Während dieser Ansatz mit Erwachsenen, insbesondere älteren Personen, immer noch zu zufriedenstellenden Ergebnissen führen kann, besteht eine wachsende Gefahr, dass die jüngere Generation, die "digital natives", nicht in vollem Umfang erreicht werden kann. Diese Generation hat ein grundsätzlich anderes Kommunikationsverhalten, bei der die Web 2.0 Kommunikation (Facebook, Twitter, Whatsapp, Skype, etc.) eine Ergänzung ihrer täglichen mündlichen Kommunikation ist. Daher sollte jede Beratung und jede Therapie für junge Menschen, die erfolgreich sein will, IKT-basierte Kommunikationsformen beinhalten.

BEWUSSTSEIN SCHAFFEN FÜR IKT-POTENZIALE IN BERATUNG UND THERAPIE

Das THERAPY 2.0-Projekt (2016 - 2018) schafft Bewusstsein für das Potenzial von IKT-basierten Ansätzen in Beratungs- und Therapieprozessen. Es wird konkrete Ergebnisse liefern, die sofort in Beratung und therapeutische Praxis aufgenommen werden können, und es wird sicherstellen, dass der Mangel an visueller oder verbaler Kommunikation, die über Video oder Email auftreten kann, die Kommunikation zwischen Klient/innen und Berater/innen bzw. Therapeut/innen die Therapie nicht negativ beeinflussen.

THERAPIE 2.0 entwickelt einen praktischen Leitfaden, wie die verschiedenen technologischen Möglichkeiten in der therapeutischen Arbeit eingesetzt werden können. Best-Practice-Beispiele werden Email und Internet-Chat, Video-Links und den Einsatz sozialer Medien darstellen. Darüber hinaus werden wichtige ethische, theoretische und praktische Erwägungen, wie z.B. Sicherheitsfragen, diskutiert. Diese Informationen werden auch über mobile Apps abrufbar sein.

JUNGE FLÜCHTLINGE ERREICHEN

Mit diesem Ansatz und mit den THERAPY 2.0-Instrumenten wird es auch möglich sein, völlig neue Zielgruppen, insbesondere junge und/oder unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, zu erreichen. Die meisten von ihnen, speziell junge Frauen, haben traumatische Erfahrungen gemacht, und viele von ihnen leiden an posttraumatischen Belastungsstörungen in verschiedenen Ausprägungsformen. Ihre wichtigsten Kommunikationsmittel sind Smartphones. Angesichts der Tatsache, dass ihr Sprachniveau im Gastland oft noch niedrig ist, braucht die konventionelle "Sprachberatung" einen komplementären Ansatz, welcher diejenigen Medien nutzt, in denen diese Jugendlichen zu Hause sind.

 

Informationen zum Projekt sind in englischer, deutscher und kroatischer Sprache erhältlich (Stand 06/2017).

Das Team dieser ERASMUS+- Strategischen Partnerschaft umfasst psychologische und soziale Beratungsorganisationen, Bildungs- und Pädagogikexpert/innen sowie IKT- und Multimediaspezialist/innen:

 

MEDIA K GMBH Bad Mergentheim / Deutschland (Koordinator)

www.media-k.eu

 

FRIEDRICH-ALEXANDER-UNIVERSITÄT ERLANGEN NÜRNBERG

Institut für Lerninnovation, Deutschland

www.ili.fau.de

 

INTEGRA Institute for Development of Human Potentials

Institut za razvoj clovekovih potentialov, Velenje/ Slowenien

www.eu-integra.eu

 

SVEUCILISTE U RIJECI, MEDICINSKI FAKULTET Rijeka / Kroatien

www.medri.uniri.hr

 

ICELAND ACADEMY OF THE ARTS Reykjavik / Island

 

www.lhi.is

 

WISSENSCHAFTSINITIATIVE NIEDERÖSTERREICH Würnitz / Österreich

www.wissenschaftsinitiative.at

 

INSTITUTO POLITECNICO DO PORTO Porto / Portugal

www.ipp.pt

 

GUNET AKADIMAIKO DIADIKTYO Athen / Griechenland

www.gunet.gr

 

Mehr:

www.ecounselling4youth.eu

Facebook: ecounselling4youth

Twitter: #ecounselling

 

Kontakt: Dr. Karin Drda-Kühn (Projektleitung), Tel. +49 7931 99 27 30

 

Projektnummer: 2016-1-DE02-KA202-003245

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