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Blog

SKIVRE – Klosterprodukte entwickeln und vermarkten

05/02/2019
von Karin Drda-Kühn
Sprache: DE

Lesedauer circa 3 Minuten - Lesen, Liken, Kommentieren!


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SKIVRE Erasmus+-Projekt
Im ERASMUS+ - Projekt SKIVRE werden Beschäftigte in Klöstern und Klosterläden für die Entwicklung von marktfähigen Klosterprodukten qualifiziert. Dabei sollen ihre Fähigkeiten bei der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung der hochwertigen Klosterprodukte ausgebaut und sie sollen Vertriebsstrategien erlernen und etablieren. Gleichzeitig soll historisches Handwerk der Klöster wiederbelebt werden.

Klösterliches Erbe gestern und heute

Das klösterliche Erbe ist ein wichtiger Teil des europäischen Kulturerbes. Es wird von allen europäischen Mitgliedsstaaten geteilt. Viele Klöster befinden sich in ländlichen Gebieten. So waren sie immer wirtschaftliche Brennpunkte für die Entwicklung und den

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SKIVRE
Austausch von Waren und Dienstleistungen. Heute ist das anders und es gibt für Klöster unterschiedliche „Betriebsmodelle“: Einige werden immer noch von ihren Orden organisiert und geleitet, wobei der Schwerpunkt auf kirchlichen Aufgaben liegt. Die Mehrheit dient jedoch längst nicht mehr kirchlichen Zwecken; sie werden von der öffentlichen Hand oder von privatwirtschaftlichen Einrichtungen betrieben. Aber allen Klöstern gemein ist, dass sie auch unternehmerisch aufgestellt sind: Sie beschäftigen Verwaltungs-, Fach- und Führungskräfte, zahlen Steuern und Sozialbeiträge. Sie beschäftigen Personal, das die Gebäude wartet, es für Besucher*innen öffnet und Produkte für den Verkauf in Klosterläden, auf Märkten oder über Handelsorganisationen herstellt. Klöster verbinden kulturelles und religiöses Erbe mit der lokalen Wirtschaft.

Klosterprodukte für Religionserbe-Erhalt

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SKIVRE Erasmus+-Projekt
SKIVRE verbindet die europäische Kulturgeschichte mit der Zukunft: Die Herstellung von Klosterprodukten ist für viele Klöster eine wirtschaftliche Chance, Einkommen für die Erhaltung der baulichen Substanz der Klöster selbst zu generieren. Der Verkauf von klösterlichen Produkten, wie handgefertigten Körperpflegeprodukten (Seifen, Lotionen), Lebensmitteln (Brot, Marmelade, Spirituosen, Bier, Wein, Wurst- und Fleischwaren), Stoffen und Textilien trägt so zur Erhaltung des klösterlichen Kulturerbes bei und muss gefördert werden.

Zielgruppen, Aktivitäten und Ergebnisse

SKIVRE konzentriert sich auf einen möglichst interaktiven Trainingsansatz, der sich engagiert und verantwortungsbewusst an das Management, weltliche Mitarbeiter*innen sowie Mönche und Nonnen in Klöstern richtet. Alle Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, dass dir Teilnehmer Fähigkeiten erwerben, mit denen Sie verstärkt Einnahmen für die Erhaltung religiöser Kulturgüter erzielen können. Das Projekt möchte folgende Ergebnisse erarbeiten:

  • ein mehrsprachiges Qualifizierungsprogramm zur Steigerung der Professionalität in Produktion und Marketing von Klosterprodukten,
  • eine benutzerfreundliche digitale Lernplattform speziell für Klosterangehörige,
  • ein Handbuch zur Verkaufsförderung für Klosterprodukte mit Leitlinien für professionelle Produktion und Vermarktung im Fachhandel,
  • eine Publikation über historisches Handwerk in Klöstern und ihr Potenzial für soziales Unternehmertum in ländlichen Gebieten.

Das Qualifizierungsprogramm eröffnet neue Märkte und verbessert den Zugang zu bestehenden Märkten. Beschäftigte der Klöster erweitern ihr Wissen und werden für den Arbeitsmarkt höher qualifiziert.

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SKIVRE

Fachwissen für SKIVRE

Die SKIVRE-Partnerschaft besteht aus einem multidisziplinären europäischen Team, das die Zielgruppen und das Fachwissen vertritt, das für die Entwicklung des Qualifizierungsprogramms erforderlich ist:

  

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SKIVRE

Alles über SKIVRE gibt es auf der Homepage, Neuigkeiten werden zudem auf Facebook und über die Twitter-Hashtags #skivre #religiousHeritage #EuropeforCulture veröffentlicht.

Die SKIVRE-Broschüre gibt es in den Sprachen der Partnerschaft auf der SKIVRE-Homepage.

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Dr. Karin Drda-Kühn
Über die Autorin: Dr. Karin Drda-Kühn ist Geschäftsführerin von media k GmbH (Bad Mergentheim). 2010 wurde sie von der Europäischen Kommission zum "European Ambassador for Women Entrepreneurship" ernannt und leitet seit 2012 die European Mobile & Mobility Industries Alliance (EMMIA) - Policy Learning Platform (PLP). Im Jahr 2014 wurde sie zur Vorzeigeunternehmerin der Initiative "Frauen unternehmen" des Bundeswirtschaftsministeriums berufen. Seit 2017 ist sie Mitglied der Arbeitsgruppe "Skills, Training and Knowledge Transfer: traditional and emerging heritage" der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Kommission.


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Bildnachweise: SKIVRE, Kloster Bronnbach, Pixabay Creative Commons

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