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Die sechs Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen im höheren Lebensalter und aktives Altern

Die soziale Inklusion älterer Menschen ist eines der politischen Leuchtturmprojekte der Europäischen Kommission, das in den vergangenen Programmperioden durch verschiedenste Finanzierungsinstrumente und -programme der EU laufend gefördert wurde. So konnte aufgezeigt werden, dass es aus sozialen und kulturellen Gründen in vielerlei Hinsicht wichtig ist, dafür zu sorgen, dass die älteren Mitglieder unserer Gemeinschaften ein aktives Leben führen und in die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft eingebunden bleiben.

The six key competencies for life learning in later life and active ageing

Die soziale Inklusion älterer Menschen ist eines der politischen Leuchtturmprojekte der Europäischen Kommission, das in den vergangenen Programmperioden durch verschiedenste Finanzierungsinstrumente und -programme der EU laufend gefördert wurde. So konnte aufgezeigt werden, dass es aus sozialen und kulturellen Gründen in vielerlei Hinsicht wichtig ist, dafür zu sorgen, dass die älteren Mitglieder unserer Gemeinschaften ein aktives Leben führen und in die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft eingebunden bleiben.Vor einigen Jahren bot mir ein überaus wirkungsvolles Projekt, das vom Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen der Europäischen Kommission finanziert wurde und darauf abzielte, ältere Menschen an das kritische Analysieren europäischer Filme und an die praktische Erfahrung des Filmemachens heranzuführen (CINAGE - European Cinema for active Ageing ), die Chance, an der Definition und Analyse der sechs wichtigsten Kompetenzen für aktives Altern mitzuwirken.

Als Inspiration für die Mitglieder der EPALE-Community und um sie aktiv in die nächste Online-Diskussion zum Thema „Soziale Inklusion der alternden Bevölkerung und generationsübergreifendes Lernen“, die für Mittwoch, den 28. Oktober geplant ist, einzubinden, habe ich eine Liste von Erfolgsstorys und bewährten Praktiken zusammengestellt, die von der Kommission im Rahmen des Programms Erasmus+ offiziell als solche anerkannt wurden. Ich stelle diese Liste hiermit unter den Überschriften der sechs oben genannten Kompetenzen vor.  

  1. LernkompetenzHier geht es um Möglichkeiten zur Teilnahme an Lernerfahrungen im höheren Erwachsenenalter, darunter selbstgesteuertes Lernen, Möglichkeiten  zur Entwicklung oder Auffrischung von Fähigkeiten, kreative Lernmöglichkeiten und Vermittlung neuer Technologien.„Old Guys say Yes to Community“ ist ein Erasmus+-Projekt mit dem Ziel, ältere Bürger/innen in Lern- und Bildungsaktivitäten einzubeziehen, um ihr Wohlbefinden, ihre Gesundheit und ihr soziales Leben zu verbessern. Dieses zweijährige Projekt hat viele verschiedene Ergebnisse und eine OER-(Open Educational Resources-)Plattform hervorgebracht, auf der Sie die Old Guys Lernmaterialien. finden können.

  2. Soziale Kompetenz und BürgerkompetenzHier geht es darum, aktive ältere Bürger/innen in freiwillige oder bezahlte Aktivitäten einzubinden, die Einzelnen und Gemeinschaften zugutekommen. Von Beiträgen Einzelner profitieren können Gruppen wie Familien, lokale Dienste, Nachbarschaften, Städte, Religionsgemeinschaften, Staaten oder globale Gemeinschaften. Zivilgesellschaftliches Engagement kann auch zum generationenübergreifenden Zusammenhalt beitragen.Ein ausgezeichnetes Beispiel für diese Kompetenz ist Mobility Scouts, ein Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Beteiligungs- und Mitspracherechte älterer Frauen und Männer zu verbessern, um sie in die Lage zu versetzen und zu befähigen, sich aktiv an der Schaffung alternsgerechter Lebenswelten und Dienstleistungen zu beteiligen. Die Partner von Mobility Scouts haben ein Online-Trainingsprogramm entwickelt, das in fünf Sprachen angeboten wird und Hintergrundinformationen, anregende Beispiele und praktische Instrumente zur Mitwirkung an der Schaffung alternsgerechter Lebenswelten bietet. 

  3. GesundheitskompetenzHier geht es um die Erhaltung des körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens im Alter. Gesundheit und Wohlbefinden können von Faktoren wie Lebensstil, Qualität von Dienstleistungen und Unterstützung sowie von den Möglichkeiten für soziale Beziehungen, Pflege und Sicherheit beeinflusst werden. Da die Gesundheit im Panorama der Erasmus+-Projekte, die sich an ältere Menschen wenden, eines der am stärksten repräsentierten Themen war, wurde Vivifrail als inspirierende Initiative für diesen Artikel ausgewählt. Das Projekt basiert auf der Idee, die Gesundheit älterer Menschen anhand ihrer Funktion zu messen und nicht als eine Krankheit, die die Lebenserwartung, die Lebensqualität und die Ressourcen oder die Unterstützungen bestimmt, die jede Person braucht. Die von der Vivifail-Partnerschaft produzierten Online-Ressourcen sind in 11 EU-Sprachen verfügbar und werden derzeit von mehr als 5.000 Gesundheitsfachleuten genutzt. Das Programm erreicht eine Population von über 15.000 Menschen.

  4. Emotionale KompetenzHier geht es um den Erhalt von Autonomie und Würde im Alter und um die Ermöglichung und Aufrechterhaltung von sinnvollen sozialen und emotionalen Bindungen, Pflege und Unterstützung sowohl zu Hause als auch im Gemeinwesen.Handling Multiculturality in Care ist ein weiteres überaus wertvolles Projekt, das sich mit dem Umgang mit demographischen und interkulturellen Herausforderungen befasst. Die direkte Einbeziehung von Betreuungspersonen in die Gestaltung ihrer eigenen Trainingsunterlagen, das Engagement professioneller Akteurinnen und Akteure in Trainingsaktivitäten und ganz allgemein das sehr enge Zusammenwirken von Arbeits- und Bildungswelt an der allgemeinen Entwicklung und Planung des pädagogischen Prozesses machen dieses Projekt zu einem der relevantesten für die „emotionale“ Kompetenz.
  5. Finanzielle/wirtschaftliche KompetenzHier geht es um Aspekte des wirtschaftlichen Umfelds, die einen besonderen Einfluss auf aktives Altern und auf Sicherheitsaspekte haben, also Einkommen, Arbeitsmöglichkeiten und sozialer Schutz, z. B. Pensionen und andere Zuwendungen. Wie wäre es mit einem Warehouse of Opportunities? Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von Mitteln und Ressourcen mit fünfzig Werkzeugen, die Menschen helfen, ihr Leben zu organisieren und Zukunftspläne zu verwirklichen. Diese Werkzeuge können dazu genutzt werden, neue Fähigkeiten zu erwerben und dem Leben neuen Sinn zu geben, eine neue Karriere zu starten, ein Unternehmen zu gründen, neue Freundinnen und Freunde zu finden oder sich einen Überblick über die eigene Finanzlage zu verschaffen. Dies ist das Hauptergebnis von Catch the Ball, eines Projekts, das zusammen mit der Academy of Opportunities darauf abzielt, den Bedürfnissen von Menschen im dritten Lebensabschnitt gerecht zu werden und sie in die Lage zu versetzen, neue Mittel und Wege für ihre Entwicklung und ihr Wachstum zu finden, um ihre späten Lebensjahre aktiv und angenehm verbringen zu können.

  6. Technologische KompetenzHier geht es um den Zugang zu und die Nutzung von Technologie wie Computer, Mobiltelefone und Apps und damit um soziale Vernetzung, elektronische Kommunikation und E-Learning. Außerdem geht es um unterstützende Technologien, zum Beispiel zur Aufrechterhaltung der Mobilität für ein aktives Altern, oder um Pflege zur Unterstützung der Unabhängigkeit, zum Beispiel in Form von Fernbetreuung. Bei diesem letzten Kompetenzbereich sollte AcTive-Projekt erwähnt werden, ein Projekt mit dem übergeordneten Ziel, Schulungsmaterialien zu entwickeln, die speziell auf die spezifischen Bedürfnissen von Menschen abgestimmt sind, die keine Erfahrung im Umgang mit IKT-basierten Geräten (z. B. Smartphones oder Notrufsystemen) haben. Diese Trainingsmaterialien können von Gleichaltrigen, befreundeten Personen und Familienangehörigen, aber auch von professionellen Anwenderinnen und Anwendern verwendet werden, um Antworten auf Fragen zu erhalten und sich die Vorteile der Technologie im täglichen Leben zunutze zu machen. Das Ausbildungsmaterial wird ergänzt durch eine Online-Plattform.

 

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