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Gute Vermittlung von finanzieller Allgemeinbildung: Tipps für Fachkräfte in der Erwachsenenbildung

30/06/2016
von Andrew McCoshan
Sprache: DE
Document available also in: EN FR IT PL ES

 

Da Bildungsmaßnahmen im Bereich der finanziellen Allgemeinbildung in den letzten Jahren ein enormes Wachstum erfahren haben, sollten wir uns fragen, welche „Erfolgsgeheimnisse“ wir bereits kennen. Andrew McCoshan überprüft einige der wichtigsten internationalen Publikationen und erläutert, was diese für Anbieter von Erwachsenenbildung bedeuten.

 

Qualität zu schaffen, ist, insbesondere im Bildungssektor, nicht einfach: Probleme lassen sich nicht einfach wegzaubern. In den letzten Jahren wurden jedoch einige wichtige Arbeiten veröffentlicht, welche die Faktoren näher beleuchten, die für die Entwicklung von Qualität bei der Vermittlung von finanzieller Allgemeinbildung offenbar eine zentrale Rolle spielen. Diese Publikationen konzentrieren sich hauptsächlich auf die Schulbildung und behandeln die strategische und nationale Ebene, jedoch sollte überprüft werden, was sie für die Anbieter von Erwachsenenbildung bedeuten könnten, die im Bereich der finanziellen Allgemeinbildung arbeiten möchten.

 

Dies sind meine 10 wichtigsten Tipps:

 

1. Schätzen Sie den Bedarf der Bevölkerung für eine höhere finanzielle Allgemeinbildung ein. Dies ist auf nationaler Ebene anhand von Umfragen zur finanziellen Allgemeinbildung möglich, und auf lokalen Ebenen können weniger formelle Methoden eingesetzt werden, um das Wissen der lokalen Bevölkerung über Finanzdienstleistungen zu beurteilen.

 

2. Fassen Sie die aktuell durchgeführten Maßnahmen zusammen, und beurteilen Sie sie. So erhalten Sie einen Überblick über die Arten bereits laufender Bildungsinitiativen und können Lücken in der Wissensvermittlung erkennen. Darüber hinaus können Sie so die bereits stattfindende Wissensvermittlung koordinieren und zwischen Werbeaktivitäten für Finanzprodukte und tatsächlichen Bildungsmaßnahmen unterscheiden.

 

3. Arbeiten Sie mit dem Privatsektor zusammen. Die Beteiligung des Finanzsektors selbst ist entscheidend – die Branche bietet ihren Kunden Produkte an, welche die Kunden besser verstehen müssen, und kann aus erster Hand berichten, was Verbraucher wissen und nicht wissen.

 

4. Beziehen Sie Non-Profit-Organisationen wie Verbraucherberatungsstellen mit ein. Solche Organisationen spielen bereits eine Schlüsselrolle dabei, Menschen mit finanziellen Problemen zu unterstützen. Daher könnten sie bei der Ausarbeitung von Bildungsprogrammen für die finanzielle Allgemeinbildung wegweisend sein und auch selbst in diesem Bereich tätig werden.

 

5. Konzentrieren Sie sich unbedingt auf die Interessen der Verbraucher. Dies ist wichtig, um die Beteiligung des Privatsektors auszugleichen. Verhaltenskodizes sollten die Beteiligung von Interessenvertretern regeln und eine klare Trennung zwischen Bildungsmaßnahmen und kommerziellen Marketingaktivitäten vorschreiben, mit denen Unternehmen möglicherweise ihre Produkte bewerben möchten.

 

6. Machen Sie mit Informationskampagnen auf die Notwendigkeit von finanzieller Allgemeinbildung aufmerksam. Es reicht nicht aus, finanzielle Bildungsprogramme lediglich aufzunehmen – sie müssen auch durch Sensibilisierungskampagnen unterstützt werden. Qualität ist allerdings wichtiger als Quantität, denn zu große Informationsmengen auf einmal sind bei der Öffentlichkeit möglicherweise weniger wirksam.

 

7. Machen Sie Menschen ihren eigenen Wissensstand klar. Bürger wissen oft nicht, was sie über finanzielle Angelegenheiten überhaupt wissen. Es können Instrumente zur Selbsteinschätzung eingesetzt werden, z. B. im Rahmen von Informationskampagnen, um Menschen zu für sie hilfreichen Bildungsmaterialien zu leiten.

 

8. Entwickeln Sie breit aufgestellte Programme, welche die finanzielle Allgemeinbildung in jeder Altersgruppe fördern. Dazu müssen Sie wissen, was in der Schulbildung vermittelt wird, und auch Programme an das Alter und die Lebenssituation der Unterrichteten anpassen.

 

9. Schulen Sie Organisationen, die keine Akteure des Bildungswesens sind. Sowohl Finanzunternehmen als auch Non-Profit-Organisationen, die Verbraucher finanziell beraten, kommt bei der finanziellen Bildung eine wichtige Aufgabe zu. Anbieter von Erwachsenenbildung können mit ihrem Fachwissen sicherstellen, dass Personen in diesen Organisationen über die notwendigen Bildungskompetenzen verfügen.

 

10. Beurteilen, beurteilen, beurteilen! Leider ist derzeit nur wenig über die Wirksamkeit von Programmen zur finanziellen Allgemeinbildung bekannt. Daher müssen sie unbedingt beurteilt werden, um die Wissensvermittlung langfristig zu verbessern.

 

Was würden Sie in diese Liste aufnehmen? Schreiben Sie unten einen Kommentar, und lassen Sie es uns wissen.

 

Andrew McCoshan ist seit über 20 Jahren im Bereich Bildung und Ausbildung tätig. In den letzten 10 Jahren hat er sich auf Bewertungen und Studien zur Strategieentwicklung für die EU konzentriert, und zuvor war er Berater im Vereinigten Königreich. Gegenwärtig ist Andrew freiberuflicher Berater, außerordentlicher Professor an der UK Higher Education Academy, ECVET-Experte für das Vereinigte Königreich und Mitglied der UK Education & Employers Taskforce Research Group.

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1 - 2 von 2 anzeigen
  • Bild des Benutzers Maria Jedlińska

    W znacznej większości szkoleniami dotyczącymi edukacji finansowej zajmują się firmy względnie banki, czyli sektor prywatny. W Polsce, gdzie stopień zaufania społecznego jest bardzo niski, działania takie są niestety kojarzone z promocją własnych produktów i ofert, a nie z obiektywnym przekazem wiedzy.

    Należy dążyć do tego, aby szkolenia - najlepiej organizowane w formie spotkań - były prowadzone przez jak najbardziej zróżnicowane podmioty (nie kojarzone z wlasnym marketingiem), równocześnie bazujące na fachowej wiedzy profesjonalistów. 

     

  • Bild des Benutzers Mariola Pękala-Piekarska

    Lista wskazówek jest moim zdaniem dość obszerna. Chcialabym zauważyć, że przeszkodą w  sprawnym nabywaniu kompetencji finansowych, może być też postęp technologiczny. Dotyczy to przede wszystkim ludzi starszych, którzy są niechętni do wirtualnych form płatności.  Są to dla nich mechanizmy nie do końca zrozumiałe i bywają wobec nich nieufni. Może warto dopisać do tej listy wskazówek edukację praktyczną w zakresie edukacji finansowej (na symulatorach banków itp.).