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Netzwerk gegen Gewalt- Migration in Österreich

Das Netzwerk gegen Gewalt wurde 2004 begründet, zunächst um sich der Thematik der Prävention von Gewalt zu widmen, dieses Mal zum Thema Migration in Österreich. Die Website ist ein WikiWeb, an dem sich jede/r beteiligen kann.

Das Netzwerk gegen Gewalt wurde 2004 begründet, zunächst um sich der Thematik der Prävention von Gewalt zu widmen. In der Folge erweiterte sich der Themenbereich durch Lehraufträge und sich daraus ergebenden Fachgebieten. Die Website ist ein WikiWeb, an dem sich jede/r beteiligen kann.

Hintergrund einer Bearbeitung der Migrationsproblematik ist die Vermeidung von Gewaltphänomenen, die Förderung einer zeitgemäßen gesellschaftlichen Integration mit einer Bearbeitung kulturell-religiöser Aspekte unter Beachtung migrationspädagogischer Elemente und Hinweise auf bildungspolitische Konsequenzen.

Österreich hat eine lange Tradition im Zusammenleben verschiedener Ethnien. Wien ist historisch multikulturell. Benötigt wird ein Einwanderungskonzept auf nationaler und EU-Basis.

Nach 1945 kam es zu bedeutenden Migrationsbewegungen in Österreich mit Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg, 1956 Flüchtlingsströmen aus Ungarn, 1964 der Anwerbung türkischer und 1966 jugoslawischer Arbeitskräfte, 1968 Flüchtlingsbewegungen als Folge des „Prager Frühlings“, 1980 Fluchtbewegungen als Folge der Aufstände in Polen und dem Versuch einer gesetzlichen Regelung 1976 mit dem Ausländer-Beschäftigungsgesetz sowie 1989/1990 der Einreise- und Einzugsregelung mit  der Türkei und Jugoslawien. 1992 kam es zur Fluchtbewegung im Balkankrieg, aktuell ist die Flüchtlingswelle aus dem Nahen Osten.

Entsprechend spricht man von einer ersten Generation, einer zweiten Generation einer „between“- Generation der Kinder und Heranwachsenden, die während der Schul- bzw.  Ausbildungszeit nach Österreich kamen und einer dritten Generation. Unter religiös-kulturellen Aspekten entstanden christliche Migrationsgemeinschaften, hauptsächlich in Wien, ca. 30 fremdsprachige katholische Gemeinden und serbisch-orthodoxe, russisch-orthodoxe, koptische und äthiopisch-orthodoxe Gemeinden. Nach Artikel 25 der Kirchenverfassung der Evangelischen Kirche Österreich i.d.g.F.  kommt es zu „Personalgemeinden“, etwa der Koreanischen-, Finnischen-, Ungarischen-, Ghanaischen-, Japanischen-, Taiwanischen- und Afrikaans-Evangelischen Gemeinde.

1912 kam es zu einem eigenen Islamgesetz, 1979 zur Gründung der „Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich“/IGIÖ“ und 1989 zur Anerkennung der Sunnitischen und Schiitischen Rechtschulen durch den Obersten Gerichtshof. In Österreich gibt es über 150 Moscheen bzw. Gebetsstätten, zumeist als „Kulturvereine“ organisiert. Durch die staatliche Anerkennung islamische Bildungseinrichtungen  mit konfessionellem Status und staatlicher Schulaufsicht.

Mit der Diskussion um die Aufnahme der Türkei in die EU ist der Islam öffentlich in das Interesse gerückt(vgl. die Kopftuch-Debatte, Parallelgesellschaften). Bezeichnend ist die Unwissenheit über den Islam bei Nicht-Muslimen, auf Seiten der Muslims das Desinteressse an der Religion bzw. Weltanschauung der österreichischen Wohnbevölkerung.

Nur in der Schule gibt es eine geregelte Sprachpolitik im Form von „Deutsch als Zweitsprache“ und „Muttersprachlichem Unterricht“(Bikulturalität). Verbindlich ist das Unterrichtsprinzip „Interkulturelles Lernen“ für alle Fächer. Eine Sprachförderung für Migrationskinder mit Eltern wurde im Bundesland Vorarlberg begonnen. Eine spezifische Beratung für Migrantinnen und Migranten gibt es in Wien und den Landshauptstädten mit Mädchenberatung. In ländlichen Regionen versucht das Arbeitsmarktservice mit gezielter Beratung zu helfen.

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