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Maren Satke: Personenzentrierter Ansatz in der Erwachsenenbildung

Neue, wirkungsorientierte Ansätze im Management EU-geförderter Projekte und Einbeziehung des personenzentrierten Ansatzes in der Erwachsenenbildung.

Maren Satke Community Story

Short bio

Ich arbeite seit Beginn meiner beruflichen Tätigkeit vor 26 Jahren in Projekten, die sich mit (Weiter-)Bildung beschäftigen. Seit fast 12 Jahren manage ich EU-Projekte in der Erwachsenenbildung. An dieser Arbeit mag ich besonders, dass ich mit verschiedenen Menschen aus anderen Ländern und unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen zusammentreffe. Um dieses Zusammentreffen und -arbeiten geht es auch in meiner Story.  

My EPALE

Natürlich kenne ich EPALE schon lange – aber so richtig entdecke ich die Plattform und ihre Möglichkeiten erst jetzt. Die Vielfalt der hier vorgestellten EU-Projekte ist unglaublich und die Initiativen zur Bildung von Communities of Practice sind sehr hilfreich. In Zukunft werde ich mich wohl noch mehr hier aufhalten und hoffe noch viel Inspiration für meine Projekte zu finden.

My story

Mein erstes EU-Projekt hieß „Hattrick". Es ging dabei um Fußballspielen, Lernen und Integration. Ich arbeitete in einem sehr engagierten Projektteam. Ich pendelte oft zu bilateralen Meetings mit österreichischen KollegInnen, wir besuchten Fußballvereine um Workshops durchzuführen, hatten viele anstrengende aber auch lustige Meetings und durften unsere Fußballkünste sogar selbst unter Beweis stellen. Kurz gesagt: Das ganze Projekt war geprägt von persönlichem Kontakt und Interaktion vor Ort. Die PartnerInnen des neuen Erasmus+ Projektes, das ich jetzt seit 6 Monaten koordiniere, habe ich – bis auf eine Kollegin – noch nie persönlich getroffen.

Wenn man mich also fragt, was in den letzten Jahren die größte Veränderung in meinem Arbeitsbereich war, dann dominiert wohl der Eindruck der letzten 1,5 Jahre – das Fehlen des persönlichen Kontakts, ohne Zwischenschaltung eines Bildschirms.

Auch wenn ich jetzt schon so lang im EU-Projektmanagement arbeite und viele Veränderungen im Arbeitsumfeld und in der Kooperation mit ProjektpartnerInnen beobachten konnte, so ist dieser Verlust des persönlichen Zusammentreffens für mich wohl die einschneidendste Veränderung.

Aber hat diese Einschränkung nur Schlechtes gebracht? Eigentlich nicht. Natürlich vermisse ich die Partnermeetings – schon allein, weil ich wahnsinnig gern reise. Aber von einem anderen Standpunkt aus betrachtet, hat die veränderte Situation auch einiges zur Entwicklung neuer Perspektiven in der täglichen Arbeit beigetragen. „Wir waren gezwungen uns mit neuen Technologien auseinanderzusetzen und diese auch konkret anzuwenden..." Dieses Zitat fällt immer wieder in Gesprächen mit Lehrenden, die ebenso in ihrem Arbeitsalltag von der Pandemie heimgesucht wurden. Und genau das passiert auch in meinem Arbeitsbereich:

Ich muss dazulernen, ich muss mich mit neuen Formen der Online-Kooperation auseinandersetzen und das empfinde ich als durchaus positiv! Und letztendlich verdanke ich der Pandemie auch das spannende Projekt, das ich jetzt koordiniere und in dem es genau um dieses Thema geht: „Creative Change". Dieses Projekt erprobt neue, wirkungsorientierte Ansätze im Management EU-geförderter Projekte und bringt den personenzentrierten Ansatz in Projekte der Erwachsenenbildung.

Der Begriff „Change" beschreibt den Wechsel zu stärker fokussierter Nutzung von Online-Methoden und Tools. Der Aspekt „Creative" bezieht sich darauf, dass innovative Ansätze und Design Thinking für die Arbeit in Erwachsenenbildungsprojekten in den Mittelpunkt gestellt werden. Auch der Austausch mit Personen aus dem kreativen Sektor soll in die Projektarbeit einfließen. „Creative Change" bündelt nützliche Ressourcen für ManagerInnen in der Erwachsenenbildung und schafft gleichzeitig eine Drehscheibe, um Menschen mit ihren Erfahrungen, Ideen und Wünschen für die Projektarbeit zusammenzubringen. Denn auch aus der persönlichen Erfahrung zeigt sich: Die Zusammenarbeit im virtuellen Raum bedeutet nicht nur, die Tools zu beherrschen. Es bedeutet vor allem, stärker auf die Bedürfnisse der Zielgruppe im Projekt aber auch der KooperationspartnerInnen einzugehen. Aspekte der Kommunikation, der Interaktion und auch der Motivation – all das muss in der Welt des virtuellen Wirkens noch viel stärker berücksichtigt werden!

Das Internet ist in den letzten Jahren bezüglich digitaler Lernressourcen eine regelrechte Schatzkiste geworden, doch die Vielfalt macht es auch schwer, gezielte Informationen zu finden. In „Creative Change" wollen wir zum einen Überblick über diese zahlreichen Ressourcen schaffen, vor allem für diejenigen, die im Kontext von EU-Projekten im Bereich der Erwachsenenbildung genutzt werden können. Aber in „Creative Change" geht es auch um den Austausch zwischen Menschen, die in Projekte unterschiedlicher Art involviert sind und um deren Wünsche, Herausforderungen und Erfolgsgeschichten, von denen wir lernen möchten, wie wir in Zukunft Projekte nachhaltig wirksamer gestalten.


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