Direkt zum Inhalt
Blog
Blog

Digitale Integration: ein Mittel zum Recht auf Bildung

Wir setzen den Austausch fort. In der Tat scheint es, dass die Frage der digitalen Integration mit mobilen Praktiken, Instrumenten und Techniken die zugrunde liegenden pädagogischen und sozialen Absichten offenbart. Dies erinnert an den analytischen Rahmen des Rechts auf Bildung, der von Liechti und Meyer-Bisch (2003, Liechti, 2007) mit dem Ansatz der 4A entwickelt wurde: Akzeptabilität, Flexibilität, angemessene Ausstattung und Zugänglichkeit (Acceptabilité,  Adaptabilité, dotation Adéquate et Accessibilité).  Anhand dieser Aspekte lässt sich die mehr oder weniger bewusste Beziehung zwischen Zielen und Mitteln hinterfragen (Ardouin, 2019).

[Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Französisch veröffentlicht. Er wurde von EPALE France ins Deutsche übersetzt]

 

Der Blog Hebel für die digitale Integration beschäftigt sich mit der Frage, die sich Ausbildungsakteuren stellt: Wie können wir in einer Zeit, in der Fernunterricht zu einem Muss in allen Betreuungs- und Ausbildungssystemen wurde, vermeiden, die digitale Kluft zu verschärfen?

Wir setzen den Austausch fort. In der Tat scheint es, dass die Frage der digitalen Integration mit mobilen Praktiken, Instrumenten und Techniken die zugrunde liegenden pädagogischen und sozialen Absichten offenbart. Dies erinnert an den analytischen Rahmen des Rechts auf Bildung, der von Liechti und Meyer-Bisch (2003, Liechti, 2007) mit dem Ansatz der 4A entwickelt wurde: Akzeptabilität, Flexibilität, angemessene Ausstattung und Zugänglichkeit (Acceptabilité,  Adaptabilité, dotation Adéquate et Accessibilité).  Anhand dieser Aspekte lässt sich die mehr oder weniger bewusste Beziehung zwischen Zielen und Mitteln hinterfragen (Ardouin, 2019).

Schauen wir uns diese vier Aspekte an: Akzeptabilität, Flexibilität, angemessene Ausstattung und Zugänglichkeit (Acceptabilité,  Adaptabilité, dotation Adéquate et Accessibilité).

In Bezug auf Akzeptabilität:

„ Akzeptabilität definiert demokratische Legitimität: die Relevanz für das Recht auf Bildung als Teil aller Menschenrechte. Es ist die Aneignung von Werten, welche die Akteure in einem öffentlichen Raum, an dem alle teilhaben können, ständig kontrollieren und weiterentwickeln müssen.“ (Lietchi)

Die digitale Integration erfordert Erhaltung und/oder Förderung sozialer Werte über das eingesetzte Instrument hinaus. Instrumente und Techniken müssen diese soziale Zugänglichkeit ermöglichen.

 

In Bezug auf die Flexibilität:

„Flexibilität definiert die Angemessenheit von Zielen und Ergebnissen. Diese Verbindung definiert die Wirksamkeit des Systems. Sie lässt sich insbesondere an den tatsächlichen Kompetenzen messen, welche die Lernenden erworben haben (angepasstes Funktionieren des Systems).“ 

Die digitale Integration unterstreicht die Notwendigkeit, Instrumente, Techniken und Lernmodalitäten so anzupassen, dass jeder Lernende seinen Platz findet.

 

In Bezug auf die angemessene Ausstattung:

„Angemessene Ausstattung betont die Diversität von Personal- und anderen Ressourcen.“

Die oben erwähnte Flexibilität beruht auf Diversität und Vielseitigkeit von Ressourcen und Mitteln, d.h. auf angemessenen Ressourcen.

 

 

In Bezug auf Zugänglichkeit:

Zugänglichkeit beschreibt die tatsächliche Verfügbarkeit von Ressourcen entsprechend der Vielfalt der Situationen der Lernenden.

Ausbilder betonen, dass Instrumente unabhängig von ihrer Vielfalt und Flexibilität für die Lernenden zugänglich sein müssen, insbesondere in technischer, geografischer oder finanzieller Hinsicht.

 

In Kontinuität mit dem Blog und der Synthese zeigen die Beiträge, dass Ausbilder*innen, Tutor*innen und Betreuer*innen den Einsatz von Instrumente und pädagogischen Ressourcen kritisch begleiten und sie anhand der oben genannten 4 Aspekte analysieren.

 

 

 

Referenzen

Ardouin T. (2019). « La formation demain, un bien commun », Education Permanente, n°220-221/2019, pp.173-184.

Liechti, V., Meyer-Bisch, P. (2003). « Mesurer un droit de l’homme ? L’effectivité du droit

à l’éducation. Enjeux et méthodes ». Documents de travail de l’IEDH. N° 7, Fribourg.

Liechti  V. [2007], Du capital humain au droit à l’éducation. Analyse théorique et empirique d’une capacité, Thèse de doctorat, Fribourg.

 

Login (2)

Sie möchten eine andere Sprache?

Dieses Dokument ist auch in anderen Sprachen erhältlich. Bitte wählen Sie unten eine aus.

Want to write a blog post ?

Don't hesitate to do so! Click the link below and start posting a new article!

Neueste Diskussionen

EPALE 2021 Schwerpunktthemen. Fangen wir an!

Das vor uns liegende Jahr wird wahrscheinlich wieder sehr intensiv, und daher laden wir Sie ein, es mit Ihren Beiträgen und Ihrer Expertise zu bereichern. Beginnen Sie doch einfach, indem Sie an unserer Online-Diskussion teilnehmen. The Online-Diskussion findet am Dienstag, dem 09. März 2021 zwischen 10.00 und 16.00 Uhr statt. The schriftliche Diskussion wird mit einem vorgeschalteten Livestream eröffnet, der die Themenschwerpunkte für 2021 vorstellt. Die Hosts sind Gina Ebner und Aleksandra Kozyra von EAEA im Namen der EPALE Redaktion. 

Zusätzlich

EPALE Diskussion: Vermittlung von Grundkompetenzen

Grundkompetenzen sind transversal. Sie sind nicht nur relevant für die Bildungspolitik,  sondern auch für Beschäftigungs-, Gesundheits-, Sozial- und Umweltpolitiken. Der Aufbau schlüssiger Politikmaßnahmen, die Menschen mit Grundbildungsbedürfnissen unterstützen, ist notwenig, um die Gesellschaft resilienter und inklusiver zu gestalten. Nehmen Sie an der Online-Diskussion teil, die am 16. und 17. September jeweils zwischen 10.00 und 16.00 Uhr auf dieser Seite stattfindet. Die Diskussion wird von den EPALE Thematischen Koordinatoren für Grundkompetenzen, EBSN, moderiert. 

Zusätzlich

EPALE Diskussion: Die Zukunft der Erwachsenenbildung

Am Mittwoch, dem 8. Juli 2020, lädt EPALE von 10.00 - 16.00 Uhr zu einer Online Diskussion zur Zukunft der Erwachsenenbildung ein. Wir wollen über die Zukunft des Bildungssektors Erwachsenenbildung sowie die neuen Chancen und Herausforderungen diskutieren. Gina Ebner, EPALE-Expertin und Generalsekretärin der EAEA, moderiert die Diskussion.

Zusätzlich

Nächste Veranstaltungen